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Madonna kündigt „Confessions on a Dance Floor 2“ an und veröffentlicht zweite Single

Madonna kehrt auf den Dancefloor zurück. Fast ein Jahr lang hatte sie Hinweise gestreut, nun ist es offiziell: 2026 soll mit „Confessions on a Dance Floor 2“ die Fortsetzung ihres Erfolgsalbums von 2005 erscheinen. Die ersten beiden Singles sind bereits draußen.

Mit „I Feel So Free“ erschien zunächst ein Track, der stilistisch deutlich an den Sound des 2005er Albums anknüpft. Pulsierende Four-to-the-Floor-Beats, flächige Synthesizer und ein deutlicher Verweis auf Donna Summers Disco-Klassiker „I Feel Love“ sowie Anleihen aus dem Acid House prägen den Song. Die Nähe zum Original ist dabei offensichtlich.

Der neue Titel wirkt wie eine bewusst gesetzte Referenz an die eigene Vergangenheit, weniger wie eine radikale Neuerfindung. Ob das Album über diese Reminiszenzen hinausgeht, wird sich erst im Gesamtzusammenhang zeigen.

Madonna Pressefoto zu Confessions II (Foto: Rafael Pavarotti)

Mit „Bring Your Love“ legt Madonna nun nach. Der Song entstand in Zusammenarbeit mit Sabrina Carpenter und wurde gemeinsam mit Stuart Price produziert, der bereits für den charakteristischen Sound von „Confessions on a Dance Floor“ verantwortlich war. Erstmals präsentiert wurde der Track bei einem gemeinsamen Überraschungsauftritt der beiden Künstlerinnen beim Coachella-Festival.

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Dort holte Madonna Carpenter auf die Bühne und inszenierte den Song als generationsübergreifendes Club-Statement. Es ist nicht zum ersten Mal, dass Madonna mit einer neuen Generation Popstars zusammenarbeitet, um deren junge Fans zu erobern. Legendär ist der Kuss mit Britney Spears bei den MTV Music Awards 2003.

Textlich setzt „Bring Your Love“ auf Durchhalteparolen und Selbstbehauptung. Zeilen wie „Cause you cannot shake me“ oder „Cause you’ll never break me“ greifen Motive auf, die sich durch Madonnas Werk ziehen: Resilienz, Unabhängigkeit, Selbstinszenierung als starke Figur im Scheinwerferlicht.

“Als Stuart Price und ich anfingen, an dieser Platte zu arbeiten, war dies unser Manifest: Wir müssen tanzen, feiern und mit unseren Körpern beten. Das sind Dinge, die wir seit Jahrtausenden tun – es sind wahrhaft spirituelle Praktiken. Schließlich ist die Tanzfläche ein ritueller Raum. Es ist ein Ort, an dem man sich verbindet – mit seinen Wunden, mit seiner Zerbrechlichkeit. Zu raven ist eine Kunst. Es geht darum, seine Grenzen auszutesten und sich mit einer Gemeinschaft Gleichgesinnter zu verbinden. Klang, Licht und Vibration ordnen unsere Wahrnehmung neu und ziehen uns in einen tranceartigen Zustand. Die Wiederholung des Basses hören wir nicht nur, wir fühlen sie. Sie verändert unser Bewusstsein und löst Ego und Zeit auf.” (Madonna)

Das Originalalbum „Confessions on a Dance Floor“ markierte 2005 einen künstlerischen Höhepunkt in Madonnas Karriere. Mit Songs wie „Hung Up“, „Sorry“, „Get Together“ und „Jump“ setzte sie konsequent auf einen cluborientierten Sound. Die Tracks gingen nahezu nahtlos ineinander über, das Album war wie ein DJ-Set konzipiert und arbeitete mit deutlichen Referenzen an Disco- und Elektropop-Größen. Gleichzeitig war es ein kommerzieller Erfolg und festigte ihren Status als wandelbare Popikone.

„Confessions II“ knüpft nun programmatisch an dieses Kapitel an. Die erneute Zusammenarbeit mit Stuart Price unterstreicht den Anspruch, ästhetisch an die damalige Phase anzuschließen. Ob dies als künstlerische Fortschreibung oder als kalkulierte Nostalgie gelesen werden kann, dürfte sich erst mit Veröffentlichung des Albums entscheiden.

„Confessions on a Dance Floor“: Madonnas kalkulierte Rückkehr in den Club

Als Madonna im November 2005 „Confessions on a Dance Floor“ veröffentlichte, war sie 46 Jahre alt. Ihr Status als Pop-Ikone war unbestritten, doch künstlerisch befand sie sich in einer Phase der Neuorientierung. Das Vorgängeralbum „American Life“ war nach den Erfolgen von “Ray Of Light” und “Music” sperriger geraten. Keine der Singles wollte so richtig zünden. Mit „Confessions on a Dance Floor“ vollzog sie eine klare, fast radikale Kehrtwende: zurück auf den Dancefloor.

Gleich die erste Single „Hung Up“ wurde zum Dauerbrenner auf dem Dancefloor und gehört bis heute zu einem der populärsten Madonna-Songs. Das markante Sample aus ABBAs „Gimme! Gimme! Gimme!“ verband die Euphorie der Siebziger mit zeitgenössischer Clubproduktion. Auch „Sorry“, „Get Together“ und „Jump“ unterstrichen die konsequente Ausrichtung auf tanzbare Strukturen und klare Hooklines.

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Das Album war als durchgehender Mix konzipiert, ohne Pausen zwischen den Tracks. Diese Struktur orientierte sich stärker an DJ-Sets als an klassischen Pop-Alben. Produzent Stuart Price spielte dabei eine zentrale Rolle. Gemeinsam entwickelten sie einen Sound, der Disco, Eurodance, House und Elektropop zitierte, ohne wie eine reine Retro-Übung zu wirken.

Stilistisch war das Album eine bewusste Rückbesinnung auf die Geschichte der Disco und elektronischen Tanzmusik. Referenzen an Donna Summer, die Bee Gees oder Pet Shop Boys waren ebenso präsent wie Anklänge an Madonnas eigenes Werk der Achtziger. Gleichzeitig vermied sie den Eindruck einer bloßen Selbstzitation und erfand sich einmal mehr neu.

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„Confessions on a Dance Floor“ steht heute als eines der geschlossensten Werke in Madonnas Diskografie da, für viele Fans ist es das letzte durchgängig gelungene Madonna-Album.

Tracklist “Confessions On A Dancefloor” (2005)

  1. Hung Up
  2. Get Together
  3. Sorry
  4. Future Lovers
  5. I Love New York
  6. Let It Will Be
  7. Forbidden Love
  8. Jump
  9. How High
  10. Isaac
  11. Push
  12. Like It or Not
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