TONSPION TIPP

Die 50 besten Netflix Serien: Empfehlungen der Redaktion

Unsere Netflix Charts und die wichtigsten Serien im Überblick

Die besten Netflix Serien in einem Ranking und Empfehlungen der Redaktion. Außerdem: Neu auf Netflix diesen Monat.

▹ Die besten Netflix Filme

▹ Die besten Amazon Serien

Aktuell zählt Netflix ca. 140 Millionen zahlende Abonnenten - ein Ende des Hypes wird also noch etwas auf sich warten lassen. Streaming ist das neue TV. Um den Überblick zu behalten, welche Netflix Serien besonders empfehlenswert sind, schauen wir uns gemeinsam mit unseren Nutzern alle Produktionen an und wählen jeden Monat die besten Netflix Serien für dich aus. Das Leben ist schließlich zu kurz, seine Zeit mit öden Serien zu verplempern.

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Neu auf Netflix im August 2020

* Empfehlung der Redaktion

Neue Serien auf Netflix im August

„Arrow“ Staffel 7 (Superheldenserie) ab 1. August 2020

„The Rain“ Staffel 3 (Science-Fiction-Serie) ab 6. August 2020

„Greenleaf“ Staffel 5 (Romantische Serie) ab 12. August 2020

„RIDE ON TIME“ Staffel 2 (Serie) ab 13. August 2020

„Teenage Bounty Hunters“ (Teenie-Serie) ab 14. August 2020

„3%“ Staffel 4 (Science-Fiction-Serie) ab 14. August 2020

„Dirty John: Die Geschichte von Betty Broderick“ (Thriller-Serie) ab 14. August 2020

„Der Jahrhundertraub“ (Krimi-Serie) ab 14. August 2020

„Rita“ Staffel 5 (Romantische Serie) ab 15. August 2020

„Cuckoo“ Staffel 5 (Comedy-Serie) ab 15. August 2020

„Biohackers“ (Deutsche Thriller-Serie) ab 20. August 2020

„Hoops“ (Comedy-Serie) ab 21. August 2020

„Diebische Elstern“ Staffel 2 (Teenie-Serie) ab 25. August 2020

„Cobra Kai“ Staffel 1 und 2 (Sport-Serie) ab 26. August 2020

Die Tonspion Netflix Serien Charts (Stand: August 2020)

In unserer Top 10 findet ihr die aktuell beliebtesten populärsten Netflix Serien in Deutschland. (Quelle: Netflix)

Platz 1 - How to sell drugs online (fast)

Platz 2 - Cursed

Platz 3 - Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbechen

Platz 4 - Suits

Platz 5 - Slenderman

Platz 6 - Blacklist

Platz 7 - The Equalizer 2

Platz 8 - Modern Family

Platz 9 - The Old Guard

Platz 10 - Dark

Die besten Netflix Serien im Überblick

Im Folgenden seht ihr die Netflix Empfehlungen der Redaktion, über die wir jeden Monat neu abstimmen. 

How To Sell Drugs Online (Fast)

Die Story dieser deutschen Serie mit dem vielversprechenden Titel orientiert sich grob am medienwirksamen Darknet-Drogenhandel-Fall rund um "Shiny Flakes". Zu ernst wird das Thema aber nicht behandelt und ernsthafte Tipps für's Darknet bekommt ihr hier auch nicht. Mit jeweils sechs Folgen sind die ersten beiden Staffeln zwar etwas kurz geraten, der Erfolg macht jedoch Hoffnung, dass schnell weitere Staffeln folgen werden.


Dark

Wie man eine Netflix-Produktion an die Wand fährt, hat kürzlich eindrucksvoll "Dogs Of Berlin" bewiesen. Da hat die erste deutsche Netflix Serie ihren Job wesentlich besser gemacht. "Dark" kommt dabei heraus, wenn "Stranger Things", "Zurück in die Zukunft" und "Twin Peaks" eine deutsche Kleinstadt als Setting erhalten. 


Dead To Me

Eine sehenswerte Serie über zwei ungleiche Frauen, die sich nach zahlreichen Schicksalsschlägen in einer Selbsthilfegruppe kennenlernen und anfreunden. Die als "Dumpfbacke" Kelly Bundy bekannt gewordene Christina Applegate zeigt sich in "Dead To Me" von einer ganz anderen Seite in dieser tiefschwarzen Komödie.


