Video: Justin Bieber spielt neuen Song "What Do You Mean" mit The Roots

Wenn Kinderstars erwachsen werden

Zwei Ex-Teeniestars haben sich diese Woche überraschend in unsere Herzen gespielt. Miley Cyrus mit dem ersten Indiealbum ihrer Karriere und Justin Bieber mit einem Drum-off gegen einen der besten Drummer der Welt bei Jimmy Fallon. 

Justin Bieber hat es mal wieder geschafft: nach zwei Jahren ohne neue Musik aber täglich neuen Schlagzeilen, ist das kanadische Teenie-Idol wieder Nummer 1 in den Charts. In 89 Ländern belegt sein von Skrillex produzierter Song "What Do You Mean?" die Spitzenposition bei iTunes.

Bei den MTV Video Music Awards am Wochenende brach er nach seiner Performance in Tränen aus. Wie er im Gespräch mit Jimmy Fallon sagte, aus Erleichterung darüber, dass er nicht ausgebuht worden sei.

Nach zahlreichen Schlagzeilen über Drogeneskapaden, illegale Autorennen und was millionenschwere Teeniestars sonst noch so machen, um erwachsen zu werden, ist Bieber vom Everybody's Darling mit Ponyfrisur inzwischen zum Bad Guy geworden. 

Musikalisch hat er jedoch wieder alles im Griff und zeigt sich mit seiner neuen Single gereift und bereit, wieder musikalisch durchzustarten. Das untermauerte er in der Show bei einem Drum-off gegen einen der besten Schlagzeuger der Welt, Questlove von The Roots. Selbst wenn er am Ende natürlich keine echte Chance hatte, muss man erstmal die Eier haben, sich das in einer Liveshow zuzutrauen.

Ein anderer Kinderstar hat seinen Weg in eine zweite Karriere offenbar gefunden: Miley Cyrus hat ihren vielen bizarren und extrem unterhaltsamen Momenten der letzten Jahre nun auch ein musikalisches Statement folgen lassen und ein selbst produziertes Album auf dem Label der Flaming Lips veröffentlicht. Und das ist auch noch erstaunlich gut geworden. Keine Spur vom Mainstream-Pop vergangener Tage.

Eine künstlerische Befreiung und der Beweis, dass hinter all dem Geld und Ruhm eben auch jede Menge Talent steckt und die beiden Kinderstars nicht ganz umsonst so berühmt geworden sind, jedenfalls nicht nur wegen ihres hübschen Gesichts. Dass die beiden, trotz des unmenschlichen Rummels um ihre Person seit früherster Kindheit, Fans und Hater nun durch ihre Musik überzeugen wollen, verdient allemal unseren Respekt. 

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