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Going Underground: Neuer Indie-Rock aus dem Netz

Was gibt's Neues auf Soundcloud, Spotify, YouTube und Co.?

Die besten Neuentdeckungen in einer Playlist: Die Bandbreite reicht von Indie über Alternative-Rock bis hin zu Post-Punk.

Ihr wollt auch in unsere Neuentdeckungsliste? Dann schickt uns doch bitte Eure Musik über Submithub! Und hier wird erklärt wie das geht.

Indie Rock: Ein Genre mit vielen Subgenres

Indie-Rock, oder Independent Rock aber schlicht auch Indie, meint ursprünglich rockige gitarrenlastige Musik im weitesten Sinne des Wortes, die ausschließlich von Independent-Labels vertrieben wurde. Mittlerweile ist Indie-Rock eine Sammlung mehrerer Subgenres wie z. B. Alternative Rock, Post-Punk, Psychedelic, Shoegaze, Garage Rock, Goth-Rock, Noise-Rock etc.

In dieser Playlist stellen wir regelmäßig die besten Neuentdeckungen aus dem Genre Indie Rock vor. Diese Playlist wird einmal monatlich aktualisiert.

Lucie, Too – Hamming (Surfrock)

Schöner Surf-Indie-Rock aus Japan: Lucie, Too ist eine all female Band, die mit "Hamming" einen verträumten und dennoch kraftvollen Song veröffentlicht, der zauberhaft vor sich hin wabert und durch den Gesang einen Hauch von Manga-Atmosphäre versprüht. Für Fans der Breeders, Belly und Say Sue Me.


Chateau Chateau – I Saw Your Face (Indie Rock)

Hinter dem französischen Namen verbirgt sich ein US-Künstlerkollektiv, dessen erstes Album am 31. Juli 2020 erscheint: Die schimmernde Single "I Saw Your Face" verbindet Glam-Rock sowie Synthpop mit Indie-Vibes und einem dunklen, verführerischen Gesang. Melancholie und Party vereint in einem Track.


Become The Sky – Rain Down (Indie-Rock)

Dramatisches wie melancholisches zwischen Indie und Post Rock aus Liverpool: Mit der wunderbaren Stimme von Sängerin Anne Marie Howard und den leicht shoegazig und wavig angehauchten Klängen der Bandkollegen, bewegen sich Become The Sky auf den Spuren von Bands wie Placebo, Siouxsie And The Banshees oder Pale Dian.


Priestgate – Now (Post Punk)

Mit herzzerreißendem Gesang und einer kühlen Melodie zwischen The Cure und New Order, reißen Priestgate aus England mit: "Now" ist dennoch kein Retro-Song, sondern schimmert im Hier und Jetzt. Vielversprechender Act, der nach eigenen Angaben Inspirationen aus Shoegaze-Bands wie Ride oder Slowdive zieht und aus deren Verträumtheit einen hymnischen Track macht.


David Newton and Thee Mighty Angels ft. Eddie Argos - The Songs That Changed Our Lives (Indie Rock)

The Smiths sangen über "The Songs That Saved Our Lives", David Newton (Mighty Lemon Drops) und Eddie Argos (Art Brut) besingen nun im besten Britpop-Feeling die Lieder, die ihr Leben verändert haben. Im charmanten Clip dazu werden die passenden Vinyl-Singles in die Kamera gehalten und diese werden die Herzen aller Musik-Nerds erfreuen. Die Kollaboration der beiden Musiker geht jedoch weiter als diese musikalische "Liste", denn am 14. August 2020 erscheint das Album des neuen Duos mit dem schönen Namen "A Gateway To A Lifetime Of Disappointment".


JW Francis – New York (Lo-Fi Rock)

Charmant verspulte Lo-Fi-Hymne über New York von Singer-Songwriter JW Francis: Fuzzy und catchy zugleich sowie irgendwo zwischen Mac DeMarco und Velvet Underground angesiedelt, geht es in dem Track um die Stadt, die niemals schläft und einen dadurch zugleich ziemlich inspiriert, aber auch sehr frustrieren kann. Das Video wurde natürlich in Quarantäne-Zeiten gedreht, umso kreativer ist es.