You - Du wirst mich lieben

Im Mittelpunkt der Serie steht der New Yorker Buchhändler Joe Goldberg, der Geschäftsführer des Buchladens Mooney’s ist. Eines Tages betritt eine Kundin namens Guinevere Beck seinen Laden.

Joe verliebt sich in sie und beginnt sie zu stalken. Um an sie heranzukommen, schreckt er sogar nicht davor zurück, ihren Freund aus dem Weg zu räumen. Doch dabei soll es nicht bleiben... Eine der sehenswertesten Netflix Serien basiert auf dem gleichnamigen Roman von Caroline Kepnes.


Better Call Saul

Gibt es eine undankbarere Aufgabe, als einen Nachfolger zu "Breaking Bad" zu erschaffen, der Fans und Kritiker gleichermaßen zufrieden stimmt? Vermutlich nicht. Vince Gilligan hat sich der Aufgabe dennoch gestellt und beweist mittlerweile schon mit der 4. Staffel, dass es möglich ist. Die Vorgeschichte des Anwalts Jimmy McGill alias Saul Goodman wird so tragisch-komisch und in einem ganz eigenen Stil erzählt, dass man kaum verstehen kann, wie diese Figur jemals nur eine Nebenrolle sein konnte.

Selbstverständlich zehrt "Better Call Saul" immer von der ursprünglichen Strahlkraft seines Vorbilds, dennoch steht die Serie mittlerweile auf eigenen Beinen und hat sich  dank der grandiosen Besetzung (teilweise bereits bekannt aus Breaking Bad) zu einem ganz eigenen Highlight mit eigenem, wiedererkennbaren Stil entwickelt. 


Pose

Die Serie über die New Yorker Ballroom-Szene der 80er Jahre, der Madonna mit ihrem vielleicht größten Song "Vogue" ein Denkmal setzte, zeigt die Geschichte von ausgestoßenen Jugendlichen, die sich zusammen schließen und neue Familien gründen, die in "Houses" organisiert sind und im Ballroom gegeneinander antreten. Außerhalb des Ballrooms zeigt es das harte Leben einer schwulen Generation, deren Leben durch AIDS ständig bedroht war. In diesem Spannungsfeld zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt setzt "Pose" ein starkes Zeichen gegen Homo- und Transphobie und die Ausgrenzung von Minderheiten. Die Hauptrollen werden fast ausnahmslos von transsexuellen Frauen verkörpert. Hauptdarsteller Billy Porter erhielt für seine exzentrische Darstellung des MCs Pray Tell als erster schwarzer schwuler Mann einen Emmy.


Sex Education

Wer hätte gedacht, dass Sexualkunde mal zum unterhaltsamsten gehört, was die Serienwelt zu bieten hat? Als Sohn einer bindungsunfähigen Sextherapeutin (grandios gespielt von Akte X-Star Gillian Anderson) ist Otis Milburn zwar bestens informiert, hat aber selbst mit so einigen peinlichen Problemen zu kämpfen. Seine Freundin Maeve entwirft hingenen einen Plan, wie sich in der Kleinstadt Geld mit Otis' Sex-Wissen verdienen lässt.

Die Netflix Serie "Sex Education" gelingt ein sehr unterhaltsamer Mix aus Unsinn und Ernsthaftigkeit und ist dabei - nicht nur wegen des hervorragenden Soundtracks - wesentlich erwachsener, als es der Titel vielleicht vermuten lässt. Eine Serie für Jugendliche und deren Eltern gleichermaßen - und der perfekte Anlass, einfach mal ganz offen über Sex zu sprechen.


Haus des Geldes

Die spanische Netflix-Serie "Haus des Geldes" im Heist-Movie-Stil hat sich innerhalb kürzester Zeit zum Fanliebling entwickelt und bereits nach der ersten Staffel einen spürbaren Einfluss auf die Popkultur. Immerhin können die Masken der Serie bereits als inoffizieller Nachfolger der Guy-Fawkes-Maske gewertet werden. Allerdings wiederholen die folgenden Staffeln nur noch das altbekannte Schema der bunt zusammengewürfelten Gangsterbande. 


