Soundcloud dementiert Pleite-Gerüchte - Retten Musiker den Streaming-Anbieter?

"Soundcloud is here to stay"

Nach den Meldungen über Entlassungen von 40 Prozent aller Mitarbeiter, Schließungen von Büros und einer drohenden Insolvenz hat sich Soundcloud-Chef in einer kurzen Botschaft zu Wort gemeldet. Soundcloud sei überhaupt nicht in Gefahr und die Musik auf Soundcloud sei sicher.

Hier ist der offene Brief im Wortlaut: 

Soundcloud is here to stay.

Hey everyone,

There’s an insane amount of noise about SoundCloud in the world right now. And it’s just that, noise. The music you love on SoundCloud isn’t going away, the music you shared or uploaded isn’t going away, because SoundCloud is not going away. Not in 50 days, not in 80 days or anytime in the foreseeable future. Your music is safe.

Along with each of you, we’ve built this incredible creative community of artists, podcasters, DJs, producers and more who are the driving force in pushing culture forward in the world. That’s not going to change. Last week we had to make some tough decisions to let go of some of our staff, but we did this to ensure SoundCloud remains a strong, independent company.

Thank you for the outpouring of love and support. Some of you have asked how you can help–spread the word that we’re not going anywhere and keep doing what you’re doing–creating, listening, uploading, sharing, liking, and discovering what’s new, now and next in music. SoundCloud is here to stay.

Peace,
Alex

Bemerkenswert: am gleichen Tag meldete sich Chance The Rapper mit der gleichen Überschrift auf Twitter und berichtete von einem "fruchtbaren Telefonat" mit Alex Ljung. 

Es ist also durchaus denkbar, dass die Künstler selbst bei Soundcloud einsteigen, denn viele nutzen den Dienst seit vielen Jahren und sehr gerne. Auch Skrillex hatte Soundcloud als eine für ihn sehr wichtige Plattform über den grünen Klee gelobt.

Panik ist also mit Sicherheit nicht angesagt, denn niemand kann und wird 175 Millionen registrierte Nutzer einfach abschalten und ihre Musik löschen. Es wird also weiter gehen. Aber eines ist sicher: Soundcloud muss entweder profitabel (kostenpflichtig) werden oder einen potenten Käufer finden, denn die Investoren möchten natürlich irgendwann auch Geld sehen. 

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