Tidal: Arcade Fires Win Butler macht Major-Label für schlechte Zahlen verantwortlich

Schlecht gehandelt

Viel wurde über Jay-Z's exklusiven Streamingdienst gesprochen. Nun meldet sich auch Win Butler von Arcade Fire zu Wort und nennt mögliche Gründe für den fehlenden Erfolg von Tidal.

Tidal
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Jay Z hat es wirklich nicht leicht. Abgesehen davon, dass Tidal sich nicht als die Goldgrube entpuppte, auf die er hoffte, hagelt es seit dem Start seines Streamingdienstes Kritik. Nun werden auch Stimmen aus den eigenen Reihen laut. Arcade Fires Win Butler, seines Zeichens Mitbesitzer von Tidal, äußerte sich gegenüber der britischen Zeitung The Independent :

“None of the artists knew anything about the PR, it was a poorly managed launch, but conceptually the thing that we liked about Tidal was that it’s HD streaming quality.”

Nicht der Streamingdienst selbst bzw. die im Vergleich zu anderen Diensten höheren Kosten seien demnach Schuld an der misslichen Lage Tidals, sondern die Art wie dessen Launch gemanagt wurde. Die Mitbegründer sind eben Musiker und keine PR-Berater.

#Fucktidal: Warum der Streaming-Service von Jay-Z uns um Jahre zurückwirft

Einmal beim Thema, teilt Butler auch gleich gegen die Major Labels aus. Diese seien nämlich für die hohen monatlichen Abo-Kosten von 20$ (ca. 18€) überhaupt erst verantwortlich. Sie hätten zwar eigentlich die Mittel, für eine gut funktionierende Musikindustrie und faire Preise zu sorgen, ihnen fehle jedoch schlichtweg die Ahnung. Das sei auch der Grund, warum seine Band Arcade Fire generell nur mit kleinen Labels zusammenarbeitet.

Zusammen mit Jay Z, Kanye West & Co. wollte er Lösungen finden, die den großen Labels bis dato fehlten. Allerdings scheint deren Entdeckung auch den Besitzern von Tidal noch nicht gelungen zu sein. So bleibt die Zukunft des Musik-Streamingdienstes weiterhin ungewiss.

Streamingdienst Tidal am Ende?

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