Tauschbörse verklagt Musikindustrie

Limewire wirft der RIAA Verstöße gegen das Kartellgesetz vor

Das Spiel Musikindustrie verklagt Tauschbörse, bis diese pleite ist, ist hinreichend bekannt. Jetzt drehen die Betreiber von Limewire den Spieß um und verklagen kurzerhand den Verband der Musikindustrie RIAA. Der Vorwurf: die RIAA wolle alle Kanäle, die sie nicht kontrolliere, zerstören.

Mit ihrer strikten Ablehnung, Musik an solche Tauschbörsen zu lizenzieren, die zukünftig legal operieren wollen, verstoße die RIAA gegen das Kartellrecht. Die RIAA diktiert bei diesen Verhandlungen die Bedingungen und das möchten sich die Betreiber von Limewire nicht länger gefallen lassen. Denn diese Politik entspreche nicht dem Wesen eines freien Marktes. Zudem würden die Preise für Downloads auf diese Art und Weise künstlich hoch gehalten.

Die RIAA hatte ihrerseits im August Klage gegen Limewire eingereicht wegen der Unterstützung von Copyright-Verletzungen und fordert nun rund 150 000 Dollar für jeden illegal verfügbaren Song auf Limewire. Bisher konnte keine Tauschbörse diesem massiven Druck standhalten. (ur)

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