Tonspion: Unsere Entdeckungen aus dem Netz #25

Was ist neu auf Soundcloud, YouTube und Co.?

Neben den großen Releases der Labels veröffentlichen im Netz jeden Tag unzählige Musiker aus aller Welt extrem hörenswerte Musik. Die beste präsentieren wir in dieser Kolumne. Kurz und bündig.

1. Sacre - "The Call" (Nu Disco)

Das Pariser Duo Sacre macht absolut kein Geheimnis aus ihrem Daft Punkt Einfluss und präsentiert eine lockere Dance-Nummer, deren Kombination aus männlichen und weiblichen Vocals im Ohr bleibt und deren Kontrast zu den hämmernden EDM-Bässen der vergangen Monate definititv zum Tanzen einlädt. "The Call" gibt sich offen und unbeschwert und macht vorallem eines: Spaß. 

2. half•alive - "The Fall" (Indie Electro)

"The Fall" ist Nummer 41 von 50 Songs die Sänger Josh Taylor geschrieben hat, um seine Songwriting-Skills zu verbessern. Wie einer aus vielen klingt der Track trotzdem nicht:  half•alive balancieren gekonnt zwischen Pop und Indie und präsentieren einen Song, dessen Ohrwurmpotential wohl auch die, stilstisch sehr ähnlichen, twenty one pilots neidisch machen dürfte. Der Song ist ein Teil der Debüt-EP der Band und hat deshalb auch direkt ein durchaus sehenswertes Video spendiert bekommen. 

3. Kendl - "For Her" (Downtempo / Minimal Electronic)

Jesse Kendal alias Kendl nennt unter anderem Jamix xx und Bonobo als seine größten Inspirationen und besonders der Einfluss des letzteren wird hier sehr deutlich. Kendl nimmt sich bei "For Her" genau die Zeit die er braucht und lässt nach und nach einen Beat entstehen, der uns immer weiter in seine Welt eintauchen lässt. Die Percussion-Elemente und Vocal-Samples sind perfekt gesetzt und tragen maßgeblich dazu bei, dass Downtempo nur selten zuvor so atmosphärisch klang. 

4. Marble Empire - "TTSU" (Indie Electro)

Auf "TTSU" spielt der 20-jährige gekonnt mit den Gefühlen des Zuhörers: Wer nach dem bedrohlichen Clap-Build-Up ein EDM-typisches Beat-Gewitter erwartet wird glücklicherweise positiv überrascht. Marble Empires Produktion spielt mit vielen verschiedenen Genres und präsentiert derart viele unterschiedliche Elemente aus R&B, Indie und Future Bass, dass einmaliges Hören schnell zur Überforderung führen kann. Qualitativ spielt der junge Brite definitiv schon ganz weit oben mit - kein Wunder, nennt er doch unter anderem Ben Khan als eine seiner größten Inspirationsquellen.

5. Yellow House - "It Feels The Same Every Day" (Shoegaze, Indie-Pop)

Als Ein-Mann-Band erschafft der Südafrikaner Emile van Dango aka Yellow House im Studio mühelos unendliche Weiten, in denen wir uns nur zu gern zwischen lieblichen Melodien verlieren. Das von feinem Falsetto getragene "It Feels The Same Every Day" ist die vierte Single seiner Debüt-EP "A Carnival Of Fears".

6. Cuesta Loeb - "Grass It Grows" (Indie-Rock, Shoegaze)

Schwere Gitarrenriffs und nahezu fluoreszierender Gesang. Die Los Angeler Shoegaze-Band Cuesta Loeb ist auf ähnlichen Pfaden unterwegs, wie Wolf Alice. Und wie grandios deren Musik ist, ist wohl hinreichend bekannt!

7. Nick & June - "The Prologue: November Boy" (Folk)

Selten hat sich der Vergleich zu Angus & Julia Stone so sehr aufgedrängt, wie bei der Musik von Nick & June. Ehrlich, klar und tief melancholisch klingen die Songs des deutschen Duos. Es scheint also doch noch gefühlvolle Musik aus Deutschland zu geben, die sich nicht in abgedroschenen Phrasen und abgelutschen Produktionen versteckt.  Am 31.03.2017 erschien ihr zweites Album "My November My", das die Geschichte des "November Boy" erzählt.

8. Ha The Unclear - "Big City" (Indie-Rock, Songwriter)

Die lyrische Gewandheit einer Courtney Barnett trifft auf ein nahezu unheimliches Gespür für eingängige Refrains. "Big City" ist die erste Single nach dem Release ihres Debütalbums mit dem herrlichen Titel "Bacterium, Look at Your Motor Go".

9. Tove Styrke - "Say My Name" (Elektro-Pop)

Natürlich darf man skeptisch sein, wenn ein Model mithilfe von Songwritern, die auch schon für Rihanna gearbeitet haben, einen Song für den Massenmarkt produziert. Man darf sich aber auch darüber freuen, dass dieser Song zwischen orientalischen Gitarrenriffs, einem poppigen Refrain und jeden Menge Radioappeal eine Menge Spaß macht!

10. Tatran - "Eyes" (Post-Rock)

Das Schlagzeug krabbelt bedrohlich das Rückgrat hoch, die Synth erzeugen eine unheimliche Intensität – Tatran schicken sich an, uns mit ihrem dritten Album "No Sides" in uns völlig unbekannte Welten zu entführen. 

Alle vorgestellten Tracks wurden uns via Submithub gesendet. Innerhalb von einer Woche erreichen uns dort über 300 Zusendungen. Die besten davon stellen wir euch hier regelmäßig vor. 

Auf Submithub können Labels, Künstler und Promoter ihre Promos an ausgewählte Blogs senden und erhalten garantiertes Feedback. Blogs wie unsere versorgen wiederum die Musik-Dienst Hype Machine mit neuer Musik, dessen Charts als inoffizielle Blog-Charts gelten. Wer dort zu hören sein möchte, kommt um eine Präsenz auf den Blogs nicht herum. Submithub vereinfacht das für alle Seiten.

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Tove Styrke - Tove Styrke

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Sneak Preview
Sie ist ein Model und sie sieht gut aus. Und singen kann Tove Styrke auch noch. Nach dem Durchbruch in ihrer Heimat, setzt die 18-jährige Schwedin jetzt zur internationalen Karriere an. Anfang 2012 erscheint ihr Debütalbum.