Jack Savoretti meldet sich mit seinem neunten Studioalbum „We Will Always Be The Way We Were“ zurück und schlägt dabei bewusst den Bogen zu seinen musikalischen Anfängen.
Zwanzig Jahre nach dem Debüt „Between the Minds“ setzt der britisch-italienische Songwriter auf handgemachte Arrangements, erzählerische Tiefe und die Chemie seiner langjährigen Band. Das Album erscheint am Freitag und wurde in den traditionsreichen Eastcote Studios im Westen Londons aufgenommen, einem Ort, der sinnbildlich für Savorettis künstlerische Herkunft steht.
Nach dem italienischsprachigen Ausflug „Miss Italia“ aus dem Jahr 2024 wirkt die neue Veröffentlichung wie eine bewusste Neuverortung. Statt stilistischer Experimente rückt Savoretti wieder jene filmische Songwriter-Ästhetik in den Mittelpunkt, die seine frühen Arbeiten auszeichnete. Die Songs entstanden gemeinsam mit seiner Tourband und wurden innerhalb von nur acht Tagen live eingespielt. Diese Herangehensweise verleiht dem Album eine spürbare Unmittelbarkeit und unterstreicht den Fokus auf musikalisches Handwerk statt Studio-Perfektion.
Inhaltlich kreist „We Will Always Be The Way We Were“ um Themen wie Herkunft, Veränderung und Selbstakzeptanz. Musikalisch bewegt sich Savoretti dabei zwischen intimen Balladen und weitläufigem Pop.
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Die Single „Do It For Love“, an der auch Miles Kane beteiligt war, verbindet eine rauchige Spätabendstimmung mit klassischem Songwriter-Gestus. „Only Gonna Cry For You“ bringt mit Steph Fraser eine zusätzliche emotionale Facette ins Spiel, während „I Hear You Calling“ von optimistischem Pop getragen wird.
Ein besonderer Moment des Albums ist „Tempting Fate“, ein Duett mit KT Tunstall, das zwei markante Stimmen auf zurückhaltende Weise zusammenführt. Der Titelsong wiederum überrascht mit einem dezenten Italo-Disco-Einschlag und fungiert als nostalgische, zugleich selbstbewusste Standortbestimmung.
Produziert wurde das Album von Tommaso Colliva, der bereits mit Muse und Damon Albarn gearbeitet hat. Seine Produktion setzt auf Wärme und Dynamik und lässt der Band Raum zur Entfaltung. Das Ergebnis ist ein organischer Sound, der bewusst auf Trends verzichtet und stattdessen auf zeitlose Qualitäten setzt.
Auch live wird das neue Material in Deutschland zu hören sein. Im Oktober spielt Jack Savoretti zwei Konzerte: am 7. Oktober in Berlin im Huxleys Neue Welt und am 8. Oktober in der Fabrik in Hamburg.
Jack Savoretti auf Tour
Jack Savoretti – Biografie
Jack Savoretti zählt zu den prägenden Singer-Songwritern Großbritanniens der vergangenen zwei Jahrzehnte. Mit seiner markanten Stimme, cineastischen Arrangements und einem Gespür für zeitlose Melodien hat sich der britisch-italienische Musiker international etabliert. Seine Karriere ist geprägt von kontinuierlicher Weiterentwicklung, kultureller Vielschichtigkeit und der Fähigkeit, persönliche Geschichten in universelle Songs zu übersetzen.
Geboren wurde Giovanni „Jack“ Savoretti am 10. Oktober 1983 in London als Sohn eines italienischen Vaters und einer deutsch-polnischen Mutter. Seine Kindheit verbrachte er zwischen England und der Schweiz, wodurch er früh mit verschiedenen Kulturen und Sprachen in Berührung kam. Diese internationale Prägung spiegelt sich bis heute in seiner Musik wider, die mediterrane Wärme mit britischer Songwriter-Tradition verbindet. Erst im Teenageralter begann Savoretti, inspiriert von Künstlern wie Bob Dylan, Leonard Cohen und Simon & Garfunkel, eigene Songs zu schreiben.
Between the Minds (2006)
Mit seinem Debütalbum „Between the Minds“ stellte sich Jack Savoretti 2006 erstmals einem breiteren Publikum vor. Die Platte verband Folk-Elemente mit introspektivem Songwriting und machte ihn schnell zu einem vielversprechenden Newcomer der britischen Singer-Songwriter-Szene. Intensive Tourneen durch Europa und Nordamerika legten den Grundstein für seine wachsende Fangemeinde.
Harder Than Easy (2009)
Drei Jahre später erschien „Harder Than Easy“, das Savorettis erzählerische Stärke weiter ausbaute. Die Songs zeichneten sich durch eine größere emotionale Bandbreite aus und fanden vermehrt Eingang in Film- und Fernsehproduktionen, was seine internationale Bekanntheit steigerte.
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Before the Storm (2012)
Mit „Before the Storm“ festigte Savoretti seinen Ruf als sensibler Geschichtenerzähler. Das Album zeigte eine gereifte künstlerische Handschrift und bereitete den Weg für den kommerziellen Durchbruch, der nur wenige Jahre später folgen sollte.
Written in Scars (2015)
Der entscheidende Karriereschub gelang mit „Written in Scars“. Das Album erreichte die Top Ten der britischen Charts und brachte mit der Single „Home“ einen seiner größten Erfolge hervor. Savoretti etablierte sich endgültig als feste Größe im internationalen Musikgeschäft und erweiterte seinen Sound um orchestrale Elemente.
Sleep No More (2016)
Bereits ein Jahr später folgte „Sleep No More“, das den eingeschlagenen Weg konsequent weiterführte. Mit dichter Atmosphäre und emotionaler Intensität vertiefte Savoretti seinen charakteristischen Stil und festigte seine Position in den Charts.
Singing to Strangers (2019)
Mit „Singing to Strangers“ gelang Jack Savoretti der Sprung an die Spitze der britischen Albumcharts. Die Mischung aus orchestralen Pop-Arrangements und intimen Balladen traf den Nerv eines breiten Publikums. Das Album markierte einen neuen Höhepunkt seiner Karriere und unterstrich seine Fähigkeit, persönliche Themen universell zugänglich zu machen.
Europiana (2021)
„Europiana“ präsentierte Savoretti von einer stilistisch offeneren Seite. Inspiriert von europäischen Pop- und Disco-Klängen, insbesondere dem Italo-Pop, zeigte das Album seine Experimentierfreude und Vielseitigkeit. Auch dieses Werk erreichte Platz eins der britischen Charts und festigte seinen Status als international erfolgreicher Künstler.
Miss Italia (2024)
Mit „Miss Italia“ veröffentlichte Savoretti erstmals ein vollständig italienischsprachiges Album. Das Werk widmete sich seinen familiären Wurzeln und verband klassische italienische Songwriter-Tradition mit modernen Arrangements. Kritiker lobten insbesondere die Authentizität und emotionale Tiefe der Songs.
We Will Always Be The Way We Were (2025)
Zwanzig Jahre nach seinem Debüt schließt Jack Savoretti mit „We Will Always Be The Way We Were“ einen künstlerischen Kreis. Das in den Londoner Eastcote Studios gemeinsam mit seiner langjährigen Band aufgenommene Album markiert eine bewusste Rückkehr zu seinen musikalischen Ursprüngen. Handgemachte Arrangements, erzählerische Klarheit und die spürbare Chemie der Band prägen das Werk. Kollaborationen mit Künstlern wie Miles Kane, Steph Fraser und KT Tunstall erweitern das Klangspektrum, ohne den intimen Kern seiner Musik zu verlieren.
