ESC 2017: Warum Levina beim Eurovision mit "Perfect Life" keine Chance hat

Germany: 0 Points

Die unbekannte Bonner Sängerin Isabella "Levina" Lueen fährt 2017 zum Eurovision Song Contest nach Kiew und vertritt Deutschland. Mit einem gebrauchten Song.

Sie können es einfach nicht. Wieder einmal schickt die ARD eine Sängerin mit einem tausendmal gehörten Allerweltslied zum Eurovision Song Contest, wo sie im unteren Drittel des Feldes landen und danach wieder in der Versenkung verschwinden wird. 

Levina - Perfect Life

Der Song "Perfect Life" wurde angeblich von drei Songwritern geschrieben, was offenbar heißt: jeder kopiert eine andere Sequenz eines hinlänglich bekannten Songs und am Ende verlässt man sich auf das Stimmvolumen der Sängerin, statt auf das Lied. Und das kann bei einem Song-Contest eigentlich nur schief gehen, wie man in den letzten Jahren sehen konnte.

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Warum die ARD nicht in der Lage ist, in einem Land mit 80 Millionen Einwohnern und hunderttausenden talentierten Songwritern, einmal im Jahr einen guten Song zu finden, ist und bleibt ein Rätsel. Wobei, was soll schon anderes rauskommen, wenn in der Jury musikalische Biedermänner wie Tim Bendzko und Florian Silbereisen sitzen?

Dabei sollte es sich doch längst rumgesprochen haben, dass es nichts nützt, immer nur den allerkleinsten gemeinsamen Nenner zu suchen, statt ein Zeichen zu setzen und einen Künstler mit Ecken und Kanten zu schicken, dessen Beitrag sich von der Masse der raubkopierten Songs beim ESC klar abhebt. Und der nicht schon wieder nach zwei Minuten vergessen ist. So wie die Gewinner-Beiträge der letzten Jahre, einschließlich Lenas "Satellite".

Und so wird es wohl dieses Jahr auch wieder heißen: Germany, 0 points. 

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