Spotify: Labels wollen werbefinanziertes Streaming einschränken

Universal Music-Chef Grainge: "Wir haben einen Fehler gemacht"

In der Diskussion um Spotify meldet sich nun auch die Musikindustrie zu Wort. Universal Music Chef Lucian Grainge räumte ein, dass man einen Fehler gemacht habe, Musik für werbefinanziertes Streaming freizugeben. Insofern könnten die kostenlosen Streaming-Abos bald schon Geschichte sein.

"Werbebasierte Dienste bieten kein nachhaltiges Geschäftsmodell", sagte Universal Chef Grainge bei einer Konferenz des "Wall Street Journal". Man habe sich zunächst auf den Kampf gegen die Piraterie konzentriert und deshalb auch kostenlose Angebote unterstützt. Rückblickend sei das ein Fehler gewesen. Seitdem versuche man den Umsatzrückgang durch immer mehr Plattformen wieder zu stoppen. Das sei inzwischen gelungen, die Streamingangebote hätten den Abwärtstrend gestoppt. 

In der dritten Phase ginge es nun darum, mehr Abos zu verkaufen und Experimente zuzulassen, um einen Aufwärtstrend zu starten. Man werde vor allem beim Preismodell experimentieren und Extras anbieten, die Interaktionen mit Künstlern und Zugang zu Live-Events beinhalteten.

"Ich sehe ganz ganz bald eine Welt, in der es für jeden Geldbeutel ein passendes Angebot gibt", sagte Grainge. Die Zeiten des kostenlosen Streamings scheinen demnach langsam vorbei zu sein.

Das kostenlose Streaming war auch das Hauptargument von Taylor Swift, warum sie kürzlich ihren gesamten Katalog bei Spotify entfernen ließ: "Ich bin nicht bereit, meine gesamte Arbeit einem Experiment zur Verfügung zu stellen, das Komponisten, Produzenten, Künstler und Kreative nicht fair entlohnt."

News: Taylor Swift über ihren Spotify Rückzug

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