In Zukunft nur noch digital

Ash wollen keine Alben, sondern nur noch digitale Singles veröffentlichen

Trennungsgerüchte machten sich jüngst ein weiteres Mal rund um die irische Band Ash breit. Nicht ganz unbegründet rumorte es, hatte Sänger Tim Wheeler doch bei einem Konzert den „letzten Song unseres letzten Albums" angekündigt. Was nach Bandauflösung klingt, war aber die Beschreibung einer grundsätzlichen Entscheidung und Veröffentlichungsphilosophie: Zukünftig wird es nur noch digitale Singles von Ash geben.

Auch wenn das dieser Tage erscheinende Ash-Album ?Twilight Of The Innocents? ihr letztes sein soll, will die Band sich von allen Mutmaßungen über einen Split der Band distanzieren. Vielmehr ist es so, dass Ash für die Zukunft umgeplant haben.

Sie wollen Abstand vom traditionellen Albumgedanken nehmen und stattdessen zu regelmäßigen digitalen Single-Veröffentlichungen übergehen. Man wolle sich damit dem digitalen Zeitalter anpassen, erklärt Sänger Tim Wheeler: ?Die Art, wie Leute Musik hören, hat sich mit dem Aufkommen der Download-Möglichkeiten verändert; die Gewichtung hat sich wieder in Richtung Single umgekehrt. [?] Wenn du ein Album machst, dann liegen sechs Monate zwischen dem Ende der Aufnahmen und ihrer Veröffentlichung. Wenn wir diesen Prozess hinter uns lassen, können wir viel spontaner und kreativer sein. Wir haben unser eigenes Studio in New York. Wir können dort etwas aufnehmen und es am nächsten Tag veröffentlichen."

Sicher werden viele Künstler zukünftig diesen Weg gehen (müssen), manche aber auch noch einmal darüber schlafen (wollen). So hatten ja auch Franz Ferdinand vor etwa einem Jahr einmal kundgegeben, in Zukunft von herkömmlichen Albenaufnahmen und entsprechenden Releases Abstand zu nehmen. Ein Idee, die sich relativ fix wieder in Luft auflöste, arbeiten die vier Schotten doch derzeit im Studio an ihrem dritten Longplayer. Man wird sehen, was Ash in einem Jahr von sich geben. (bb)

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