Trump Protest: Cate Blanchett tritt als Drag-Queen auf (Video)

Oscar-Preisträgerin verteidigt LGBT-Rechte in den USA

Der Widerstand gegen die Trump-Regierung wird immer lauter und prominenter. Cate Blanchett trat diese Woche im New Yorker Schwulenclub The Stonewall Inn als Drag Queen auf und spendete das Geld an eine Organisation, die sich gegen Waffengewalt in den USA einsetzt.

Cate Blanchett als Drag Queen im Stonewall Inn am 20.2.2017

Die anwesenden Gäste dürften aus dem Staunen nicht mehr rausgekommen sein. Normalerweise verkörpern Drag-Queens berühmte Hollywood-Diven und tun so als ob. Doch als die Moderatorin "Cate Blanchett" ankündigte, kam tatsächlich die echte Cate Blanchett ins Rampenlicht und lipsyncte Dusty Springfields "You Don't Own Me". Und zwar so wie es sich für eine anständige Drag Queen gehört: mit ordentlich viel Schminke im Gesicht und "heavy overacting". 

Bei der Veranstaltung wurde Geld für die Newtown Action Alliance gesammelt, die sich für striktere Waffengesetze in den USA stark macht. Außerdem ist der Auftritt in der berühmtesten Homo-Bar der Welt auch ein deutliches Zeichen gegen die Regierung Trump, die ankündigte, Rechte für Transsexuelle wieder stark beschneiden zu wollen. 

Hollywood zeigt bereits an vielen Orten Haltung und Courage, sollte Trump die USA weiter in Richtung Diktatur umgestalten wollen, muss er wohl mit lautem und sehr sichtbaren Widerstand rechnen, den nicht mal die Einschränkung der Pressefreiheit aufhalten könnte. Auch die heutige Oscar-Preisverleihung dürfte eine außergewöhnlich politische werden. Trumps Pressesprecher kündigte vorsorglich an, dass der Präsident besseres zu tun habe und sie sich nicht ansehen werde.

Im Stonewall Inn, in der New Yorker Christopher Street, wurde  am 27. Juni 1969 der Grundstein für die Schwulenbewegung gelegt, als sich die Anwesenden gegen eine der damals üblichen Polizei-Razzien wehrten und erstmals organisierten Widerstand leisteten. Seitdem findet jeden Sommer der Christopher Street Day statt, an dem die LGBT-Community weltweit auf die Straße geht, um zu zeigen, dass sie keine Unterdrückung oder Versteckspiele mehr duldet, sondern zu jeder freien Gesellschaft selbstverständlich dazu gehört und sie bereichert.

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