Mit Tomora erhält eine langjährige künstlerische Verbindung nun einen festen Namen. Aurora und Tom Rowlands, eine Hälfte von The Chemical Brothers, haben ihr gemeinsames Debütalbum angekündigt.
„Come Closer“ erscheint am 17. April 2026 via Fontana und markiert den Start eines Projekts, das sich bewusst außerhalb der gewohnten Bahnen beider Künstler bewegt. Begleitet wird die Albumankündigung von zwei ersten, bewusst klein gehaltenen Live-Shows in Manchester und London.
Die Zusammenarbeit zwischen der norwegischen Sängerin und dem britischen Elektronikproduzenten reicht einige Jahre zurück. Aurora war bereits auf mehreren Stücken von The Chemical Brothers zu hören, unter anderem auf dem Album „No Geography“ aus dem Jahr 2019 sowie später auf „For That Beautiful Feeling“.
Umgekehrt brachte Rowlands seine Handschrift in Auroras Song „My Body Is Not Mine“ ein, der auf ihrem 2024 erschienenen Album „What Happened To The Heart?“ zu finden ist. Was bislang punktuelle Kooperation blieb, hat sich nun zu einem eigenständigen Duo verdichtet.
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„Come Closer“ sei ohne Verpflichtungen entstanden, allein aus Freude am kreativen Prozess, erklären Aurora und Rowlands gegenüber dem NME. Der Titel verweist dabei weniger auf eine klare stilistische Richtung als auf einen gemeinsamen Raum, in dem sich ihre musikalischen Vorstellungen treffen.

Das Album umfasst zwölf Tracks und enthält neben der bereits veröffentlichten Single „Ring The Alarm“ auch die Stücke „The Thing“ und den neuen Titelsong „Come Closer“.
Musikalisch bewegt sich das Projekt zwischen elektronischer Wucht und offener Emotionalität und erinnert dadurch stellenweise stark an Björks frühere Werke oder auch an The Knife. Rowlands bringt seine jahrzehntelange Erfahrung mit Clubmusik, Breakbeats und Rave-Ästhetik ein, während Aurora mit ihrer unverwechselbaren Stimme und einer oft körperlich gedachten Lyrik arbeitet. Die Stücke wirken dabei weniger wie Songs eines Popalbums, sondern eher wie Momentaufnahmen eines gemeinsamen Experiments.
Nach zwei Clubshows in England folgen im Frühjahr einige Festivalauftritte, darunter beim niederländischen Down The Rabbit Hole, beim Øya Festival in Oslo sowie bei Open’er, NOS Alive und dem Sziget Festival. Bemerkenswert ist, dass Tomora bereits auf mehreren Festivalplakaten stand, bevor die Identität des Duos öffentlich gemacht wurde. Das Projekt war also von Beginn an darauf angelegt, als eigenständige Einheit wahrgenommen zu werden.