"Wir sind die Welle": Netflix wird mit deutscher Produktion politisch

Drama-Serie interpretiert Bestseller „Die Welle“ neu

Es könnte die nächste erfolgreiche deutsche Serie nach "Dark" auf dem Streaming-Dienst Netflix werden: "Wir sind die Welle" erzählt die Geschichte des Bestsellers "Die Welle" von Morton Rhue neu.

Das Buch "Die Welle" ist etablierte Schullektüre und wurde 2008 bereits mit Frederick Lau ("Victoria") und Jürgen Vogel ("Das Leben ist eine Baustelle") verfilmt: Die am 1. November 2019 erscheinende Netflix-Produktion interpretiert die Geschichte um ein Sozialexperiment an einer Schule neu. Im Original testet ein Lehrer anhand einer gegründeten "Bewegung" das Verhalten seiner Schüler und erklärt so wie es zu einem totalitären System wie dem Nationalsozialismus kommen kann.

Die neue Serie kommt ohne den Anstoß eines Lehrers aus, sie spielt im Heute und sorgt mit Anspielungen wie auf die Partei "NfD"“, die in Logo und Schriftzug natürlich auf die AfD hinweist, auf reale aktuelle politische Ereignisse. Die Jugendlichen in "Wir sind die Welle" entwickeln dabei eine Bewegung, die in die in die Linksradikalisierung mündet.

Trailer: Netflix – Wir sind die Welle

"Wir sind die Welle" wird mit diesem neuen Fokus sicherlich für Diskussionen sorgen: Da momentan rechtsextreme Gewalt in Deutschland weit mehr problematisch ist, wird hier nun linker Extremismus als Gefahrenpotential inszeniert. Oder auch nicht? Wie letztendlich mit dem brisanten Thema Extremismus gespielt wird, sehen wir ab dem 1. November 2019 auf Netflix.

Produziert wurde die Serie von Christian Becker, die Schauspieler sind viele neue unverbrauchte Gesichter, nur Luise Befort ist durch ihre Rolle in "Club der roten Bänder“ bereits relativ bekannt.

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