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Lily Allen: So reagiert David Harbour auf ihr Scheidungsalbum

Lily Allen hat auf „West End Girl“ ihre gescheiterte Ehe mit David Harbour („Stranger Things“) mit einer Härte verarbeitet, die einen öffentlichen Rosenkrieg erwarten ließ. Nun hat die Sängerin über die erstaunlich zurückhaltende Reaktion ihres Ex-Mannes gesprochen und dessen Worte als „großzügig“ bezeichnet.

Denn Allen spart auf ihrem fünften Album kaum ein schmutziges Detail aus. Besonders drastisch wird es in „Pussy Palace“. Darin erzählt sie von einer Wohnung ihres Mannes im New Yorker West Village, in der sie offenbar die Spuren eines Doppellebens entdeckt: Briefe anderer Frauen, fremde lange schwarze Haare, Sexspielzeug, Gleitgel und Hunderte Kondome. Schließlich fragt sie: „So am I looking at a sex addict?“ und „How’d I get caught up in your double life?“

Schon der Refrain lässt wenig Raum für Zurückhaltung. Seine Wohnung nennt Allen wiederholt einen „pussy palace“. In „Just Enough“ geht sie noch weiter und fragt ihren Partner, ob er eine andere Frau geschwängert und sie anschließend in eine Klinik begleitet habe.

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Ob diese Szenen tatsächlich genau so stattgefunden haben, bleibt allerdings offen. Allen bezeichnete „West End Girl“ selbst als Mischung aus Fakten und Fiktion, wohl auch um sich juristisch abzusichern. Trotzdem wurde das 2025 veröffentlichte Album weithin als schonungslose öffentliche Abrechnung nach dem Ende ihrer Ehe mit Harbour verstanden.

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Die Sängerin brachte damit zumindest ihre künstlerische Version von Untreue, Lügen und einem mutmaßlichen sexuellen Doppelleben an eine sehr große Öffentlichkeit und ließ ihren Ex in keinem guten Licht dastehen.

Harbour hätte also allen Grund gehabt, seinerseits öffentlich auszupacken oder die Vorwürfe vehement zurückzuweisen. Doch der „Stranger Things“-Star schwieg zunächst monatelang. Erst im Juni 2026 erklärte er gegenüber „Variety“, jeder Künstler habe das Recht, seine Erfahrungen in Kunst zu verwandeln. Er respektiere Allen dafür. Zu den konkreten Anschuldigungen sagte er lediglich: „It wasn’t my experience.“ Sein Privatleben wolle er weiterhin privat halten.

Im Interview mit „The Cut“ reagierte Allen nun auf diese bemerkenswert gelassene Antwort: „I think that was a generous thing for him to say.“ Anschließend fand sie sogar lobende Worte für ihren Ex-Mann, verwies auf dessen beruflichen Erfolg und bezeichnete ihn als „excellent actor“. Zuletzt brillierte Harbour in der Mini-Serie „DTF St. Louis“ an der Seite von Jason Bateman. Geschadet hat seiner Karriere das Skandalalbum also nicht.

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Allen selbst stört sich nach eigener Aussage weniger daran, dass Fans ihre Songs nach autobiografischen Hinweisen durchsuchen. Wenn sie starke Gefühle habe, nutze sie diese für ihre Kunst. Ärgerlich werde es für sie vor allem dann, wenn eindeutig falsche Behauptungen oder alte Gerüchte verbreitet würden. Allerdings ist die britische Singer-Songwriterin an diesen Missverständnissen selbst nicht ganz unschuldig.