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Die deutschen Album Charts

    Jeden Freitag erscheinen die offiziellen deutschen Album Charts. Wir sagen euch, was in den aktuellen Top 10 zu finden ist.

    ► Die deutschen Top 100 Single Charts als Playlist

    Eigentlich funktionieren die deutschen Album Charts nach einem ganz einfachen Prinzip und lassen sich jede Woche fast exakt vorhersagen: man nehme etwas deutschen Schlager aus dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen oder DSDS, jedes x-beliebige Rap-Album für die Kids unter 18 und ein paar seit Jahrzehnten etablierte Künstler aus Rock, Pop, Punk und vor allem Metal für die ältere Generation der CD-Käufer dazwischen. Schließlich werden Tonträger nach wie vor viel mehr als Streams für die Charts gewichtet. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber sehr selten.

    Willkommen in der Tristesse der deutschen Album Charts!

    Wie werden die deutschen Charts erstellt?

    Die offiziellen deutschen Musikcharts werden von GfK Entertainment im Auftrag der deutschen Musikindustrie erhoben. Die Charts beruhen auf einer nach eigenen Angaben repräsentativen Ermittlung von Verkaufsdaten und umfassenden gesamten Markt bespielter Bild/Tonträger und Downloads. 

    Seit  dem Jahr 2004 fließen auch Downloadverkäufe in die deutschen Charts ein. Seit fließen auch Alben ein, die es nur als Download gibt und nicht mehr als Tonträger. Seit 2016 werden auch Premium Streams (von bezahlten Streams) auch für die Albumcharts berücksichtigt.

    Die deutschen Album Charts vom 17. Juni 2022

    1. Powerwolf – The Monumental Mass ★★☆☆

    Ende 2021 präsentierte die derzeit erfolgreichste deutsche Metal-Band ihren Fans einen aufwändigen Streaming, das nun physisch auf DVD, Blue-Ray und als Album erscheint und ihren epischen Sound des Streams auch analog verfügbar macht.

    Powerwolf – The Monumental Mass (Box-Set)

    2. Cro – Raop ★★★☆

    Wieder in den Top Ten: Das erste Album des deutschen Rappers, denn es wird 10. Geburtstag gefeiert und es gibt Special-Editions.


    3. Rammstein – Zeit ★★☆☆☆

    Zeitlos oder doch Zeit zu gehen? Vieles in den Lyrics deutet darauf hin, dass „Zeit“ das letzte Rammstein-Album sein könnte…


    4. Neil Young With Crazy Horse – Toast ★★★☆

    Vor zwanzig Jahren geschrieben, nun erst herausgebracht: Neil Young traute sich nicht, „Toast“ zu veröffentlichen, da es ihm zu traurig war. Nun kann man das mythenumrankte Werk endlich hören.


    5. Marianne Rosenberg – Diva

    Schlagerikone Marianne Rosenberg covert coole Diven – von Blondie über Donna Summer hin zu Grace Jones: Leider ist das Ergebnis dank des generischen Beat-Gestampfes bei jedem Track ziemlich uncool.


    6. Ayliva – Weißes Herz ★★★☆☆

    Ambitioniertes Debüt-Album der deutschen Soul-Pop-Sängerin, doch der Sound ist leider zu monoton geraten.


    7. Journey – Freedom ★★★☆☆

    Neues vom Rockurgestein Journey: Solider Sound mit bluesigen Anleihen.


    8. Harry Styles – Harry’s House ★★★☆

    Style vor Content? Selbstinszenierung vor Authentizität? Mag alles sein, doch in diesem Haus tanzt man doch sehr gerne.


    9. Die Toten Hosen – Alles aus Liebe – 40 Jahre Die Toten Hosen ★★★☆☆

    Ist Punk tot? Nein, er feiert seinen 60ten wie Frontman Campino diesen Juni und seine Hosen haben auch schon 40 Jahre auf dem Buckel.


    10. Andreas Gabalier – Ein neuer Anfang ★☆

    Der Volksrock’n’roller will eine neue Zielgruppe erschließen und setzt sich neuerdings für Gleichberechtigung und Klimaschutz ein: So recht will man dem Woke-Washing aber nicht glauben, denn am End‘ tanzt man doch wieder im Bierzelt zu Songs wie „Bügel Dein Dirndl Gscheit Auf“.


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