Ozark

"Der Wolf im Schafspelz" hat wohl selten besser gepasst als bei dieser Netflix Serie. 500 Millionen US-Dollar in fünf Jahren zu waschen - vor dieser Aufgabe steht Marty Byrde nachdem er sich mit der Drogenmafia eingelassen hat. Nach seiner Flucht in das Ozark-Gebiet muss er jedoch schnell feststellen, dass die Geldwäsche schnell nicht mehr das einzige Problem ist. "Ozark" tarnt sich zunächst als Standardunterhaltung und abgeschwächte Form von "Breaking Bad", entfaltet jedoch bereits nach wenigen Folgen seine komplette Schlagkraft. 


The Politician

Der Schüler Payton Hobart hat eine Mission: er will US-Präsident werden. Seine Karriere ist minutiös geplant und beginnt mit der Wahl zum Schülersprecher. Doch selbst bei dieser ersten Hürde stolpert der ambitionierte Schüler über das echte Leben. Die Serie stammt von den Machern von "Glee" und ist eine unterhaltsam gemachte Polit-Satire nicht nur für Fans von Highschool-Musicals. Hauptdarsteller Ben Platt (27) ist ein preisgekrönter Broadway-Darsteller und Songwriter und bekommt in der Serie natürlich auch den ein oder anderen musikalischen Auftritt.

"The Politician" zeigt vor allem in der 2. Staffel den Konflikt zwischen alteingesessenen Politik und der neuen Generation, die längst weiß, dass diese Politik unsere Zukunft verspielt. Ob Payton noch rechtzeitig sein Ziel erreicht? Zumindest in der Serie ist das im Bereich des Möglichen.


Tiger King

Die Geschichte dieser Doku-Serie könnte sich kein Comedy-Schreiber besser ausdenken: sie zeigt die wahre Geschichte des schrillen Außenseiters Joe Exotic, der als Waffennarr und Raubtierbesitzer gegen die Tierschützerin Carole Baskin kämpft und schließlich im Knast landet. Die schrägen Weltansichten der Protagonisten jagen einem eiskalte Schauer über den Rücken.


Tote Mädchen lügen nicht

Proteste von Jugendschützern und angeblich erhöhte Selbstmordraten nach Ausstrahlung: "13 Reasons Why" hat von Anfang an für viel mediale Aufmerksamkeit gesorgt. Und tatsächlich dürfte man dieser Serie - trotz jugendlicher Aufmachung - gut und gerne mit einer Altersbeschränkung versehen. Die Serie spricht wichtige Themen an ohne etwas zu beschönigen, kann aber vor allem auf junge Zuschauer einen ungeahnten Einfluss haben. 


Breaking Bad

Muss man zu "Breaking Bad" wirklich noch viel sagen? Die Serie rund um Walter White dürfte einer der Hautpgründe für den massiven Serienhype der vergangenen Jahre sein und wird von vielen Fans auch über 10 Jahre nach der Erstausstrahlung noch ungefochten als beste Serie aller Zeiten angesehen. Eins steht fest: eine Serie mit der Atmosphäre und dem Einfluss von "Breaking Bad" wird es so schnell nicht mehr geben.

Mittlerweile ist der Netflix-Film "El Camino - A Breaking Bad Movie" mit Aaron Paul in der Hauptrolle erschienen, der die Geschichte nochmal ein bisschen weiterspinnt, aber nicht an den Erfolg der Kult-Serie anschließen konnte.

Die Vorgeschichte des windigen Mafia-Anwalts Saul Goodman gibt's derzeit unter dem Titel "Better Call Saul" zu sehen. Viele Breaking Bad-Charaktere tauchen dort auch wieder auf.


Prison Break

Selten waren die Rufe nach einem Serien-Revival so laut, wie im Fall von Prison Break. Das könnte wohl auch damit zusammenhängen, dass viele Fans mit dem ursprünglichen Serienfinale nicht so ganz glücklich waren. Und so wurde tatsächlich acht Jahre später noch eine fünfte Staffel nachgereicht. 


Élite

In der spanischen Serie "Élite" verschlägt es drei Schüler durch Stipendien an eine Elite-Schule, an der ein Mord geschieht. Die Serie hat einiges von "Gossip Girl", geht aber wesentlich tiefer und bleibt dadurch spannend. Mit dabei sind die beiden Publikumslieblinge Rio und Denver aus der Erfolsserie "Haus des Geldes".


