Die MTV Video Music Awards 2026 in Los Angeles standen im Zeichen mehrerer Generationen Popgeschichte. Nirvana wurden mit dem Video Vanguard Award ausgezeichnet, Madonna eröffnete die Show, Taylor Swift stellte einen neuen VMA-Rekord auf und Nirvana bekamen 35 Jahre nach „Nevermind“ eine besondere Ehrung.
Die verbliebenen Nirvana-Mitglieder Krist Novoselic, Dave Grohl und Pat Smear nahmen den Video Vanguard Award entgegen. Kurt Cobain, Sänger und Gitarrist der Band, starb 1994.
Überreicht wurde die Auszeichnung von Public-Enemy-Rapper Chuck D. Er würdigte Nirvana als eigenständige und kompromisslose Band, die sich zu ihrer Zeit deutlich vom musikalischen Mainstream abhob. Novoselic erinnerte in seiner Dankesrede an Cobain und erklärte, die Band habe damals nicht damit gerechnet, dass ihre Musik einmal ein derart großes Publikum erreichen würde.
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Dass Nirvana bis heute gehört werden, führte Novoselic auf das anhaltende Bedürfnis nach direkter und unverstellter Musik zurück. In seiner Rede verwies er auch auf die Botschaft von „Come As You Are“, die bis heute eng mit der Band verbunden ist.
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Eröffnet wurde die zweistündige Show im Peacock Theater von Madonna. Gemeinsam mit Sabrina Carpenter präsentierte sie den 2026 erschienenen Song „Bring Your Love“. Später erhielten beide dafür den Preis für die beste Zusammenarbeit. Madonna wurde außerdem als Artist of the Year ausgezeichnet und gewann in der Kategorie Best Dance.
Teil der Eröffnungssequenz war auch Charli xcx, die mit einer überarbeiteten Version von „Danceteria“ auftrat. Die TV-Übertragung begann rund 20 Minuten später als geplant, weil sich zuvor ein NFL-Spiel verzögert hatte.
Musikalisch war die Show wie immer breit aufgestellt und auf maximalen Effekt ausgerichtet. LISA gewann mit „Dream“ featuring Kentaro Sakaguchi den Preis für Best Pop und trat später mit ihrem Hip-Hop-Track „Sawadika“ auf. Raye präsentierte ein Medley, Bruno Mars spielte „Dance With Me“, während Shaboozey zunächst „Cowgirl“ und anschließend gemeinsam mit Gunna den Country-Rap-Track „High Noon“ aufführte.
Sienna Spiro spielte „Great Expectation“ und wurde kurz darauf als Best New Artist ausgezeichnet. Den letzten Auftritt des Abends bestritten GENER8ION und Yung Lean mit einer teilweisen Nachstellung des Musikvideos zu „STORM“. Yung Lean eröffnete die Performance, indem er eine VMA-Trophäe zerschlug.
Mehrere Programmpunkte waren verstorbenen Musikgrößen gewidmet. Kacey Musgraves sang „I Will Always Love You“ als Hommage an Dolly Parton, die im August im Alter von 80 Jahren gestorben war. Auch George Michael wurde zehn Jahre nach seinem Tod mit einem Tribute gewürdigt, angekündigt vom schwulen Country-Sänger Orville Peck. Sombr sang ‚Faith‘ und ‚Father Figure‘, RAYE ‚I Knew You Were Waiting (For Me)‘, Teddy Swims ‚Careless Whisper‘ und Adam Lambert ‚Freedom! ’90‘.
Taylor Swift spielte an diesem Abend zwar eine wichtige Rolle, stand aber nicht allein im Mittelpunkt der Veranstaltung. Sie erhielt erstmals die neu geschaffenen Artist Director Honors und wurde damit zur meist ausgezeichneten Künstlerin in der Geschichte der VMAs. Zuvor hatte sie mit Beyoncé bei jeweils 30 Awards gleichauf gelegen.
Zusätzlich gewann Swift mit „The Fate of Ophelia“ aus dem Album „The Life of a Showgirl“ den Preis für das Video des Jahres. Die Auszeichnung widmete sie Dolly Parton. Während der Show wurde außerdem ihr neues Video zu „Patient Zero“ vorgestellt, bei dem sie selbst Regie führte. Darin sind Colin Farrell und Dakota Johnson zu sehen. Die Bonus EP „The Encore“ zu ihrem letzten Album „The Life of A Showgirl“ hatte im Internet zu massiver Kritik und Häme geführt, da die Songs selbst für viele Swifties sehr schwach geraten waren.
Alle Gewinner der MTV VMA 2026 im Überblick
Video des Jahres: Taylor Swift, „The Fate of Ophelia“
Künstlerin des Jahres: Madonna
Song des Jahres: BTS, „Swim“
Beste neue Künstlerin: Sienna Spiro
Beste Zusammenarbeit: Madonna & Sabrina Carpenter, „Bring Your Love“
Bester Pop-Track: LISA, „Dream“ feat. Kentaro Sakaguchi
Bester Hip-Hop-Track: Cardi B feat. Kehlani, „Safe“
Bester R&B-Track: Bruno Mars, „I Just Might“
Bester Alternative-Track: Olivia Rodrigo, „the cure“
Bester Dance-Track: Madonna, „Confessions II – The Film“
Bester Latin-Track: Bad Bunny, „NUEVAYoL“
Bester K-Pop-Track: BTS, „SWIM“
Bester Country-Track: Ella Langley, „Choosin’ Texas“
Beste Regie: Taylor Swift, „Opalite“
Beste Ausstattung: PinkPantheress, „Stateside + Zara Larsson“
Beste Kamera: Madonna, „Confessions II – The Film“
Bester Schnitt: Sabrina Carpenter, „House Tour“
Beste Choreografie: Madonna, „Confessions II – The Film“
Beste visuelle Effekte: Ariana Grande, „hate that i made you love me“
Beste Gruppe: BTS
Bestes Langformat-Video: Madonna, „Confessions II – The Film“
Bestes Album: Madonna, „Confessions II“
Sommerhit des Jahres: Ariana Grande, „Hate That I Made You Love Me“
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