Sooner: Neuer Streaming-Dienst will Netflix Konkurrenz machen

Deutsch-französisches Unternehmen setzt auf Qualität statt Quantität

Der Streaming-Dienst Sooner will anspruchsvolle Serien und Filme anbieten.

▹ Die besten Netflix Filme

▹ Die besten Amazon Serien

Sooner or later werden Netflix, Sky, Disney+, Amazon & Co. in Sachen Streaming ernsthafte Konkurrenz bekommen, aber ob es mit diesem Dienst schon der Fall sein wird, bleibt fraglich. Sooner ist ein deutsch-französischer Anbieter, die seit Ende Juli in Deutschland verfügbar ist. Die Plattform sieht sich selbst als europäische Alternative und Antwort auf die Streaming-Giganten aus den USA.

Dabei will man auf Qualität statt Quantität setzen wie Andreas Wildfang, Geschäftsführer der Sooner-Betreibergesellschaft ContentScope erläutert:

"Wir gehen weiter als andere Anbieter. Wir zeigen Unterhaltung jenseits von Stereotypen und engagieren uns für Inhalte, die jeden Aspekt unserer Gesellschaft repräsentieren. Sooner richtet sich mit seinem Programm an diejenigen, die anspruchsvolle Filme und Serien lieben."

Ziel ist es, preisgekrönte Filme und Serien sowie Kurzfilme und Dokumentationen aus der Arthouse- und Independentszene ins Angebot zu holen, Blockbuster werden weniger eine Rolle spielen. Einige der angebotenen Inhalte waren bisher ausschließlich bei Film-Festivals wie der Berlinale oder Sundance Film Festival zu sehen.

Die Genres bei Sooner, das sich den Slogan "Stream Beyond" verpasst hat, sind unter anderem folgende: Crime, Animation, Horror, Queer Romande Icons & Media Art, Shorts, Queer, Komödie oder Musik, Tanz, Theater oder auch Klassiker. In diesem Bereich kann man beispielsweise "Die Klavierspielerin" von Michael Haneke ("Das weiße Band", "Funny Games") sehen.

Trailer: Die Klavierspielerin

Sooner kann derzeit für zwei Wochen kostenlos getestet werden. Danach ist eine monatliche Gebühr von 7,95 Euro fällig. Wer sich direkt für ein Jahres-Abonnement entscheidet, zahlt 60 Euro, also nur 4,99 Euro pro Monat. Sooner ist damit günstiger als Netflix, hat aber auch kein so umfangreiches Angebot.

Netflix ist weiterhin der Platzhirsch unter den Streaming-Diensten und ein Corona-Krisengewinnler noch dazu: Während der Pandemie hat er zehn Millionen neue User dazu gewinnen können. Bis Ende Juni 2020 wurden seit Unternehmensgründung mehr als 190 Millionen Abonnements abgeschlossen, was für Netflix einen absoluten Rekord darstellt.

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