Alben des Monats

Die 10 besten Alben des Monats September 2019

Die besten Musik Neuerscheinungen im Überblick

Jeden Monat bewertet die Tonspion Redaktion die wichtigsten Musik-Neuerscheinungen mit Punkten von 6 (herausragend) bis 1 (schlimm). Hier unsere Charts für die neuen Alben im September 2019.

Was lange währt, wird endlich gut: So könnte man die Nummer 1 im September kurz beschreiben. Ansonsten versammeln sich in unseren Top Ten diesmal Acts verschiedenster Genres, ein Monat also so bunt wie Herbstlaub!

ALBUM DES MONATS:

1. Lana Del Rey - Norman Fucking Rockwell Ø 4.8

Das neue und sechste Album von Lana Del Rey warf lange – und im Falle der somnambulen Sängerin könnte man auch sagen – hypnotische Schatten voraus und mit "Norman Fucking Rockwell" hat sie sich als ikonische Meisterin des Sadcore-Sounds etabliert.

2. Bat For Lashes - Lost Girls Ø 4.0

Elegisch, eurythmisch: Bat For Lashes schreibt Songs, die heilend und hemmungslos traurig zugleich sind: Ein Album, das die Achtziger einerseits durchaus aussaugt und auch die grellen wie pathetischen Seiten ausleuchtet, andererseits aber dadurch tatsächlich noch ein Stückchen mehr unsterblich macht.

3. Liam Gallagher - Why Me? Why Not Ø 4.0

"Why Me? Why Not" ist Liam Gallaghers zweites Album unter eigenem Namen: Die Songs darauf sind die selbstbewusstesten des an Selbstbewusstsein nicht gerade armen Oasis-Sängers seit der Trennung von seinem Bruder Noel. Und so ist das Album musikalisch nicht überraschend, zeigt aber einen gereiften Liam, der auch lyrisch sehr poetisch wird.

4. Trettmann - Trettmann Ø 4.0

Hohen Erwartungen begegnet Trettmann mit frischen Ideen. Für den Nachfolger zum gefeierten "#DIY" hat er sich zusammen mit KitschKrieg musikalisch neu orientiert. Dass das weniger nach West Indies und viel mehr nach Rave-Kultur klingt, ist mutig und erfrischend zugleich.

5. Lilly Among Clouds - Green Flash Ø 3.8

Kate Bush-Fans aufgepasst: hier kommt Lilly Among Clouds. Mit ihrem zweiten Album zeigt sich die Würzburgerin, die im Frühjahr am Vorentscheid des Eurovision Song Contests teilnahm, als gereifte Songwriterin.

6. Pixies - Beneath The Eyrie Ø 3.6

Indie-Legende begibt sich in Legenden-Welten über Hexen, Flüche & Co.: Die Pixies bleiben kluge Kobolde und zugleich konsensfähig. Surf-Rock, Western-Style oder Indie-Rock: Die üblichen Zutaten zu guten Pixies-Songs sind hier alle vorhanden, dennoch vermisst man ein wenig den Ausbruch daraus und wünschte sich die besungene Hexerei würde in den ein oder anderen Track fahren.

7. Metronomy - Metronomy Forever Ø 3.6

Seit 10 Jahren schreiben Metronomy nun strahlende Popsongs und feiern sich auf "Metronomy Forever" nun mit pluckernden flirrenden Clubtracks einfach mal selbst.

8. Hollow Hearts - Peter Ø 3.0

Die Dreamfolk-Band Hollow Hearts hat zwei Charaktere namens Annabelle und Peter erfunden, denen sie ihre Musik und Geschichten darin widmen: Ihre ersten beiden Alben "Annabelle" (2018) und "Travelling Songs" (2019) waren voller Folkpop- und Americana-Songs über diese Beiden und nun folgt mit "Peter" der Abschluss einer zusammenhängenden Trilogie.

9. Seeed - Bam Bam Ø 3.0

Auf  ihrem ersten Album seit dem Tod von Demba Nabé, "Bam Bam", schalten Seeed einen Gang zurück. Das steht der Musik ausgesprochen gut. Auf "Bam Bam" bleibt der ganz große Knall aus, den der Titel verspricht. Das macht die Platte zu einem Grower, der sich langsam entfaltet, aber lange bleiben wird.

10. Thees Uhlmann - Junkies und Scientologen Ø 2.4

Ein Album wie ein Teeniezimmer in der Provinz: Ein Wirrwarr aus Namen der Popkultur durchzieht Thees Uhlmanns neues Album, das sich damit positioniert und auch politisiert.

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