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Mwita Mataro verbindet auf „Austrodrama“ Rock, Pop und die Suche nach Identität

Mwita_C_Foto_Copyright_by_Gabriel_Hyden

Auf seinem Debütalbum beschäftigt sich der Wiener Musiker mit Zugehörigkeit, Liebe, Diskriminierung und gesellschaftlichen Widersprüchen. Zwölf Songs verbinden eingängige Rockmusik mit persönlichen und politischen Themen.

Mit treibenden Gitarren, eingängigen Hooks und großen Refrains eröffnet Mwita Mataro sein Debütalbum Austrodrama. Gleich der erste Song „Grüße Sie“, den der Wiener Musiker gemeinsam mit Manu von Wanda geschrieben hat, gibt die musikalische Richtung vor. Mit „Geteiltes Leid“ legt Mataro unmittelbar nach und hält das Tempo hoch. Doch hinter der energiegeladenen Mischung aus Rock und Pop steckt mehr als der Wunsch nach guter Unterhaltung.

Austrodrama ist als Konzeptalbum angelegt und beschäftigt sich mit der Suche nach der eigenen Identität, nach Liebe und persönlichen Überzeugungen. Mataro hinterfragt dabei nicht nur sich selbst, sondern auch die Gesellschaft, in der er lebt. Die zwölf Songs bewegen sich thematisch durch Politik, Romantik, Alltag, Diskriminierung, Glück, Wut und Trauer.

Eine besondere Rolle spielt dabei Österreich. Als Schwarzer Österreicher setzt sich Mataro mit Fragen nach Zugehörigkeit und gesellschaftlichen Widersprüchen auseinander. Persönliche Erfahrungen treffen auf politische Beobachtungen und die Frage, wie sich eine eigene Identität innerhalb einer Gesellschaft entwickelt, die immer wieder Grenzen zwischen Menschen zieht.

Musikalisch ist Mataro längst kein Unbekannter. Über mehrere Jahre war er Teil der englischsprachigen Indie-Band At Pavillon, die unter anderem durch ihre Präsenz beim österreichischen Radiosender FM4 Aufmerksamkeit erhielt. Mit Austrodrama richtet er seinen musikalischen Blick nun stärker auf persönliche Geschichten und gesellschaftspolitische Themen.

Dass ihn Fragen nach Identität und Zugehörigkeit schon länger beschäftigen, zeigte auch seine autobiografische Dokumentation Austroschwarz. Der Film erschien 2025 und erreichte in Österreich mehr als 10.000 Kinobesucherinnen und Kinobesucher. Darin setzte sich Mataro mit seinen Erfahrungen als Schwarzer Österreicher auseinander.

Diese Beschäftigung findet auf Austrodrama eine musikalische Fortsetzung. Dabei setzt Mataro nicht ausschließlich auf nachdenkliche Töne. Songs wie „Grüße Sie“ oder „Geteiltes Leid“ verbinden gesellschaftliche Themen mit einem direkten Rocksound und eingängigen Melodien.

Mit „Magdalena“ findet sich außerdem ein Stück auf dem Album, das bereits bei Livekonzerten für besonders viel Resonanz gesorgt hat. Der Song zeigt eine weitere Seite von Mataros Musik, in der poppige Melodien und große Refrains eine zentrale Rolle spielen.

Austrodrama verbindet damit unterschiedliche Facetten von Mwita Mataros bisheriger Arbeit. Die Energie seiner Indie-Rock-Vergangenheit trifft auf die persönliche und politische Auseinandersetzung, die bereits seinen Film Austroschwarz geprägt hat. Im Mittelpunkt steht ein Musiker, der seine eigene Geschichte erzählt und dabei immer wieder den Blick auf das Österreich der Gegenwart richtet.

Live
09.03.27 Freiburg – Slow Club
10.03.27 Hamburg – Molotow
11.03.27 Berlin – LARK
12.03.27 Augsburg – Provino Club
14.03.27 München – Substanz

Mwita Mataro by_Gabriel_Hyden