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Robert Smith schießt gegen FIFA WM Halbzeitshow: “Brot und Spiele”

Robert Smith von The Cure hat die geplante Halbzeitshow beim Finale der Fußball WM scharf kritisiert. Auf Instagram kommentierte der Musiker die Ankündigung mit einem wütenden Rundumschlag gegen das Event und die beteiligten Künstler.

Auslöser ist die erstmals geplante Halbzeitshow bei einem WM Finale. Am 19. Juli sollen im Stadion von New York/New Jersey unter anderem Madonna, Shakira, Justin Bieber und die K Pop Band BTS auftreten und das alles angeblich innerhalb von 15 Minuten. “Kuratiert” wird die Show von Coldplays Chris Martin. FIFA Präsident Gianni Infantino bezeichnete das Konzept als ein „bahnbrechendes Spektakel“, das Fußball, Musik und gemeinsame Werte feiern und ein Vermächtnis schaffen solle, das über den Schlusspfiff hinausreiche.

Robert Smith kann dieser Idee offenbar nichts abgewinnen. Zu einem Beitrag über die Ankündigung schrieb er:

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Vor allem die Hashtags machen deutlich, worauf sich seine Kritik richtet. Mit „Brot und Spiele“, greift Smith den antiken Begriff für spektakuläre Unterhaltung auf, die von politischen oder gesellschaftlichen Problemen ablenken soll.

Produziert wird die Show von Hamish Hamilton, der bereits zahlreiche Super Bowl Halbzeitshows und olympische Eröffnungsfeiern inszeniert hat. Hinter dem Projekt steht außerdem die Hilfsorganisation Global Citizen. Mit der Show sollen Spenden in Höhe von 100 Millionen US Dollar für den Kampf gegen Hunger und Armut gesammelt werden.

Für Robert Smith ändert dieser wohltätige Zweck offenbar nichts an der grundsätzlichen Kritik. Der Sänger zählt seit Jahren zu den Musikern, die sich deutlich gegen die extreme Kommerzialisierung und verlogene Geschäftspraktiken in der Musik und Unterhaltungsbranche positionieren.

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Dass die Halbzeitshow auch politisch aufgeladen ist, liegt nicht zuletzt an den prominenten Gästen im Stadion. Zum WM Finale wird auch US-Präsident Donald Trump erwartet, der das Turnier bereits mehrfach öffentlich für seine Selbstdarstellung genutzt hat. Kritiker sehen deshalb die Gefahr, dass die internationale Strahlkraft der auftretenden Künstler und der Show insgesamt auch Trumps Image in den USA aufwertet. Vor allem der Auftritt von Madonna überrascht, weil sie seit Jahren klar und deutlich Position gegen Trump bezieht.

Besonders unrühmlich ist in diesem Zusammenhang aber vor allem die Rolle von Chris Martin. Der Coldplay Sänger, der die Halbzeitshow kuratiert, hatte sich in den vergangenen Jahren konsequent eine Kommentierung der irren US-Politik verweigert. Stattdessen setzte er wiederholt auf seine watteweichen Botschaften der Versöhnung. So unterbrach Martin im September 2025 ein Coldplay Konzert im Londoner Wembley Stadion, um die Fans zu bitten, der Familie des ermordeten Trump Unterstützers Charlie Kirk Liebe zu senden. Anschließend widmete er ihr den Song „Fix You“. Viele Fans reagierten irritiert, Martin begründete seine Haltung jedoch mit dem Wunsch, politische Gräben nicht weiter zu vertiefen.

Gerade vor diesem Hintergrund muss seine Mitarbeit an dieser FIFA Halbzeitshow nun als klare Unterstützung für Trumps und Infantinos globalen PR-Auftritt interpretiert werden und als Affront gegen Fußballfans aus aller Welt.

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