Strafanzeige wegen Volksverhetzung gegen Kollegah und Farid Bang

BMG trennt sich von Rappern

Gegen die Rapper Kollegah und Farid Bang wurde Strafanzeige wegen Volksverhetzung gestellt, nun droht beiden ein Verfahren. Die Anzeige richte sich zudem auch an den Vorstandschef der Bertelsmann-Tochter BMG, Hartwig Masuch, – die Plattenfirma trennte sich unterdessen von dem umstrittenen Duo.

Nach dem Skandal um den verliehenen Echo an die Rapper, denen Antisemitismus, Gewaltverherrlichung und Frauenfeindlichkeit vorgeworfen wird, beugte sich BMG offenbar dem Druck und teilte mit, die Zusammenarbeit sei nun beendet: "Bertelsmann distanziert sich von jeder Form von Antisemitismus und Diskriminierung."

Echo 2018: Campino nimmt Stellung zu Kollegah und Farid Bang

Der Staatsschutz in Bielefeld überprüfe nun den Vorwurf der Volksverhetzung: In dem Song „0815“ rappen Kollegah und Farid Bang die unglaublich widerliche Zeile "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen". Trotz Protesten im Vorfeld wurde das Duo mit dem Echo in der Kategorie Hip-Hop/Urban National ausgezeichnet, danach gaben eine ganze Reihe von Künstlern ihre Musikpreise zurück.

Nach dem Skandal will man nun über Änderungen beim Echo nachdenken und sich einem Brainstorming unterziehen – Ein Preis, der jedoch hauptsächlich auf Verkaufszahlen basiert, wird jedoch immer mit denselben Problemen zu kämpfen haben.

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