Auf ihrer zweiten EP beschäftigt sich die norwegische Band mit Frustration, Verbitterung und Wut. Gemeinsam mit Produzent Eirik Marinius Sandvik haben Of All Things ihren Alternative-Rock-Sound weiterentwickelt und setzen verstärkt auf noisige Gitarren und bewusst ungeschliffene Momente
Wie sehr beeinflussen unsere Gefühle die Art, wie wir die Welt wahrnehmen? Mit dieser Frage beschäftigen sich Of All Things auf ihrer zweiten EP A Catalog Of Bitter Ends. Die norwegische Band setzt sich darin mit Frustration, Verbitterung und Wut auseinander und lässt diese Emotionen auch in ihre Musik einfließen. Das Ergebnis ist ein direkterer und rauerer Sound, der sich bewusst von allzu glatten Produktionen entfernt.
Für die Aufnahmen arbeitete die Band mit Produzent Eirik Marinius Sandvik zusammen, der unter anderem durch seine Arbeit mit Slomosa und John Olav Nilsen bekannt ist. Gemeinsam entschieden sie sich dafür, ihren bisherigen Sound aufzubrechen und stärker mit ungeschliffenen Elementen zu experimentieren. Gitarren dürfen lauter und noisiger klingen, während kleine Unvollkommenheiten bewusst Teil der Aufnahmen bleiben.
„Wir mussten unseren eigenen Perfektionismus herausfordern und darauf vertrauen, dass das Ergebnis trotzdem genauso gut sein würde. Wir sind froh, dass wir diesen Schritt gegangen sind“, erklärt die Band über die Entstehung der EP.
Musikalisch bleiben Of All Things ihren Wurzeln im Alternative Rock treu. Einflüsse von Bands wie Kent, Foals und Sonic Youth sind weiterhin wichtige Bezugspunkte. Besonders der noisige Gitarrensound der 90er spielt eine zentrale Rolle, den die Norweger mit eingängigen Melodien und einer melancholischen Grundstimmung verbinden.
Auf A Catalog Of Bitter Ends rücken die raueren Seiten dieser Einflüsse stärker in den Vordergrund. Statt jeden Song bis ins kleinste Detail auszuarbeiten, lässt die Band mehr Raum für spontane und unperfekte Momente. Diese Herangehensweise passt zu den Themen der EP, in denen persönliche Emotionen und die damit verbundenen Wahrnehmungen im Mittelpunkt stehen.
Mit ihrer zweiten EP entwickeln Of All Things ihren bisherigen Sound weiter, ohne ihre musikalischen Wurzeln aus den Augen zu verlieren. A Catalog Of Bitter Ends verbindet die Melancholie und die großen Melodien des Alternative Rock mit einer deutlich raueren Produktion und zeigt eine Band, die bereit ist, ihren eigenen Perfektionismus infrage zu stellen.

