Taylor Swift: Fans bei Konzert per Gesichtserkennung gescannt

Grund dafür: Die Suche nach Stalkern

Es klingt unheimlich: Besucher eines Konzertes des Popstars Taylor Swift sollen angeblich per versteckter Kamera heimlich und mit Gesichtserkennungssoftware am Eingang gefilmt worden seien. Verantwortlich dafür sei eine Veranstaltungsagentur, die so Stalker der Sängerin filtern sollte.

Der Bericht stammt von dem Sicherheitschef der Veranstaltungsagentur Oak View, demzufolge Mitarbeiter der Firma die Software selbst testeten. Taylor Swift hat sich zu dem Vorfall noch nicht geäußert.

Als Grund für diesen massiven und problematischen Eingriff in die Privatsphäre gilt die Suche nach mutmaßlich Hunderten von Stalkern des Stars. Man habe die Bilder der Besucher nach Nashville geschickt, wo sie mit einer Datenbank von Verdächtigen abgeglichen wurden.

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Die Gesichtserkennung wird trotz Warnungen von Politikern und Tech-Firmen wohl kaum noch zu stoppen sein. Im Mai 2018 hatte auch der US-Kartenanbieter Ticketmaster angekündigt, per Blink Identity Konzertbesucher scannen zu wollen, um so schneller gültige Tickets erkennen zu können. In Europa ist ein heimliches Filmen von Personen wegen der Datenschutz-Grundverordung nicht erlaubt.

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