Streamingservice Spotify in Deutschland gestartet

Konkurrenz für Tauschbörsen und Plattenladen?

Bereits seit 2006 wird Spotify entwickelt und konnte sich seitdem in vielen Ländern erfolgreich am Markt behaupten. Nun kommt der schwedische Streamingdienst auch nach Deutschland und macht den klassischen Vertriebskanälen Konkurrenz.

Spotify ist ein Streamingdienst mit über 16 Millionen Musiktiteln. Wer Musik hören möchte, kann diese einfach aus dem Internet streamen, Peer-to-Peer-Technologie, wie sie bei Tauschbörsen verwendet wird, sorgt für einen konstanten Stream ohne Aussetzer. Dabei ist Spotify völlig legal, Musik herunterladen kann man nicht. Auch auf seinem Smartphone kann man Spotify installieren. Für die Anmeldung braucht man ein Facebook-Konto. 

Das Basis-Angebot ist zunächst gratis und werbefinanziert, allerdings darf man sechs Monate nach der Anmeldung nur noch 10 Stunden pro Monat kostenlos hören und einen Titel höchstens fünfmal. Wer mehr möchte, muss sich auf eine Flatrate einlassen, die für 4,99 Euro/Monat zu haben ist. Wer zusätzlich Spotify auf dem Handy nutzen möchte, der muss 9,99 Euro/Monat berappen. Außerdem steigt dann die Klangqualität von ca. 160 kbit/s auf 320 kbit/s (CD-Qualität). Neben Facebook ist Last.fm einer der Partner von Spotify, Songs kann man über Spotify direkt zu seinem Last.fm-Account "scrobbeln" und erhält dort weitere Inspiration, welche Musik man hören sollte.

Cannapower: Die legale Tauschbörse?

Nach langwierigen Verhandlungen mit der GEMA, die die Rechte der Komponisten wahrnimmt, ist der Anbieter nun auch in Deutschland verfügbar, lange nachdem die Konkurrenz von Simfy oder Rdio dasselbe Geschäftsmodell hierzulande bereits etabliert hat. Trotzdem wurde in letzter Zeit verstärkt Kritik laut, dass sich Angebote wie Spotify oder Simfy auf Kosten von Musikern und Komponisten etablieren, die dort kaum etwas mit ihrer Musik verdienen können. So hatte die Berliner Band Bodi Bill im November 2011 mit 5300 Streams ihrer Songs bei Simfy genau 6,20 Euro verdient. Und selbst Lady Gaga verdiente mit dem Stream ihres Hits "Pokerface" auf Spotify im Jahr 2010 angeblich gerade mal 129 Euro, obwohl dieser millionenfach gespielt wurde.

Richtig Geld verdienen können Musiker weiterhin nur mit Verkauf von CDs oder Downloads, doch ob die neuen Streamingdienste diese Verkäufe nicht kannibalisieren werden ist abzuwarten. Viele Musiker haben ihre Titel aus diesem Grund bereits aus den Streaming-Services zurückgezogen und verlangen einen größeren Anteil. Außerdem werden Playlisten, nach dem man sein Abo kündigt, etwa weil es irgendwann einen neuen tollen Anbieter gibt, gelöscht, das heißt, man kann keine Musiksammlung anlegen und pflegen, wie es etwas mit CDs oder Downloads möglich ist. 

Insofern scheint Spotify für Musikfans eher eine Ergänzung als eine Konkurrenz zum Musikkauf zu sein oder ein Angebot für Leute, die nur gelegentlich Musik hören, aber keine Lust aufs normale Radioprogramm haben. Andere Streaming-Anbieter wie z.B. Aupeo setzen gar nicht mehr auf einzelne Titel, sondern bieten komplette Playlists, mit denen man sich sein maßgeschneidertes Radioprogramm gestalten kann.

Spotify

Thema: 

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