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Phoebe Bridgers – „Lost Weekend“ (Album 2026)

Sechs Jahre nach „Punisher“ meldet sich Phoebe Bridgers mit ihrem dritten Soloalbum zurück. „Lost Weekend“ führt die melancholische, detailreiche Songwriterkunst der US-Musikerin weiter. Zum Song „I Can’t Wait“ ist nun ein neues Video erschienen. Im Dezember kommt Bridgers für zwei große Konzerte nach Deutschland.

Mit „Punisher“ gelang Phoebe Bridgers 2020 eines jener Alben, die untrennbar mit der frühen Pandemiezeit verbunden bleiben. Songs wie „Kyoto“, „Garden Song“ und „I Know The End“ machten die Musikerin aus Los Angeles endgültig zu einer der prägenden Stimmen des zeitgenössischen Indie-Folk und Indie-Rock.

Danach veröffentlichte sie zusammen mit Lucy Dacus und Julien Baker als Boygenius das gefeierte Album „The Record“ und zahlreiche Kollaborationen und Gastauftritte. Auf ein neues Soloalbum mussten Fans allerdings sechs Jahre warten.

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Nun ist „Lost Weekend“ erschienen. Es ist das dritte Album von Phoebe Bridgers nach „Stranger in the Alps“ von 2017 und „Punisher“. Erneut steht ihre besondere Art des Songwritings im Mittelpunkt: Bridgers erzählt persönlich und genau, verbindet trockenen Humor mit Melancholie und lässt selbst kleine Beobachtungen zu Geschichten werden. Musikalisch setzt sie die Entwicklung ihrer bisherigen Alben fort und arbeitet mit Arrangements, die weit über das klassische Bild einer Singer-Songwriter-Platte hinausgehen.

Die Erwartungen an „Lost Weekend“ waren entsprechend hoch. Höhepunkt des Albums ist die vorab erschienene Single „Lost Boys“, in dem sie begleitet von Streichern und Trompeten über die Männer erzählt, die sich einfach weigern erwachsen zu werden und immer viel zu schnell fahren, egal, was es sie oder andere kostet.

Auch die neue Single „I Can’t Wait“ beschreibt einen emotionalen Schwebezustand, der kaum in Worte, aber umso besser in Musik auszudrücken ist: eine Beziehung zu einem geliebten Menschen, von der man weiß, dass sie zuende ist, obwohl man es noch nicht aussprechen kann oder will.

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Im Zentrum des neuen Albums stehen weiterhin Bridgers’ Stimme, ihr Gespür für erzählerische Details und Songs, die ihre Wirkung häufig langsam entfalten. Gleichzeitig nutzt sie den größeren musikalischen Spielraum, den sie sich in den vergangenen Jahren erarbeitet hat.

Dass zwischen den beiden Soloalben sechs Jahre liegen, ist dabei nur auf dem Papier eine lange Pause: Gerade die Arbeit mit Boygenius hat gezeigt, wie stark sich Bridgers als Teil einer Band entwickelt hat und wie selbstverständlich sie mittlerweile zwischen zurückgenommenen Momenten und großen Arrangements wechseln kann.

Auch live wird das neue Album bald in Deutschland zu hören sein. Im Rahmen ihrer „The Lost Tour“ spielt Phoebe Bridgers im Dezember 2026 zwei Konzerte.

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Phoebe Bridgers auf Tour

  • 07.12.2026 AMSTERDAM, Ziggo Dome Tickets
  • 08.12.2026 DÜSSELDORF, PSD BANK DOME Tickets
  • 08.12.2026 DÜSSELDORF, PSD BANK DOME Tickets
  • 08.12.2026 DÜSSELDORF, Tiefgarage PSD BANK DOME Tickets
  • 09.12.2026 BERLIN, Velodrom Tickets

Biografie Phoebe Bridgers

Phoebe Lucille Bridgers wurde am 17. August 1994 in Pasadena, Kalifornien, geboren und wuchs in der Umgebung von Los Angeles auf. Schon früh beschäftigte sie sich intensiv mit Musik und besuchte später die Los Angeles County High School for the Arts. Erste Erfahrungen als Musikerin sammelte sie in verschiedenen Bands und als Straßenmusikerin. Bevor sie mit eigenen Alben international bekannt wurde, spielte sie außerdem als Support für andere Künstler.

Eine wichtige frühe Begegnung war Ryan Adams, der 2015 ihre EP „Killer“ auf seinem Label PAX AM veröffentlichte. Einige Jahre später gehörte Bridgers zu den Frauen, die Adams öffentlich sexuelles Fehlverhalten und manipulative Beziehungen vorwarfen.

Stranger in the Alps (2017)

2017 erschien mit „Stranger in the Alps“ ihr Debütalbum bei Dead Oceans. Schon darauf waren wesentliche Elemente ihres späteren Stils zu hören: sparsame Arrangements, eine häufig fast beiläufig wirkende Stimme und Texte, in denen alltägliche Situationen plötzlich eine enorme emotionale Schwere entwickeln können. Songs wie „Motion Sickness“ und „Funeral“ machten Bridgers weit über die amerikanische Indie-Szene hinaus bekannt.

Früh zeigte sich außerdem ihre Vorliebe für musikalische Zusammenarbeit. Mit Julien Baker und Lucy Dacus gründete sie Boygenius, zunächst als gemeinsames Projekt dreier bereits erfolgreicher Solokünstlerinnen. 2018 erschien die erste selbstbetitelte EP. Im selben Jahr gründete Bridgers mit Conor Oberst von Bright Eyes das Duo Better Oblivion Community Center. Das gemeinsame Album erschien Anfang 2019.

Punisher (2020)

Der entscheidende Schritt ihrer Solokarriere folgte 2020 mit „Punisher“. Das Album verband die intime Atmosphäre ihres Debüts mit deutlich umfangreicheren Arrangements. „Kyoto“ wurde zu einem ihrer bekanntesten Songs, während das apokalyptisch anschwellende „I Know The End“ zeigte, wie weit Bridgers ihre ursprünglich stark vom Folk geprägte Musik inzwischen geöffnet hatte. „Punisher“ brachte ihr mehrere Grammy-Nominierungen ein.

Parallel entwickelte sich Bridgers zu einer gefragten Kollaborationspartnerin. Sie arbeitete unter anderem mit The National, Taylor Swift, SZA und The 1975 und war immer wieder auf Alben anderer Künstler zu hören. 2020 gründete sie außerdem das Label Saddest Factory Records als Imprint von Dead Oceans.

Boygenius – The Record (2023)

2023 rückte Boygenius erneut ins Zentrum. Bridgers, Baker und Dacus veröffentlichten ihr erstes gemeinsames Album „The Record“. Das Trio wurde bei den Grammy Awards 2024 mehrfach ausgezeichnet, darunter für das beste Alternative-Music-Album.

Boygenius zeigte zugleich eine andere Seite von Bridgers: Statt der klaren Rolle als Solokünstlerin war sie Teil einer Band, in der drei unterschiedliche, aber musikalisch verwandte Songwriterinnen gleichberechtigt miteinander arbeiteten.

Lost Weekend (2026)

Mit „Lost Weekend“ kehrt sie nun zu ihrer Solokarriere zurück. Sechs Jahre liegen zwischen dem Album und „Punisher“, musikalisch untätig war Bridgers während dieser Zeit jedoch kaum. Gerade die verschiedenen Kooperationen und die intensive Phase mit Boygenius bilden einen wichtigen Hintergrund für ihr drittes eigenes Album.