Wie war´s denn eigentlich bei ... Hot Chip?

Panik in der Disco am Vorabend der Popkomm

Okay, das Wortspiel mit dem "Hot Shit" ist langsam durch. Aber spätestens seit ihrem gestrigen Auftritt fühlt man sich genötigt, es immer wieder in jedem Text über Hot Chip zu platzieren.

Bereits vor einiger Zeit, in einem Berliner Club, deutete sich an: oha, das kann groß werden. Rund ein dreiviertel Jahr später, gestern, nach dem Auftakt in der Haupstadt zur Tour durch Deutschland und rund vier Monate nach dem Erscheinen des zweiten Albums "The Warning" wusste man endgültig: oha, das ist wirklich groß.

Doch anscheinend hatte sich die Kunde von der englischen Band, die mit ihren Synthiezisern auf dem Rücken auzog, der Welt das Tanzen zu lehren, schon lange im Vorfeld herumgesprochen. Denn das "Lido" war ausverkauft. Man tanzte sich auf den Füßen, ekstatische Euphorie bei allen Beteiligten. Dem ist zu entnehmen, das Hot Chip gestern gar nichts, aber auch wirklich gar nichts falsch gemacht haben. Nicht nur die extended Version ihrer aktuellen Single "Boy From School" beeindruckte und auch das Finale ihres in kürzester Zeit zum Club-Klassiker avancierten "Over An Over" war sicherlich großartig; was Hot Chip aber wirklich adelt, ist der Umstand, dass auch ihre Tracks vom ersten Album ohne Abstriche ins Set passten, ja sogar neue Stücke, die selbst den Hot-Chip-Spezialisten unbekannt waren, ging dem Publikum in Kopf und Beine wie dem Radsportler sein Epo ins Blut. No Fillers, just Killers. Und das in einer Location, die nicht gerade prädestiniert ist für Club-Sound.
Rund 70 Minuten reichten Hot Chip also, um großartig vorzulegen: da müssen The Rapture, die heute ebenfalls im Berliner "Lido" auftreten, ziemlich nachziehen um das Niveau zu halten. Mehr dazu morgen an gleicher Stelle. (js)

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