Video: Interpol - If You Really Love Nothing

Album und neue Tourdaten im Herbst 2018

Zu ihrer neuen Single "If You Really Love Nothing" veröffentlichen Interpol einen kleinen Spielfilm mit Kristin Steward und Finn Wittrock  ("American Horror Story") in den Hauptrollen.

Nachdem Interpol von ihrer „Turn On The Bright Lights“ Jubiläums-Tour zurückkamen, gingen sie mit den neuen Songs ins Studio, um das erste Mal seit „Our Love To Admire“ wieder mit einem außenstehenden Produzenten aufzunehmen. Die Wahl fiel auf Dave Fridmann, der zuvor u.a mit den Flaming Lips, Spoon, MGMT und Mogwai gearbeitet hatte.

Die neue Platte sollte rocken und swingen, weshalb man beim Drum-Sound auch Einflüsse von Al Jackson Jr. (Drummer von Otis Reading) oder Elemente der 80er Jahre Funk-Produzenten Jimmy Jam und Terry Lewis hören kann.

Auf dem letzten Album „El Pintor“ spielte Paul Banks nach dem Weggang von Carlos Dengler erstmals Bass, was für ihn damals noch ungewöhnlich war. Auf „Marauder“ spielt er nun nicht mehr nur die Rolle des Bassisten, sondern ist der Beatmaker der Band geworden.

Auch beim Songwriting traute sich Banks mehr zu. Waren seine Lyrics früher mitunter recht abstrakt und eher aus Sicht eines stillen Beobachters erzählt, haben die Texte auf „Marauder“ autobiografische Züge, die viel Persönliches preisgeben.

Ein wichtiger Teil des neuen Albums ist das Artwork. So zeigt das Cover eine Fotografie des US-Justizministers Elliot Richardson, der 1973 bei einer Pressekonferenz seinen Rücktritt erklärte, nachdem er Anweisung Präsident Nixons ignorierte den Verfassungsrichter und Sonderermittler Archibald Cox zu entlassen, der damals die Ermittlungen im Watergate-Skandal gegen Tricky Dick leitete.  Das Bild zeigt Richardson als einsamen und isolierten Menschen, in einer künstlich wirkenden Umgebung. Das Bild ging damals um die Welt. „Marauder“ handelt in vielen Teilen von Aufrichtigkeit und davon Rückgrat zu beweisen, weshalb das Foto perfekt zum Thema des Albums passt.

Auf „El Pintor“ deuteten Interpol bereits an, dass sie auf dem Weg zurück zu alter Stärke sind. Mit „Marauder“ haben sie diese nun endgültig wieder gefunden und einem wird schlagartig klar, warum man diese Band seit nunmehr 20 Jahre so sehr liebt.

Interpol Live 2018:

23.11.18 Hamburg, Mehr!Theater

25.11.18 Berlin, Tempodrom