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LA Priest – Into The Sky (Album 2026)

Sam Eastgate ist unter dem Namen LA Priest für unvorhergesehene Sound-Welten bekannt: Mit „Into The Sky“ veröffentlicht er nun sein viertes Studioalbum, das in Zusammenarbeit mit Alex Ridha alias Boys Noize entstanden ist und so einen direkten und drängenden Dance-Charakter verliehen bekommt.

Ein geheimnisvoll schillerndes Intro mit Störgeräuschen, Glitches und Synthmagie: So beginnt „Into The Sky“ von LA Priest, ein Album das organisch fließt und obskur zusammengebaut ist – denn aus selbstgebastelten Instrumenten – alten polyphonen Synthesizern und einer analogen Drum-Maschine – fließen die Songs geradezu heraus.

Psychedelische pluckernde Synthflächen zwischen „Stranger Things“ und Tangerine Dream, tänzelnder treibender Electropop zwischen Hot Chip und New Order sowie die im Bauch wummernden Basstönen und wärmenden Synthvibes eines DJ Hell oder Johnny Jewels prägen die Songs auf „Into The Sky“ – und das ganze schließlich von Boys Noize fein und fluffig produziert.

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Die Verbindung der beiden reicht weit zurück. Kennengelernt haben sie sich in den frühen Tagen von Eastgates früherer Band Late of the Pier, als beide noch Teenager waren. Diese langjährige Freundschaft bildet die Grundlage für ein Album, das elektronische Clubmusik und den unverwechselbaren wie unvorhersehbaren Stil von LA Priest elegant zusammenführt.

Die Idee für das Album reicht bis in die Zeit des Lockdowns zurück. Damals experimentierte Eastgate mit einer eigenen Interpretation von House-Musik. Als das Projekt immer umfangreicher wurde, legte er es zunächst beiseite. Während einer Reise mit seiner Familie nach Mexiko und Costa Rica entstand stattdessen das Album „Fase Luna“. Erst danach kehrte er zu den ursprünglichen Ideen zurück und entwickelte sie gemeinsam mit Boys Noize zu „Into The Sky“ weiter.

Während die drei Vorgänger „Inji“, „Gene“ und „Fase Luna“ vor allem als experimentelle Klangstudien funktionierten, verfolgt „Into The Sky“ einen direkteren Ansatz. Eastgate beschreibt den Unterschied selbst so, dass seine frühere Musik vor allem den Kopf ansprechen sollte.

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Das neue Material richtet sich bewusst auch an den Körper und versteht sich als tanzbares Album, ohne die charakteristische Handschrift von LA Priest aufzugeben. Songs wie „Into The Sky“ sind zum Beispiel euphorisch energetische Club-Tracks, von Boys Noize glänzend aufpoliert.

Reduktion und Rhythmus umkreisen sich unaufhörlich auf „Into The Sky“, ein Album das sanft groovend und sanft drängend zugleich ist. Entspannte Sounds werden durch spannende Elemente durchbrochen – ein plötzlicher Beat, ein offener Hallraum und minimale Verzerrungen. LA Priest präsentiert uns hier Leichtigkeit in Perfektion – das vielleicht schwerste im Sound.

Biografie LA Priest

LA Priest ist das Soloprojekt des britischen Musikers und Songwriters Samuel Eastgate, der auch unter dem Namen Sam Dust bekannt ist. Bekannt wurde Eastgate zunächst als Sänger und Songwriter der experimentellen Dance-Punk-Band Late of the Pier, die Mitte der 2000er-Jahre mit ihrem einzigen Album „Fantasy Black Channel“ Kultstatus in der britischen Indie-Szene erlangte.

2007 startete Eastgate sein Soloprojekt LA Priest. Seine Musik verbindet Elemente aus Indie-Pop, Funk, Elektronik, Psychedelica und experimenteller Popmusik. Charakteristisch ist seine ungewöhnliche Arbeitsweise: Eastgate entwickelt und baut teilweise selbst elektronische Instrumente und Drumcomputer. Für sein Album „Gene“ (2020) konstruierte er beispielsweise eine eigene modulare Drum Machine aus zahlreichen selbst gefertigten Schaltkreisen.

Mit seiner eigenwilligen Mischung aus analoger Technik, elektronischen Klängen und verspielt-experimentellem Songwriting gilt LA Priest als einer der ungewöhnlichsten Vertreter des britischen Indie-, Electronic- und Art-Pop. Seine Musik verbindet technisches Tüftlertum mit einem ausgeprägten Gespür für schräge, eingängige Melodien.

Diskografie LA Priest

2015: Inji
2020: Gene
2023: Fase Luna
2026: Into The Sky