Update: Apple startet Social Music Network

Wird Ping zum MySpace-Killer?

Apple kündigt mit iTunes 10 eine integrierte Social Music Plattform an. Auf Ping sollen sich Musikfans austauschen können und natürlich: Musik aus dem iTunes Store weiterempfehlen und kaufen. Aber auch Stars sollen sich auf Ping eine Fanbase aufbauen können.

Mit Ping greift Apple ganz direkt andere Musik-Netzwerke wie MySpace, Last.FM oder auch Facebook an. Und hat einen ganz entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz: 160 Millionen bereits registrierte Nutzer und Kreditkartenbesitzer, die sich dort regelmäßig oder ab und zu Musik kaufen. Diese Tatsache dürfte vor allem für Künstler und Labels ein entscheidender Faktor sein, Ping zu unterstützen und dort ihre Musik und Profile zu platzieren.

Während MySpace inzwischen längst von vorgestern wirkt und keinerlei Ambitionen mehr zeigt, die Plattform weiterzuentwickeln, haben Anbieter wie Last.FM oder iLike massiv damit zu kämpfen, dass keiner Musik bei ihnen kaufen will und ergo auch die Musikfirmen kein großes Interesse haben, dort ihre Werbung zu platzieren.

Apple scheint sich nun also auch dieses lukrative Feld einzuverleiben, gerade rechtzeitig, bevor Facebook anfängt, sich so richtig um das Thema Musik zu bemühen. Ping soll sowohl auf dem PC, als auch auf dem iPhone oder iPad genutzt werden können.

Inwieweit Apple mit Ping die Musikwelt auf den Kopf stellen wird und User und Künstler in sein komplett geschlossenes System locken wird, wird man wohl erst in einiger Zeit sehen. Sagen wir so: für Facebook gibt es beim Thema Musik trotz Ping durchaus noch Luft. Ab sofort steht iTunes 10 als Download zur Verfügung.

Mehr Infos zu Ping bei Apple

Update: Nach ersten Tests kann man sagen, dass Apple mit Ping nichts anderes als eine ganz klassische Community an den Start gebracht hat. User können Alben aus dem Store kommentieren und weiterempfehlen und das war's dann auch schon. Und selbst eine Sache, die Apple seinen Produkten sonst mit auf den Weg gibt, fehlt bei Ping völlig: Sex-Appeal. Ob sich Käufer zu kostenlosen Verkaufsberatern umwandeln lassen, wird man sehen. Der Konkurrenz bleibt bei diesem Konzept jedenfalls genügend Spielraum es besser und interessanter zu machen.

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