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„Breaking Bad“-Star RJ Mitte ist tot: Bryan Cranston trauert um seinen Seriensohn

Von Gage Skidmore, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=201620265

Der US-Schauspieler RJ Mitte, bekannt als Walter White Jr. aus der Kultserie „Breaking Bad“, ist im Alter von 34 Jahren gestorben. Sein Serienvater Bryan Cranston verabschiedete sich mit bewegenden Worten von seinem Seriensohn.

RJ Mitte wurde durch seine Rolle als Walter „Flynn“ White Jr. in der preisgekrönten Kult-Serie „Breaking Bad“ weltweit bekannt. Von 2008 bis 2013 spielte er den Sohn des von Bryan Cranston verkörperten Chemielehrers Walter White, der nach einer Krebsdiagnose zum Drogenproduzenten wird.

Wie seine Figur lebte auch Mitte mit einer Zerebralparese, einer neurologisch bedingten Bewegungsstörung. Seine persönlichen Erfahrungen flossen in die Darstellung ein. Mit gerade einmal 14 Jahren wurde er für die Serie besetzt.

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Bryan Cranston: „Ich bin zutiefst verzweifelt“

Besonders persönlich fiel der Abschied von Bryan Cranston aus, der Mitte fast zwei Jahrzehnte lang kannte. In einer ausführlichen Stellungnahme erinnerte er sich an die gemeinsame Zeit am Set:

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„Ich bin zutiefst verzweifelt, während ich diese Zeilen heute Abend schreibe. RJ Mitte, mein lieber Sohn aus ‚Breaking Bad‘, ist gestorben. Ich lernte ihn kennen, als er gerade einmal 14 Jahre alt war. Er spielte seine Rolle mit so viel Freude und Begeisterung.“

Cranston würdigte vor allem Mittes Entschlossenheit und seinen Umgang mit der Behinderung:

„RJ wurde mit Zerebralparese geboren, aber er hat diese Herausforderung niemals, wirklich niemals, als Ausrede für irgendetwas benutzt. Er stellte sich dem anspruchsvollen Drehplan mit großer Entschlossenheit.“

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Der Schauspieler erinnerte sich auch daran, wie Mitte während der Dreharbeiten erwachsen wurde. Gemeinsam mit Anna Gunn, die seine Serienmutter Skyler White spielte, habe er dem jungen Kollegen immer wieder Ratschläge gegeben, die dieser manchmal auch schelmisch ignoriert habe.

„Er war einer der Stars einer erfolgreichen Fernsehserie, aber eben immer noch ein Kind.“

Aus dem unerfahrenen Teenager sei im Laufe der Jahre ein überzeugender Schauspieler geworden, der seine Bekanntheit später nutzte, um sich für Menschen mit Behinderungen einzusetzen.

Besonders erschüttert zeigte sich Cranston über die Todesumstände:

„All diese Versprechen und dieses Potenzial, das jetzt verloren ist. Besonders erschütternd ist es, zu erfahren, dass er sich das Leben genommen hat. Warum?“

Wie eng die beiden auch nach dem Ende von „Breaking Bad“ verbunden blieben, zeigt eine persönliche Erinnerung Cranstons:

„Wir haben uns erst vor ein paar Wochen geschrieben und überlegt, wann wir uns zum Mittagessen treffen könnten. Ich weiß nicht, ob dieses Mittagessen seine Zukunft verändert hätte …“

Er sei dankbar für die vielen gemeinsamen Jahre gewesen, sowohl während der Dreharbeiten als auch danach.

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„Aber ich weiß, dass ich ihn geliebt habe und die gemeinsame Zeit mit ihm sehr genossen habe. Während all der Jahre bei der Serie und auch noch lange, nachdem die Scheinwerfer von ‚Breaking Bad‘ erloschen waren.“

Seinen Abschied beendete Cranston mit den Worten: „Ich werde dich vermissen, mein Sohn.“

Anschließend rief er Menschen mit Suizidgedanken dazu auf, sich Unterstützung zu suchen. „Es gibt Hoffnung“, schrieb er.

Auch Aaron Paul, der in „Breaking Bad“ Jesse Pinkman spielte, reagierte bestürzt: „RJ, ich liebe dich, mein Freund. Du wirst fehlen.“ Dean Norris, der Mittes Serienonkel Hank Schrader verkörperte, erinnerte sich an ihn als liebenswerten jungen Mann.

Erst vor wenigen Tagen stand RJ Mitte noch für einen Podcast vor der Kamera, sprach über Breaking Bad, aber auch über kommende Projekte.

Schauspieler und Aktivist für Inklusion

RJ Mitte wuchs in Louisiana auf und zog 2005 nach Los Angeles. Nach ersten kleineren Auftritten, unter anderem in „Hannah Montana“, gelang ihm mit „Breaking Bad“ der internationale Durchbruch. Nach dem Ende der Serie 2013 spielte er unter anderem in „Switched at Birth“ und verschiedenen Filmproduktionen. Zu seinen jüngsten Arbeiten gehörte der 2026 erschienene Film „Talking to Strangers“.

Neben seiner Schauspielkarriere engagierte sich Mitte für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Er war Botschafter für United Cerebral Palsy und Shriners Children’s und gründete die Mitte Foundation zur Unterstützung sozialer Projekte.

Immer wieder setzte er sich für eine vielfältigere Darstellung von Menschen mit Behinderungen in Film und Fernsehen ein. Mit seiner Rolle in „Breaking Bad“ trug er selbst dazu bei, bestehende Klischees aufzubrechen.

Hinweis: Menschen in psychischen Krisen können sich in Deutschland kostenlos und anonym an die Telefonseelsorge wenden: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222. Weitere Informationen unter www.telefonseelsorge.de.

Foto: Von Gage Skidmore, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=201620265