Spotify: Bald Premium-Content für zahlende Nutzer?

Labels drängen zu kostenpflichtigem Abo

Der schwedische Musikstreaming-Dienst Spotify steht derzeit in Verhandlungen mit den drei großen Labels Sony Music Entertainment, Warner Music Group und Universal Music. Das Ergebnis könnte einige Veränderungen für die Nutzer bringen.

Spotify App
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Es scheint, als hätten die Major Labels die Streamingdienste in ihrer Hand. Sie können die Konditionen weitgehend diktieren, denn alle haben wichtige große Künstler unter Vertrag ohne die kein Streamingdienst auf Dauer überleben könnte. Das bekommt derzeit Soundcloud zu spüren und zunehmend auch Spotify. Wie die Seite digitalmusicnews.com unter Bezugnahme auf interne Quellen berichtet, werden bestimmte Veröffentlichungen bald nur noch zahlenden Nutzern zugänglich sein.

Naht das Ende des kostenlosen Musikabos?

Momentan gibt es verschiedene Mögliichkeiten, die zur Diskussion stehen. So könnte es für nicht-zahlende User Einschränkungen bezüglich der Verfügbartkeitsdauer von Alben geben. Denkbar wäre außerdem ein beschränkter Zugang auf Musik, d.h. der Zugriff erfolgt beispielsweise nicht auf das gesamte Album, sondern nur auf ausgewählte Tracks oder nur für kurze Zeit. Eine Art Vorschau, um Nutzern den Premium-Content schmackhaft zu machen. Wer mehr will müsste dann zahlen. 

Obwohl große Namen wie Taylor Swift oder Adele sich bereits gegen die kostenlose Freigabe ihrer Musik auf dem Streamingdienst entschieden, hat sich CEO Daniel Ek weiter gegen das Credo "volle Nutzung nur gegen Bezahlung" gewehrt. Bisher erfolgreich. Auch Streaming-Dienste wie Apple Music oder Tidal waren darüber alles andere als erfreut. Im Zuge der anstehenden Verhandlungen wird Ek wohl jetzt klein bei geben müssen, denn sonst werden einige wichtige Alben in nächster Zeit, darunter das von Adele, wohl nicht bei Spotify zu hören sein. 

Was bedeutet das für die Zukunft für die Abonnenten? So lange Musik auf allen Diensten verfügbar ist, nicht viel. Wenn sich einzelne Künstler und Labels dazu entscheiden, nur noch auf bestimmten Diensten zu veröffentlichen, wären am Ende die Fans die Leidtragenden, schließlich kann und will man nicht mehrere Abos gleichzeitig abschließen, nur um nichts zu verpassen. Im schlimmsten Fall würde man mehr Nutzer wieder in die illegalen Kanäle treiben, um sich Musik zu besorgen. Die sind kostenlos und - wenn auch nicht mehr in den Schlagzeilen - sehr aktiv. 

#Fucktidal: Das Wettrüsten der Streaminganbieter

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