TONSPION TIPP

Tonspion: Unsere Entdeckungen aus dem Netz #49

Was gibt's Neues auf Soundcloud, Youtube und Co.?

Neben den großen Releases veröffentlichen unzählige Musiker und Musikerinnen ihre Musik tagtäglich im Netz. Wir haben sie uns angehört und präsentieren Euch die besten Neuentdeckungen in einer Playlist. Die Sparte reicht diesmal von deutschem Indie Pop über Queer Wave hin zu Indie Rock.

Ihr wollt auch in unsere Neuentdeckungsliste? Dann schickt uns doch bitte Eure Musik über Submithub! Und hier wird erklärt wie das geht.

EasyFriend – Take A While (Indierock)

Ein nervös frickelnder Beat und eine Stimme zwischen Falsett und Druck: Ein wenig erinnern EasyFriend an Talking Heads und deren Epigonen Franz Ferdinand, was sie aber nicht zu Kopisten macht, denn "Take A While" braucht kein bisschen an Referenz, um einen ganz von alleine mit seinem Retro-Funk zu infizieren.

Die Sauna – Das geometrische System (Indiepop)

Mit System schraubt sich dieser Song auch in unser Gehör, denn Die Sauna aus München vermischt die Essenzen österreichischer und deutscher Indiebands a la Bilderbuch und Tocotronic zu einem neuem blubbernden Gebräu namens "Indie-New Wave-Shoegaze-Post Punk-Arena-Rock", wie sie selbst ihre Musik am ehesten beschreiben würden.

Máni Orrason - Picture I Recall (Pop)

Akustikgitarre und Folk-Anleihen hat der 20-jährige Máni Orrason zunächst hinter sich gelassen und liefert mit "Picture I Recall" coole, selbstbewusste Popmusik, welche sich der klassischen Frage widmet: "Baby will they know me like you did?" Produziert wurde das Ganze übrigens von Tomte-Bassist und Muff Potter-Produzent Nikolai Potthoff.

Spooky Cigarettes – In Due Time (Queer Wave)

Die Band aus San Diego mit dem coolen Namen schafft es in dem Song "In Due Time", The Cure und Bloc Party mit einem 60ies Feeling zusammenzubringen: Ein beschwingtes Stück Indie-Pop zwischen New Wave und No Wave mit markantem Gesang und Handclapping-Spaß.

City Park – On My Own (Jazzpop)

Sanfte Electronica zwischen Hot Chip und Parcels sowie mit sanfter Erinnerung an Prince: Jazzy, smooth und ziemlich entspannt. Die Debüt-EP des Duos wird im November 2018 erscheinen.

Mike SB - Tellin Em (Rap)

"Tellin Em" kann einen beim ersten Hören kurz traurig stimmen - denn hier schwingt ein deutlicher Einfluss des verstorbenen Mac Millers mit. Umso schöner gestaltet sich im Gegenzug die Message des Songs: Alles wird gut. Laid-back, feel-good - Mike SB will uns scheinbar nochmal zurück in den Sommer holen.

Balthazar – Fever (Indiepop)

Aus Belgien stammt die coole Formation Balthazar, deren Titel "Fever" so wenig zum unterkühlten Indie-Sound samt lässigem Gesang sowie pulsierendem Bass passen will. Aber eigentlich passt es schon ganz gut, denn die Band entfacht ein Fieber, eine Glut für ihre Musik. Am 25.01.2019 erscheint ihr bereits viertes Album, im Februar geht die Band dann auf große Europa-Tour.

Mustardmind – Bad Juju (Alternative)

Eine Basslinie zum Verlieben bauen Mustardmind aus Brooklyn in ihren kleinen Ohrwurm "Bad Juju" ein: Genremäßig tobt sich die Band dabei in Indierock-Gefilden, jazzigen Bars und psychedelischen Ecken aus – Badbadnotgood meets Radiohead!

SPORTS - Professor Bitch (House)

Techno und House haben in unseren Listen ja eher selten ihren Auftritt. Wenn dann aber ein Track mit dem schönen Titel "Professor Bitch" daherkommt und solch tanzbare Feel-Good-Vibes im Gepäck hat, muss man wohl einfach eine Ausnahme machen. SPORTS liefern einen House-Soundtrack, der gleichermaßen auf dem Dancefloor und am entspannten Sonntagnachmittag funktioniert.

Hello Cosmos – Fuse (Postpunk)

Lässiger Indierock aus Manchester, der ein wenig an die ebenfalls aus dieser Stadt kommenden The Fall oder auch an Art Brut sowie LCD Soundsystem erinnert: Cooler lakonischer Sprechgesang über einem rumpelnden Beat machen aus diesem Song einen extrem rohen und dennoch tanzbaren Indie-Kracher.

Emilie Kahn – Island (Indiepop)

Mit Harfe und Harmonie lockt uns Emilie Kahn zunächst in die Elfenfalle, doch der zarte Indiepop-Song "Island" hat es faustdick hinter den Ohren, genauso wie der gute Clip: Darin wird Feminismus und weiblicher Zusammenhalt zelebriert. Die kanadische Künstlerin sagt dazu: I think as women we are often made to feel like we should be in competition with each other, something I’ve always felt in the music industry“. Die besungene Insel, auf die sie sich zurückziehen will kann auch als Solidarität unter Frauen verstanden werden. Starker Song, starke Aussage.

Linn Koch-Emmery – Waves (Indierock)

Mit rauer Energie schwappt "Waves" der Schwedin Linn Koch-Emmery über uns hinweg: Der Song ist zugleich euphorisch und kraftvoll, ein Indierock-Kracher irgendwo zwischen Breeders und Goat Girl.

Private Agenda – Change (Synthpop)

Ziemlich entspannt kommt der romantisch-wehmütige Song "Change" der Londoner Band Private Agenda daher: Das fluffige Feeling erinnert an Parcels oder Air. Das Synthpop-Duo zieht seine Inspiration nach eigenen Angaben aus der Berliner Drag- und Disco-Szene.

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