Track IDs: Spotify bringt Playlisten international bekannter DJs

Dixon, Honey Dijon, Carl Cox oder Ellen Allien legen bei Spotify auf

Spotify möchte die elektronische Szene für sich gewinnen und bietet ab sofort mit TrackIDs bekannten DJs die Chance, ihre Musikaufwahl auf dem Streamingdienst zu präsentieren.

In typischer Spotify-Manier wird bei der Ankündigung gleich das ganz große Rad gedreht:

"Ab sofort verstärkt Spotify den Fokus auf elektronische Musik. Mit exklusiven DJ Playlists und einem erweiterten Dance/Electronic Hub bekommen Clubfans auf der ganzen Welt einen musikalischen Place-to-be."

Das wären zwar eigentlich die Clubs, doch die sind bekanntermaßen derzeit geschlossen und die meisten DJs arbeitslos. Es ist also naheliegend, dass sie irgendwo ihre Musik spielen wollen. Da die meisten erfolgreichen DJs gleichzeitig ein Label haben und eigene Musik spielen, können sie so ihre eigene Musik direkt auf der größten Streamingplattform präsentieren.

Auch der Berliner DJ Dixon liefert eine Track IDs Playlist für Spotify 

"DJs haben in der Musikszene einen besonderen Stellenwert. Sie beeinflussen die Stimmung in Clubs sowie auf Festivals und sind eine zuverlässige Quelle für Neuentdeckungen und unbekannte Musikschätze. Mit den “track ID”-Playlists entdecken Spotify Hörer*innen die aktuellen Tracks aus den Sets international bekannter DJs. Kuratiert werden die track IDs von den DJs selbst, die Spotify Musikredaktion steht unterstützend mit Daten, Insights und Erfahrungen zur Seite. Durch regelmäßige Updates der Playlists bleiben die Fans immer auf dem neuesten Stand der Favoriten der Künstler*innen." (Spotify)

Spotify möchte also die DJs dabei "unterstützen", die richtige Musikauswahl zu treffen anhand von Nutzerdaten und Charts. Wie das genau gehen soll lässt Spotify allerdings offen, schließlich werden sich erfahrende DJs wie Carl Cox, Dixon, DJ BORING, Ellen Allien, Gerd Janson, Honey Dijon, Marcel Dettmann oder Todd Terry vermutlich nicht in ihre Sets reinreden lassen.

▹ EDM, Electro & Techno: Was ist der Unterschied?

Der Name der track IDs-Playlists bezieht sich auf die bei Partys oft gestellte Frage an DJs bezüglich ihrer Sets nach den passenden Track IDs: “Track ID, anyone?”.

Der deutsche DJ und Produzent Dixon (Innervisions) über die Zusammenarbeit mit Spotify:

“Die Tracks, die ich spiele, sind meist unveröffentlicht. Es sind die Sounds, die ich zu der Zeit gerade feiere. Vor allem aktuell, wo die Clubkultur, wie wir sie bisher kannten, stillsteht, fühlen sich diese Playlists sehr persönlich an. Natürlich sind auch die Tracks dabei, die alle auf die Tanzfläche ziehen – manche davon aus Zeiten vor den Kontaktbeschränkungen, andere konnte ich noch nie auf dem Dancefloor testen. Umso neugieriger bin ich, wie die Hörer*innen auf die Underdogs reagieren werden.”

Neue Genreauswahl für elektronische Musik

Zusätzlich zu den DJ Playlists hat Spotify weltweit den bestehenden Dance/Electronic Hub auf der Plattform erweitert. Neue Unterkategorien helfen Hörer*innen, die einzelnen Genres der Musikrichtung tiefer kennenzulernen, auch wenn die wenigsten DJs heute noch Musik aufgeteilt nach Subgenres spielen.

▹ Unsere Playlist "Elektronische Musik" auf Spotify

Zu den Subgenres gehören House, Techno, Electronica & Chill, Bass, Disco, Trance & Progressive, Mood und Workout. In der Unterkategorie DJ lassen sich alle track ID-Playlists an einem Ort finden. Hier werden außerdem auch erstmals Mixed Inhalte, wie zum Beispiel DJ Mixes und Mix Compilations, gesammelt. Einblicke in das Leben und die Werke der Künstler*innen erhalten Hörer*innen zusätzlich durch begleitende Podcasts.

Track IDs: Nina Kraviz (DJ Playlist)

Track IDs: Ellen Allien (DJ Playlist)

Track IDs: Carl Cox (DJ Playlist)

Track IDs: Marcel Dettmann (DJ Playlist)

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