Wie war es denn eigentlich bei… der INTRO Geburtstagsfeier?

Die INTRO wird 15 Jahre – das muss gefeiert werden!

Ein Album, das die Musikgeschichte unbestritten mitverfasste, ist Nirvanas „Nevermind“. Eine Zeitschrift, die die internationale Musikgeschichte hierzulande unbestritten mitdokumentierte, ist die INTRO. Sowohl genanntes Album als auch besagtes Magazin erblickten vor langer Zeit erstmals das Licht der (Medien-)Welt, genau genommen vor 15 Jahre. Und der 15. Geburtstag - das weiß ein jeder aus der eigenen Pubertätshölle - ist ein ganz besonderer, der gebührend gefeiert und begossen werden muss.

Die INTRO lässt sich zu solch einem Jubiläum nicht lumpen und lud deshalb zu vier Intro-Intim-Veranstaltungen ein. Gestern ließ man den ersten Sektkorken in Berlins ?Maria am Ufer? knallen. Für geübte Konzertgänger fast etwas zu früh, eröffnete Tomte-Frontmann und Geschichtengott Thees Uhlman den Abend. Akustiksongs und Anekdoten aus der langjährigen INTRO-Uhlmann-Liaison hielten sich die Waage und sorgten bei den bereits Anwesenden für einen kurzweiligen Aperitif. Ohne viele Worte zu verlieren, rockten danach Sport los. Überraschend gut war dieser irgendwie passende, weil etwas antiquierte aber doch geschmackssichere Mix aus Tocotronic, Queens Of The Stoneage und Nada Surf der Hamburger um Kante-Gitarristen Felix Müller.

Für die meisten der Anwesenden kam dann schon die ersehnte Geburtstagstorte: Sophia, sprich der sich in weiße Schale geworfene Proper-Sheppard und seine fünf schwarz gekleideten Begleiter. Die jungen Mädchen mit ihren noch jüngeren Freundinnen in der ersten Reihe und ein für Sophia-Konzerte nicht zuträgliches, weil ungemein geschwätziges Publikum zeigten ein weiteres Mal, dass diese Band mittlerweile auch im Mainstream Anhänger gefunden hat, für den alten Fan aber nach wie vor in kleine, dunkle und mit Sprechverbot versehene Clubs gehört. Nach einer zu sehr ausgedehnten Pause kam der Sympath und vermutliche Publikumspreisgewinner des Abends auf die Bühne: Peter Licht. Ein auf Umzugskartons eindreschender Schlagzeuger und ein unterhaltsam unverkrampfter Anti-Frontmann bescherten dem bereits etwas ausgedünnten Publikum ein Dauergrinsen. Zu später Stunde traten schließlich die Augsburger Anajo ihr schweres Los an: ein Großteil der Gäste(liste) war bereits auf dem Heimweg oder in den Federn, was die Drei herzlich wenig scherte, legten sie sich doch mächtig in ihr Popzeug und beglückten damit ihre kleine, tanzende Fanschar.

Im Übrigen sei jedem noch nahe gelegt, einen Blick in die allererste INTRO-Ausgabe vom Dezember 1991 zu werfen, was via nebenstehenden Link getan werden kann. Das nostalgische Schmökern in dieser, damals im niedersächsischen Nowhere names Dratum von musikbegeisterten Jugendlichen gebastelten Herzensangelegenheit lohnt sich sehr und zeigt, dass sich bei diesem Magazin in all den Jahren so Einiges getan hat. Gratulation! (bb)

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Pop-Kick
"Über Sex kann man nur auf englisch singen", sangen Tocotronic einst. Über Fußball kann man aber auch auf deutsch singen, wie Thees Uhlmann beweist.