Udo Lindenberg: Konzert für Flüchtlinge abgesagt

Zeitliche Probleme machen Veranstaltern Strich durch die Rechnung

Das von Udo Lindenberg geplante Solidaritäts-Konzert wird nicht stattfinden. Der Grund: die Zeitspanne zwischen den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit und dem  Mega-Event sei zu kurz.

Bild: Tina Acke (via Warner Music)

Erst vor Kurzem machte die News die Runde, dass Altrocker Udo Lindenberg zusammen mit  Kollegen wie Herbert Grönemeyer oder Peter Maffay ein Konzert gegen Fremdenhass geben möchte. Ein Zeichen wollte man setzen. Für Toleranz, gegen Rassismus. Einen Tag nach den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit - am 4. Oktober - sollte das Konzert auf der Wiese vor dem Berliner Reichstag stattfinden. Der Zeitpunkt schien gerade deshalb äußerst passend.

Udo Lindenberg plant Konzert für Flüchtlinge in Berlin

Doch aus dem potenziellen Open Air für die gute Sache wird vorerst nichts. Der Konzertveranstalter gibt als Grund für die Absage technische bzw. zeitliche Gründe an. Bühne und Technik sollten ursprünglich von der vorangegangenen Veranstaltung genutzt werden, doch der zeitliche Abstand sei einfach zu gering.

Lindenberg scheute sich nie vor politischen Themen

Die Planung war insgesamt noch sehr vage und wird es wohl bis auf Weiteres bleiben. Vorausgesetzt man entschließt sich überhaupt dazu, das Event nicht komplett abzusagen. Ob es einen Ersatzort oder ein alternatives Datum geben wird, ist bisher aber noch nicht bekannt.

Ein Zeichen für Solidarität und gegen rechts gerichtetet Gruppierungen wie Pegida und Co. zu setzen ist richtig und wichtig. Dass ein kollektiver Wille existiert, um entsprechende Aktionen auch durchzuführen, bewies zuletzt die "Aktion Arschloch". Der Ärzte-Klassiker "Schrei nach Liebe" schaffte es nicht nur auf Platz 1 der Charts, sondern die Aktion sorgte sogar international für Aufsehen. Und noch ein Nebeneffekt: mehr Menschen wissen nun hoffentlich, was das Wort 'Attitüde' bedeutet.

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