Webradiostreit beendet

Lange genug hat es gedauert: Im Streit um die von den amerikanischen Webradios zu entrichtenden Musiklizenzzahlungen an die RIAA schien keine der beiden Seiten bereit, nachzugeben. Jetzt haben sich die Kontrahenten auf ein Modell geeinigt.

Nun ist die RIAA nicht direkt dafür bekannt, ihren verschiedenen Gegnern Zugeständnisse zu machen. Doch auch sie musste zugeben, dass das ursprünglich geplante Modell, das für alle Radiosender im Internet Lizenzzahlungen von 0,07 US-Cent pro Song und Hörer vorsah, fehlerhaft war. Denn dadurch, dass diese Regelung Anwendung auf alle Webcaster, ohne Unterschied zwischen Großverdienern und Kleinstsendern, finden sollte, wären viele kleinere Sender - vor allem die an amerikanischen Universitäten - in den Ruin getrieben worden. Zu Recht wurde kritisiert, das RIAA-Modell gefährde die Spartenvielfalt, die das Konzept Webradio so interessant macht.
Nun haben sich die Digital Media Association und die RIAA auf ein Konzept geeignet, das von standardmäßig 0,0726 zu zahlenden US-Cent pro Song und Zuhörer ausgeht. Allerdings werden die zu zahlenden Gebühren nach Größe und Umsatz des Senders gestaffelt, kleinere Sender können individuell mit der RIAA verhandeln. Auch nicht-kommerzielle Internetsender, Uniradios und behördliche Sendungen fallen nicht unter die Regelung, die nun nur noch von der zuständigen US-Behörde abgesegnet werden muss. (sc)

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Konzert (Credit: Unsplash / CC0)

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