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Queens Of The Stone Age – Perfecth (Album 2026)

Queens Of The Stone Age (Presspic 2026, Credit: Andreas Neumann)

Achtung Wortwitz: Das neue Album der Queens Of The Stone ist einfach “Perfecth“. Mit Verschiebungen im Sound und Grenzen, klingen die Songs darauf angenehm unperfekt und schlawinern im 70er-Jahre Rock-Design zwischen sanft und strange, roh und reif dahin. Zum 30. Jubiläum der Band wird hier das imperfekte Leben mit irritierenden Songs gefeiert.

Der perfekteste Schlusssatz der Filmgeschichte lautet: Nobody is perfect. Und mit ironischem „Tippfehler“ im Titel sehen das wohl auch Queens Of The Stone Age so, die im opulenten Opener „It’s Only Love“ nonchalant eines der größten Themen im Pop mit brüchigen Untertönen und schiefen Geigenklängen abhandeln.

Brüche und Breaks, Zerbrochenes und Zärtliches – diese Thematiken stecken im neunten Album, dessen Inspiration die japanische Kunst Kintsugi ist – dabei wird kaputtgegangene Keramik mit Gold repariert und es entsteht dadurch etwas noch schöneres, weil Einzigartiges.

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Der Sound auf “Perfecth” ist dann auch im besten Sinn unvollkommen – die Songs scheinen immer etwas anzutäuschen, zu verschleiern und in der brodelnden Melodie etwas zu verstecken. Wir hören dreckigen unbluesigen Steely Dan artigen Blues in “Insignificant Other”, minimaler bis melodramatischer Garage-Rock in “Where The Goth Girls At?“ und in „Mono“ taumeln die Hörerinnen und Hörer von Mono zu Stereo, geraten von Klaustrophobie zu Freefall.

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Die Tracks klingen so wie zusammengesetzte Bruchstücke aus jahrelanger Banderfahrung. Sie handeln von Liebe, wie schon im Opener angedeutet – Liebe, die zerstören kann und Liebe, die zusammensetzen kann.

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Das gemeinsam mit Iggy Pop geschriebene Stück „Sunday“ ist hier auch zu hören, nachdem es ursprünglich nur auf dessen Album „Post Pop Depression“ erschienen war. Homme singt nun darauf selbst, aber nicht in der Art wie der Godfather Of Punk, und verleiht dem Track einen groovenden French Disco Flair, die ein bisschen nach Franz Ferdinand meets David Bowie klingt.


Der Song wurde kurz nach der Tour zum Catacombs-Projekt geschrieben, der kargen und kathartischen Neuinterpretation des Bandkatalogs und das ungewohnt ruhige, reduzierte „Perfecth“ entstand schließlich über eine Reihe von Studios, Städten und Phasen hinweg.

Dabei verliert sich der charakteristische Stoner-Desert-Rock der Band oft in experimentellen und emotionalen Gefilden, minimalistisches und melancholisches schließen sich nicht aus und aus Scherben entstehen so Songs.

Perfektion existiert nicht, so Josh Homme, das Wort „perfekt“ sei bereits unperfekt und daher machte er „perfecth“ draus: „Nichts auf dieser Welt ist perfect, aber alles scheint irgendwie perfecth zu sein“, erzählt er. „Der Titel ist komisch, wenn man in einer Gruppe ist, aber er ist es verdammt noch mal nicht, wenn man allein ist und merkt, wie unvollkommen alles ist.“

Biographie Queens Of The Stone Age

Queens Of The Stone Age ist eine Stoner Rock, Alternative Rock Band aus Palm Springs. Die Gruppe um Mastermind Josh Homme veröffentlicht 2026 ihr neuntes Studioalbum „Perfecth“.

Nach der Auflösung von Kyuss gründete Josh Homme das Trio Gamma Ray, das sich aber schnell wieder umbenennen musste, da es bereits eine deutsche Band mit gleichem Namen gab. Sie wechselten den Namen in Queens Of The Stone Age und veröffentlichten 1998 das selbstbetitelte Debütalbum. Mit dem Album „Rated R“ und dem Song „Feel Good Hit Of The Summer“ lieferten QOTSA 2000 schnell ein weiteres Ausrufezeichen.

Zwei Jahre später erschien mit „Songs For The Deaf“ ein Meilenstein der modernen Rockgeschichte, auf welchem Dave Grohl (Nirvana, Foo Fighters) als Drummer beteiligt war. In der über zwanzigjährigen Bandgeschichte gab es über zwanzig verschiedene Bandmitglieder, einzig Josh Homme ist als ständiges Mitglied dabei.

Mit “In Times New Roman…” veröffentlicht die Band ein neues gefeiertes Album nach sechs Jahren Pause und vielen privaten Tiefschlägen.

Diskografie Queens Of The Stone Age

1998 – Queens of the Stone Age

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2000 – Rated R

2002 – Songs for the Deaf

2005 – Lullabies to Paralyze

2007 – Era Vulgaris

2013 – …Like Clockwork

2017 – Villains

2023 – In Times New Roman…

2026 – Perfecth