Video: Weekend & Pimf gegen den Deutschrap-Einheitsbrei

"Es ist 12 Uhr und ich kauf' mir ein Gehirn"

Weekend und Pimf holen zum gemeinsamen Rundumschlag gegen die Entwicklung der deutschen Rapszene aus und treffen dabei punktgenau ins Schwarze. Neben Kollegah und Prinz Pi bekommt auch Fan-Liebling Rin sein Fett weg. 

Video: Weekend & Pimf - Alle sind wie jeder

"Wer hört Kollegah, wer geht in die Filme von Til Schweiger rein?
Ich schwör ich treff die nicht, aber das muss ja irgendeiner sein"

2018 ist knapp eine Woche alt, da haben Pimf und Weekend nochmal ihren ganz eigenen Jahresrückblick für 2017 geliefert. Statt Lobeshymnen zu verteilen, wird hier jedoch erstmal abgerechnet. Der Status Quo der Raplandschaft: Alles klingt gleich, alle definieren sich über Äußerlichkeiten und insgesamt steht die Musik längst nicht mehr im Vordergrund.

Als kleinen Vorgeschmack auf Weekends "Keiner ist gestorben"-Tour liefern die beiden ordentliche Genrekritik, die dennoch nicht wie ein verzweifelter Realkeeping-Versuch wirkt. Von zwei Künstlern die nicht gerade an der Spitze des Rapolymps stehen, mag solch ein Ansatz zwar vielerseits belächelt werden, inhaltlich dürften die beiden jedoch den Nerv vieler Rap-Fans getroffen haben. Zeilen wie diese fassen auf einfache und unterhaltsame Weise zusammen, was schief läuft:

"Jungs ich spiel euer Spiel nicht, scheiß mal auf die Realness
Doch ich höre mir Prinz Pi an und fühl's nicht
Ich hab es 1000 Mal probiert, 1000 Mal ist nichts passiert
Woran et denn jelegen hat? Ich glaub es liegt an mir
1000 Menschen, die sich nur noch über Outfits definieren
Es ist 12 Uhr und ich kauf' mir ein Gehirn"

Ob man diesen augenzwinkernden Rundumschlag nun als umfassende Kritik oder schlichtweg als unterhaltsamen Szene-Diss ansehen möchte, spielt im Endeffekt keine Rolle. Fest steht: "Alle sind wie jeder" gibt einige Anstöße dafür, was im Rap-Jahr 2018 gut und gerne anders laufen darf. 

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