Wie war's eigentlich beim Eurosonic Festival 2014?

Die hoffnungsvollsten Newcomer 2014 im Schnelldurchlauf

Im niederländischen Groningen findet jedes Jahr im Januar das erste wichtige Festival des Jahres statt. Wir haben uns drei Nächte um die Ohren geschlagen, viele Bands gesehen, einige viel versprechend, und einige Erkenntnisse gewonnen.

337 Bands auf 36 Bühnen – Bei so einem Angebot muss jeder Bericht über das Eurosonic Festival rudimentär bleiben. Statt einer chronologischen Aufarbeitung stellen wir euch lieber die Tops und Flops des Festivals vor:

Obwohl viele Bands auf dem Eurosonic am Anfang stehen, ist der technische Aufwand der meisten Bands enorm. Wer heutzutage kein Multi-Instrumentalist ist und keine Visuals an Bord hat, scheint keine Chance mehr zu haben.

Egal ob Claire, Kate Boy oder Jacco Gardner: Überall war die Bühne vollgepackt mit analogen Synthies und Drumpads. Platz zum Bewegen auf der Bühne ist so Mangelware, Kapazitäten für die Interaktion mit dem Publikum blockiert durch den Gedanken an den nächsten Instrumentenwechsel. Wieder andere, wie Sam Smith, wirkten bei ihren Auftritten sichtlich gehemmt und ließen sich durch die hohe Fluktuation bei den Gigs des Festivals aus der Ruhe bringen.

Wie es anders geht, zeigten Drenge und George Ezra. Mit minimalem Equipment holten beide Acts das Maximale aus ihren Auftritten heraus und bleiben länger im Gedächtnis als die vielen, vielen Electro-Pop-Acts wie Postiljonen, die in Groningen auftraten.

Drenge – Face Like A Skull

Obwohl Jungle zu den Bands zu zählen sind, die sich eher zu viele Instrumente zumuten, war ihr Auftritt einer der besten des Festivals: Neo-Soul, gespielt von einer Truppe englischer Lads, die 2014 den Sound des Sommers liefern könnten.

Jungle – The Heat

Den souveränsten Eindruck des Festivals hinterließ mit den Wild Beasts eine Band, die demnächst ihr viertes Album veröffentlicht und bei einem Newcomer-Festival fehl am Platz ist. Gerade deshalb war ihr Auftritt wohltuend professionell ohne dabei kühl oder uncharmant zu wirken.

Wild Beasts – Mecca (Live @ Eurosonic)

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