Stranger Things

In den letzten 2,5 Jahren dürfte wohl niemand an der Geschichte rund um Mike, Dustin, Lucas, Will und Elfi vorbeigekommen sein. Eine starke Rollenbesetzung, jede Menge Nostalgie und der gekonnte Umgang mit Referenzen, Anspielungen und bewussten Klischees hat dazu geführt, dass diese Serie in fast jeder Altersgruppe funktioniert.
Die 4. Staffel von „Stranger Things“ wird 2020 gedreht und dürfte wohl frühestens Ende 2020 zu sehen sein.


Sherlock

Zeig mir deine Lieblingsserie und ich sag dir, wer du bist. In seiner Rolle als Sherlock könnte Benedict Cumberbatch diese Liste wohl überflüssig machen und euch anhand eures Blicks bereits vier perfekte Serien aufzählen. Dass "Sherlock" mttlerweile zur beliebtesten Holmes-Verfilmung geworden ist und dabei auch Robert Downey Jr. den Rang abgelaufen hat, ist kein Zufall: so viel Liebe zum Detail, Charme und durchdachte Erzählstruktur findet man schlichtweg zu selten. 


Black Mirror

Zuletzt hat "Black Mirror" mit dem interaktiven "Bandersnatch"-Film für viel Aufregung gesorgt. Diesen Hype hat sich die Serie jedoch auch über Jahre hinweg schwer erarbeitet. Jede Folge eine andere Story, ein neues Setting, neue Schauspieler und zumeist eine grandiose Idee. "Black Mirror" funktioniert zwar nicht wie eine klassische, zusammenhängende Serie, baut jedoch auf ganz andere Art eine Zuschauerbindung auf.

Im Mittelpunkt jeder Folge steht ein technisches oder soziales Zukunftsszenario. Und besonders interessant wird es dann, wenn man als Zuschauer bemerkt, dass diese fernen Dystopien eigentlich schon viel zu nah an unserer Realität kratzen.


The Walking Dead

Schon ein Serien-Klassiker und eine der erfolgreichsten Serien überhaupt. "The Walking Dead" basiert auf dem gleichnamigen Comic: Die Welt ist von einem gehemnisvollen Virus befallen, bei dem Menschen nach ihrem Tod als blutrünstige Zombies auferstehen. Nur wenige Menschen können sich retten und kämpfen in einer verlassenen Welt über 9 Staffeln gegen die Bestien und andere Menschen ums nackte Überleben.

Der TV-Sender AMC, der die Serie produziert, kündigte eine 10. Staffel an, die Ende 2019 zu sehen sein soll. Außerdem ist ein weiteres Spinoff für 2020 geplant, das nicht mehr an die Comic-Vorlage gebunden sein wird. Bei "The Walking Dead" geht es weniger um blutrünstigen Zombie-Trash, als um die elementare Frage: wie wollen und können wir trotz aller Unterschiede auf diesem Planeten mit seinen begrenzten Ressourcen miteinander leben? Wer alleine bleibt, kommt um, wer seine Stärken in einer Gruppe einbringt, überlebt. Eventuell.


Shadowhunters

An filmischen Buchumsetzungen scheiden sich bekanntlich die Geister. Und so hatte auch "Shadowhunters" nach der Vorlage von Cassandra Clares "Chroniken der Unterwelt" von Anfang an kein leichtes Spiel. Mittlerweile wurde die Serie zwar nach drei Staffeln abgesetzt, wenn "ein Hybrid aus Mensch und Engel, der Dämonen bekämpfen soll" für euch nach einem interessanten Hauptcharakter klingt, solltet ihr diese Netflix Serie aber definitiv noch nachholen. 


Sons of Anarchy

Wenn eine Serie als deutlich unterschätzt angesehen werden muss, dann "Sons Of Anarchy". Klar, das Setting mit Motorradclub im Mittelpunkt mag nicht für jedermann ansprechend sein, in Sachen Erzählstruktur und Dramaturgie hätte es diese Serie aber bis heute verdient, in einer Riege mit "Breaking Bad" & Co. genannt zu werden. Oder kennt ihr viele Serien, in denen man zu fast jeder einzelnen Figur eine besondere Beziehung entwickelt.

