Terror-Gefahr: Rock am Ring am ersten Abend abgebrochen und wird heute fortgesetzt

Die Hintergründe zur Evakuierung am ersten Festivaltag

Nach der Unwetterkatastrophe letztes Jahr, musste das Rock am Ring dieses Jahr schon wieder unterbrochen werden. Offenbar hatte die Polizei Hinweise auf Mitarbeiter des Festivals mit salafistischem Hintergrund. Deshalb wurde vorsichtshalber das Festivalgelände evakuiert und genauer untersucht. Ob es weitergeht, ist bisher noch unklar. Der Veranstalter hält die Maßnahme für übertrieben.

Bereits um 21 Uhr des ersten Abends, während des Auftritts der Broilers, wurde das Rock am Ring von der Polizei unterbrochen. Nach Angaben des Veranstalters geschah das vollkommen friedlich und ohne Probleme. Um 21:30 war das Festivalgelände bereits evakuiert. 

Die genauen Hintergründe sind bisher noch nicht klar. Der Westen berichtet von zwei Mitarbeitern eines Sub-Unterhmenens mit salafistischem Hintergrund, die aktuell verhört werden. Die beiden hatten vor Beginn Zutritt zum Festivalgelände und es wird nun befürchtet, dass sie etwas hinterlegt haben könnten. 

Heute nun gibt die Polizei Entwarnung. Das Festival wird heute wie geplant fortgesetzt. Hier könnt ihr heute den Livestream des Festivals sehen

„Die Polizei gab grünes Licht für eine Wiederaufnahme der Aufbauarbeiten auf den Bühnen im Hinblick auf die Öffnung des Festivalgeländes.“ (Rock am Ring)

Wie das Festival mit dem Ausfall des größten Headliners Rammstein am gestrigen Abend umgeht, wegen denen viele Fans zum Rock am Ring gereist waren, ist bisher nicht geklärt. Bestimmt wird es nach dem Festival dafür eine Art der Entschädigung geben. Auch im letzten Jahr wurden die Ticketbesitzer für wegen Unwetter ausgefallene Konzerte großzügig entschädigt.

Veranstalter Marek Lieberberg den zwischenzeitlichen Abbruch des Festivals für völlig unverhältnismäßig und übertrieben. In einer Pressekonferenz sagt er: "Wir zahlen hier den Preis für den Skandal um Amri!" und kritisierte das Vorgehen der Polizei scharf. 

Der Terrorist Anis Amri hatte auf dem Berliner Weihnachstmarkt an der Gedächtniskirche 11 Menschen mit einem LKW getötet. Obwohl er ein polizeibekannter Gefährder und aktenkundiger Krimineller war hatte er sich offenbar frei in Deutschland bewegen können. Veranstaltungen wie seine litten nun unter den Versäumnissen der Polizei und Justiz.

An alle leidgeprüften Ring-Besucher: bleibt weiterhin so bewundernswert friedlich und gelassen und haltet durch! 

Video: Rock am Ring Besucher singen "You'll Never Walk Alone"

Update 14.6.2017: Wie die FAZ berichtet, handelte es sich bei den Verdächtigen um eine Verwechslung aufgrund eines Schreibfehlers. Rammstein-Fans können sich also bei den zuständigen Behörden bedanken.

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Festival (Bild: CC0 Lizenz)
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