Zukunftsmusik: MP3 im Abonnement

Musikmesse Midem: Einzelne Downloads sind ein überholtes Vertriebsmodell

Vom 23. bis 27. Januar tagt derzeit in Cannes die Musikmesse „Midem 2005 – The International Music Market“. Die anwesenden Musikexperten sind sich in einem Punkt einig: "Musikdownloads sind ein altmodisches Geschäftsmodell, Abonnementdiensten gehört die Zukunft".

So wird in aktuellen Presseberichten der Napster-Manager Brad Duea zitiert, der in diesem Zusammenhang für Ende 2005 ankündigte, dass Napster voraussichtlich gegen Jahresende auch in Deutschland starten werde. Fortan wird dabei auf den Musikvertrieb im Abonnement gesetzt. "Mit dem Abo-Modell bindet man Kunden langfristig und hat eine sichere Einnahmequelle?, führt Duea weiter aus. In den USA wird Napster-Kunden für ein monatliches Entgeld zwischen 10 bis 15 Dollar bereits Zugriff auf ca. eine Million Songs ermöglicht. Diese können am PC gehört werden und sollen bald schon dank des geplanten Services ?Napster-to-go? auch auf mobile Player übertragen werden können.

Thomas Hesse von Sony BMG spricht das aus, worüber sich viele User schon lange einig sind: 99 Cent für einen Song sei nicht das Modell der Zukunft. Was den Kunden zu teuer ist, sei aus der Perspektive der Musikindustrie trotzdem noch nicht einmal profitabel: "Mit den derzeit üblichen 99 Cents pro Song kann keiner von uns Geld verdienen", so Hesse. Erst wenn der Onlinemarkt weiter wachse ? z.B. durch die Verbreitung von Abo-Diensten ? könnten die Preise sinken und sich das Geschäft mit den Downloads im wahrsten Sinne des Wortes für alle Beteiligten auszahlen.

Im vergangenen Jahr haben bezahlte Downloads ein Marktvolumen von ca. 330 Millionen Dollar erwirtschaftet; das entspricht in etwa 200 Millionen Songdownloads. Momentan liegt der Marktteil für den Musikvertrieb via Internet bei knapp zwei Prozent des weltweiten Musikgeschäfts. Optimistische Experten sehen diesen Wert im Jahre 2009 bereits bei satten 25 Prozent. (js)

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