2018 erschien mit "Mayans MC" ein Spin-Off, mittlerweile haben die Köpfe hinter der Originalserie aber auch bekannt gegeben, an Spin-Offs und Sequels mit dem ursprünglichen Setting zu arbeiten. 


American Horror Story

Horrorfilme und -serien finden nur selten ihren Platz in Toplisten. Dafür beherbergt das Genre schlichtweg zu viel Trash. "American Horror Story" hat bewiesen, wie man mit diesen Vorurteilen umgeht, denn so ganz bekennt sich die Serie nie zum "Horror" im Namen und dessen Klischées. Und wenn doch, dann spielt sie damit. Oder doch nicht? Beschreiben kann man "American Horror Story" nur schwer, hier lohnt es sich wirklich, einfach ein paar Folgen zu schauen und selbst herauszufinden, ob die Serie das richtige für den gemütlichen Sonntag ist. 

Die Besonderheit: jede Staffel erzählt eine neue, unabhängige Geschichte. Die Schauspieler bleiben aber größtenteils die selben. Leider ist das prägende Gesicht der Serie, die Oscar-Preisträgerin Jessica Lange nur bis zur vierten Staffel dabei.


Riverdale

Wer regelmäßig auf Twitter unterwegs ist, dürfte an Riverdale nicht vorbeigekommen sein. Denn ähnlich wie es "Game Of Thrones" mit der finalen Staffel geschafft hat, hat auch die Highschool-Serie innerhalb kürzester Zeit den Unmut vieler Fans auf sich gezogen.

Wer kein Problem mit bizarren Wendungen und einer dicken Portion Übernatürlichkeit hat, findet in Riverdale eine Teenie-Serie, die alles ein bisschen anders macht.


Hollywood

Die erfolglose Schauspielerin Peg Entwistle sprang 1932 vom ikonischen Hollywood Schriftzug am Rande der Traumfabrik. "Hollywood" handelt von der Verfilmung dieses Dramas, das Lana Del Rey bereits in ihrem Song "Lust for Life" verarbeitet hat. Bei den Dreharbeiten wird die Heuchelei von Hollywood bloßgestellt: der Rassismus, der Sexismus und die Ausbeutung junger Menschen mit dem großen Traum zum Star zu werden. "Glee" und "Pose"-Schöpfer Ryan Murphy macht daraus eine opulent ausgestattete, aber am Ende doch etwas zu holzschnittartige Satire auf die angeblich goldene Zeit Hollywoods. Der großartige Cast macht "Hollywood" trotzdem sehenswert, allen voran Big Bang-Star "Sheldon" aka Jim Parsons als schmierig-verklemmter Manager.


Narcos

Betrachtet man die Serie als Ganzes, so hätte "Narcos" seinen Platz auf dieser Liste wohl nicht zwingend verdient. Aber auch wenn die weiteren Staffeln nicht mehr ganz auf dem Top-Niveau spielten, kann die erste Staffel durchaus aus kleines Meisterwerk bezeichnet werden. Atmosphäre, Besetzung, Erzählgeschwindigkeit - hier passt alles zusammen und dürfte deshalb dafür gesorgt haben, dass die meisten von uns die Serie auch in einem Rutsch weggeschaut haben. 

Nachdem der Einfluss der Serie durch Produktionen wie "El Chapo" bereits deutlich wurde, folgt nun auch ein offizieller Nachfolger. "Narcos: Mexico" verabschiedet sich von Pablo Escobar, Kolumbien und Kokain und wirft stattdessen einen Blick auf den Cannabishandel in Guadalajara. 


The Umbrella Academy

Menschen beim Scheitern zuzusehen kann vor allem traurig sein. Es kann aber auch Spaß machen. Ganz besonders, wenn es sich dabei nicht um normale Menschen, sondern um solche mit Superkräften handelt. Luther, Diego, Allison, Klaus, Nummer Fünf, Ben und Vanya machen das, was man mit Superkräften eben so macht: die Welt retten. Oder es zumindest versuchen.

Wer auf schrägen Humor und schräge Typen steht, wird hier gut bedient, auch wenn es manchmal doch sehr albern zugeht in dieser Serie mit Misfits-Darsteller Robert Michael Sheehan.


