Ticketmaster plant Gesichtserkennung statt herkömmlicher Tickets

Physische Konzerttickets sollen abgeschafft werden

Das Entertainment-Unternehmen Ticketmaster spielt mit dem Gedanken, herkömmliche Eintrittskarten abzuschaffen und Besucher von Events stattdessen per Gesichtserkennung zu kontrollieren.

Um die Einlasskontrolle bei Konzerten zu beschleunigen, möchte Ticketmaster eine neue Methode entwickeln, die Gäste per Gesichtserkennung quasi "scannt". Man arbeite an einer Technik, die es Konzertbesuchern ermögliche, das gekaufte digitale Ticket mit einem Bild seines Gesichts zu verknüpfen, so Live Nation Entertainment, deren Tochterfirma Ticketmaster ist. Die Gesichtserkennung per Ticket soll von dem Unternehmen Blink Identity entwickelt werden, wie Live Nations CEO Michael Rapino verkündet und innerhalb von einer halben Sekunde ein Gesicht identifizieren können:

"Blink Identity has cutting-edge facial recognition technology, enabling you to associate your digital ticket with your image, then just walk into the show".

Der Plan hat angesichts des jüngsten Facebook-Datenskandals allerdings durchaus problematische Aspekte, was den Datenschutz anbelangt: Man muss sich nur die gigantische Datenbank vorstellen, die dieses Gesichtserkennungsprogramm benötigt.

Am Aussterben der Tickets auf Papier wird also weiter gearbeitet, was irgendwie schade ist, wenn man all die schön gestalteten Tickets von früher denkt: Aber inzwischen sind ja auch die gedruckten Karten eher hässliche Schwarz-Weiß-Infowische, die man gerne wegwirft.

Empfohlene Themen

Taylor Swift: Fans bei Konzert per Gesichtserkennung gescannt

Grund dafür: Die Suche nach Stalkern

Es klingt unheimlich: Besucher eines Konzertes des Popstars Taylor Swift sollen angeblich per versteckter Kamera heimlich und mit Gesichtserkennungssoftware am Eingang gefilmt worden seien. Verantwortlich dafür sei eine Veranstaltungsagentur, die so Stalker der Sängerin filtern sollte.

Meistgeklickt