Fargo

Der Film der Coen-Brüder "Fargo" räumte 1997 alle Preise ab. Die gleichnamige Serie spielt ebenfalls in der Kleinstadt Fargo und handelt wie der Film von außergewöhnlichen Kriminalfällen in der Provinz. Seit der Veröffentlichung der dritten Staffel im April 2017 ist es etwas ruhig um "Fargo" geworden. Dabei handelt es sich doch alleine stilistisch um eine der besten Produktionen, die man bisher auf Netflix zu Gesicht bekommen hat. Die drei Staffeln sind lose miteinander verbunden, jede von ihnen erzählt jedoch eine ganz eigene Geschichte.

Will man "Fargo" mit einem einzigen Wort beschreiben, wäre es wohl "Atmosphäre". Angefangen von der überragenden Rollenbesetzung bis zum einzigartigen Bildstil wurde hierbei darauf geachtet, ein perfektes Gesamtprodukt zu schaffen. Wir warten sehnsüchtig auf eine Fortsetzung. 


Mindhunter

Wer den Namen David Fincher liest, weiß zumindest im Ansatz, womit er es zu tun hat. Im Mittelpunkt seiner neuen Serie steht FBI-Ermittler Holden Ford, der eine neue Profiling-Technik entwickelt und somit die Polizeiarbeit ein Stück weit revolutioniert. "Mindhunter" besticht nicht nur durch gute Atmosphäre und gut geschriebene Charaktere, sondern vor allem auch durch genaue Recherche. Hier fühlt sich wirklich alles nach dem Jahr 1979 an. 


The End Of The F***ing World

Zwei 17-Jährige auf einem Roadtrip - klingt zunächst nicht wirklich nach gutem Serien-Stoff. Wenn sich einer von beiden jedoch für einen astreinen Psychopathen hält und alleine die Dynamik der beiden Hauptcharaktere für Spannung sorgt, sieht es schnell anders aus.

"The End Of The F***ing World" ist ein kleines Meisterwerk in acht Akten à 20 Minuten und beweist eindrucksvoll, dass eine spannende Story und gute Charaktere nicht immer erst über drei Staffeln aufgebaut werden müssen. Und weil die Atmosphäre der ersten Staffel so besonders war, ist man gar nicht so sicher, ob man sich überhaupt auf eine zweite Staffel freuen sollte. 


Peaky Blinders

Dass ein grandioser Hauptdarsteller eine ganze Serie tragen kann, sollte längst kein Geheimnis mehr sein. Und auch wenn Cillian Murphy in seiner Rolle als Tommy Shelby das absolute Highlight darstellt, lebt die Atmosphäre auch hier vom großen Ganzen. Das 20er-Jahre-Setting wirkt unverbraucht und unbekannt.

Die Hauptcharaktere wirken in zu Beginn der Serie zwar beinahe unangenehm unnah- bzw. unangreifbar, zeigen aber im weiteren Verlauf große Schwächen und Abgründe auf. Wer über den anfangs plakativen Mafia-Stil der Serie hinwegsehen kann, wird schon nach kürzester Zeit nicht mehr aus der Welt - und leider auch dem Sprachstil - der Peaky Blinders herauskommen. 


Orange Is The New Black

Sie war eine der ersten großen Netflix Serien und kann auch nach sechs Staffeln noch eine beachtlichte Fanbase vorweisen. Klar, nach all den Folgen kann "OITNB" nicht mehr die ganz großen Innovationen vorweisen - das Leben im Gefängnis ist irgendwann auserzählt -, hat sich seinen ganz besonderen Charme aber immer beibehalten. Die Macher haben wohl nun auch erkannt, dass Piper Chapman & Co. ihre Zeit abgesessen haben und beenden die Serie nach der siebten Staffel. "Orange Is The New Black" ist mitverantwortlich dafür, dass eine solche Liste überhaupt existiert. 


Chilling Adventures Of Sabrina

Neuauflagen können tatsächlich funktionieren - das hat "Chilling Adventures of Sabrina" mittlerweile bewiesen. Das liegt aber auch maßgeblich daran, dass die Netflix Serie, abgesehen vom grundsätzlichen Setting, mit der 90er Sitcom "Sabrina – Total Verhext" recht wenig zu tun hat. Es geht düsterer zu und insgesamt steht der moderne Look der Thematik überraschend gut. In einer Sache müssen wir den "Wie könnt ihr nur?"-Schreiern jedoch recht geben: Kater Salem spricht nicht. Wie könnt ihr nur?


Atypical

Hier ist der Name Programm. "Atypical" erfindet das Serien-Rad gewiss nicht neu, macht aber eben alles ein bisschen anders. Im Mittelpunkt steht der 18-jährige Autist Sam und dessen Probleme. Dadurch, dass sich die Ernsthaftigkeit und der Humor immer die Waage halten, wird ein ungewöhnliches Thema zur interessanten Grundlage für eine Serie. Serienschöpferin ist Robia Rashid, die manchen wohl durch ihren Erfolg mit "How I Met Your Mother" ein Begriff sein dürfte.


Sense8

Die abrupte Einstellung der Produktion und der damit verbundene Fan-Aufstand lassen oftmals in Vergessenheit geraten, dass die beiden Staffeln von Sense8 zu den absoluten Highlights auf Netflix gehören. Die Wachowski-Schwestern haben hier ein Sci-Fi-Modell entwickelt, welches sich nah genug an der Realität orientiert um den Zuschauer emotional zu berühren, gleichzeitig durch ein übernatürliches Element diese emotionale Verbundenheit immer wieder infrage stellt. Eine moderne Sci-Fi-Interpretation, die glücklicherweise noch ihren verdienten, würdigen Abschluss bekommen hat. 


Pretty Little Liars

Eine verschwundene Freundin, seltsame Nachrichten und eine mysteriöse Person namens "A". Mehr muss man zunächst nicht wissen, um auf die sieben Staffeln von "Pretty Little Liars" vorbereitet zu sein. Man könnte die Serie wohl auch als "Desperate Housewives" für Jugendliche bezeichnen. Nachdem die Serie 2017 beendet wurde, steht seit 2019 das erste Spin-Off bereit. 


The Kominsky Method

Der seit Jahren erfolglose Hollywood-Schauspieler Sandy Kominsky (Michael Douglas) schlägt sich als Coach für Schauspiel-Amateure durch. Gemeinsam mit seinem Agenten Norman Newlander muss er im Alter mehrere Schicksalsschläge meistern und lässt sich trotzdem nicht unterkriegen. Eine außergewöhnliche Charakterrolle für Michael Douglas und eine gefühlvoll-komische Auseinandersetzung mit dem Altwerden.


Grace & Frankie

Die neuen "Golden Girls" Jane Fona (82) und Lily Tomlin (80) werden in dieser Sitcom notgedrungen beste Freundinnen, als ihre langjährigen Ehemänner ein schwules Coming-Out hinlegen. Das ungleiche Paar hat mit ihren schrecklich netten Familien zahlreiche Hürden zu überwinden und zeigt auf höchst unterhaltsame Art, dass man auch im hohen Alter nochmal komplett neu durchstarten kann.


The Witcher

Kaum ist Game Of Thrones vorbei buhlt die nächste Fantasy-Saga um die Aufmerksamkeit der Netflix-Fans. Die düstere Serie basiert auf der Buchvorlage des polnischen Autoren Andrzej Sapkowski und ist wie Game Of Thrones äußerst blutrünstig. 


The Crown

Seit 1952 ist die britische Königin Elisabeth II bereits auf dem Thron und erlebte seither regelmäßig nicht nur private, sondern auch politische ereignisreiche Zeiten: Die Serie von Peter Morgan, der auch den oscargekrönten Film "Die Queen" mit Helen Mirren als Königin verantwortete, präsentiert das Leben der Royals als Drama, jedoch ohne Kitsch und auch mal mit komödiantischen Aspekten. Nach der fünften Staffel wird die vielfach preisgekrönte Serie enden: In den finalen Folgen übernimmt Imelda Staunton ("Downton Abbey", "Harry Potter") die Rolle der Queen. Zuvor spielte Claire Foy die Rolle von Staffel 1-2, seit Staffel 3 ist Olivia Colman (Oscar für "The Favourite") als Königin zu sehen.


Glow

Selten macht eine Serie so viel Spaß wie diese: Die "Glorious Ladies Of Wrestling" gab es in den Achtziger Jahren tatsächlich: Lose basiert die Serie also auf der gleichnamigen US-Show, würzt die Geschichte der erfolglosen Schauspielerinnen aber mit jede Menge Humor, Feminismus und Gesellschaftskritik. Die Serie besticht übrigens nicht nur durch starke Frauen, sondern auch durch einen starken Soundtrack wie unsere Spotify-Liste "GLOW: Glorious Hits aus der Netflix-Serie" zeigt.


Master Of None

Der 30-jährige Schauspieler und Single Dev, gespielt vom Comedian Aziz Ansari, versucht in New York über die Runden zu kommen und den Job und die große Liebe zu finden. Die Serie handelt von seinem alltäglichen, extrem komischen Scheitern. Aziz Ansari gewann für seine vielschichtige Darstellung 2018 einen Golden Globe als bester Serien-Darsteller.


After Life

Idee, Drehbuch und Hauptrolle: Ricky Gervais. Der britische Schauspieler und Comedian ("The Office") spielt einen Journalisten, der sich nach dem Tod seiner Frau, nur noch zu sagen, was er denkt und nur noch machen, was er will. Dabei stößt er mit seiner neuen derben Art all weg, die ihm helfen wollen. Anrührende Tragikomödie, die niemals seicht oder larmoyant wird, dafür viel britischen Humor enthält. Leider hat die zweite Staffel keine echte Entwicklung zu bieten und wiederholt im Grunde nur die grandiose Staffel 1.


Dracula

Diese Miniserie mit drei blutigen Episoden hat Biss: Von den "Sherlock"-Machern in Szene gesetzt, sehen wir wie sich Graf Dracula von 1897 bis 2020 durch die Zeit saugt und ganz nebenbei einen großartigen postmodernen Kommentar zu allem abgibt. Die Serie ist zudem eine Hommage an alte Verfilmungen wie den Hammer-Horror-Klassikern mit Christopher Lee, aber auch eine augenzwinkernde Anspielung auf den klassischen Roman.


Happy!

Die drastisch derbe Serie basiert auf dem gleichnamigen Comic und bezieht auch daraus ihre überzeichnete Optik: Die Handlung ist hahnebüchen wie spannend, denn darin bekommt der alkoholkranke aggressive Ex-Polizist Nick Sax ein blaues, geflügeltes Einhorn namens "Happy" als imaginären Begleiter. Dieses Wesen drängt ihn ein entführtes Mädchen zu finden, das laut ihm seine Tochter ist. "Happy!" ist ein furioser Ritt zwischen Gewaltexzessen, Fantasy-Elementen und Sarkasmus. Die zweite Staffel fällt leider gegen die großartigen ersten Folgen etwas ab.


The Punisher

Die spannende wie brutale Serie baut auf dem gleichnamigen Marvel-Comic auf und darin spielt Jon Bernthal den todbringenden Bestrafer und Rächer: Der Militärveteran und Witwer Frank Castle aka The Punisher geht dabei über Leichen und gerät in eine militärische Verschwörung. Spin-Off zu "Daredevil" wurde trotz Fan-Protesten nach der zweiten Staffel eingestellt.


I Am Not Okay With This

Von den Machern der Erfolgsserie "Stranger Things" und dem Regisseur der Comic-Verfilmung "The End of the F***ing World" stammt auch die Coming-Of-Age-Fantasy-Serie "I Am Not Okay With This". Auch diese Serie ist eine Graphic-Novel-Verfilmung von Charles Forsman, der wohl ein Faible für Geschichten vom pubertierenden Teenies in Ausnahmezuständen hat - siehe "The End of the F***ing World". Die Geschichte der so genannten Dramedy dreht sich um die schüchterne Sydney, gespielt von Sophie Lillis, die die Story mit den Worten loskickt: "Dear Diary, go fuck yourself".


High Score Girl

Die japanische Mangaserie von Rensuke Oshikiri erzählt die Geschichte des jungen besessenen Arcade-Automaten-Videospielers Haruo Yaguchi, der eines Tages von der mysteriösen wie schweigsamen Akira in allen Games besiegt wird. Daraus entsteht die wohl rührendste wie retroromantischste Liebesgeschichte in einer Zeichentrickserie, die zudem ungewöhnlich wie lustig zugleich ist. Gaming-Fans erleben zugleich eine Zeitreise durch die Geschichte der Computerspiele.

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