Shivam Tokhi – Generation 20:15 (Indie Rock)

Wer kann sich noch erinnern? Samstagabend 20:15h, irgendetwas gab es immer im Fernsehen zu sehen. Jetzt können wir uns alles ansehen, wann wir wollen, wo wir wollen, was wir wollen und sind überfordert. Dieses Phänomen besingt der Braunschweiger Musiker Shivam Tokhi in einem treibenden Indie-Rock-Song zwischen NDW und Post-Punk, der Ohrwurm-Charakter hat. 


Bad Flamingo – Ain’t Too Worried Yet (Indie Rock)

Mit charmantem Gesang und countryesken reduzierten Klängen zwischen Lo-Fi- und Indie Rock kommt dieses US-Duo daher: "Ain’t Too Worried Yet" ist ein schönes und einschmeichelndes Lied, das man eventuell als Neo-Western-Noir bezeichnen könnte. Die beiden Musikerinnen inszenieren sich dabei als eine Cowboy-Zorro und haben als ihren Leitspruch dieses Zitat von Oscar Wilde gewählt: "Give a man a mask, and he will tell you the truth".


The Beths – I’m Not Excited (Indierock)

Treibend und toll: Die neuseeländische Indierock-Band The Beths verbindet charmanten Gesang mit Schrammelgitarren und klingt dabei wie eine eigenwillige Mischung aus Pixies und Death Cab For Cutie. Dieser poppige Bubblegum-Ohrwurm ist die zweite Single des hochgelobten neuen Albums "Jump Rope Gazers" und kommt mit einem coolen Stop-Motion-Video über Alpträume daher.


Die Buben Im Pelz – Kodachrom (Austrorock)

Mit ganz viel Nostalgie im Clip und viel Schmäh in der Stimme: Die Buben Im Pelz haben für ihre charmante Hommage an vergangene Technologien Fans gebeten, ihnen Dias, Videos oder Fotos aus ihrer Kindheit zu schicken. Herausgekommen ist ein Track über gespeicherte Gefühle, vorgetragen im melancholischen wie ironischen Stil, als würde The Velvet Underground plötzlich wienerisch singen.


Mount Mural – World (Indierock)

Verträumter und verspielter Dreamppop aus Kanada: Mount Mural bezaubern in ihrer Single "World" mit wunderbaren Gitarren, shoegazigen Flächen und catchy Vocals, die an 90ies Indie-Rock erinnern. Das Quartett vermengt in seinem Sound zudem Post-Rock-Einflüsse und psychedelische Elemente, so dass ihre Musik eine faszinierende Eigendynamik erhält.


The Blues And Greys – Mayday (Indierock)

Schwelgerischer und schwärmerischer Indierock aus Kalifornien: Mit Electronica-Tupfer und hymnischem Gesang kommt die Single "Mayday" daher, die unter anderem von Ian MacGregor (Twenty-One Pilots, Mika) and mixed by Brian McTear (Local Natives, Sharon Van Etten) produziert und gemixt wurde. Herausgekommen ist dabei ein Sound, der sowohl melancholische Zürge hat, aber auch strahlend optimisch ist.


Courting – David Byrnes Badside (Indierock)

Ganz im Stil von Art Brut besingen/besprechen Courting hier nicht den Talking-Heads-Mastermind, sondern den Alltagsrassismus, der momentan leider in Großbritannien grassiert. Als musikalische Einflüsse nennt die Band Pavement, LCD Soundsystem oder Parquet Courts, ihr Sound ist jedoch ihr ganz eigenwillige Interpretation des Britpop!


Demeter – The Bit, The Bridle (Lo-Fi Rock)

Schön schrammliger Sound aus Brooklyn: Demeter verbinden in "The Bit, The Bridle" die Catchiness der Strokes und den coolen Gesang von Indie-Bands wie Breeders oder Yeah Yeah Yeahs. Der Song entwickelt einen Ohrwurmzauber, der um die wunderbare Zeile "Hold me like glass when it all goes down, 'cause it all goes down someday" gewoben ist.


Vinyl Williams – Mithras (Lo-Fi-Rock)

Ein Genre für dieses flirrende, voller irrer Ideen steckende Stück zu finden ist gar nicht mal so leicht: "Mithras" von Vinyl Williams hat auch für das Cover-Artwork zu der Single dick aufgetragen und dazu hunderte Gemälde al eine Collage zusammengefügt. Der psychedelische, krautige sowie Bass getriebene Song schwebt derweilen irgendwo zwischen Stereolab und Ariel Pink.


LPX – Delayed Gratification (Indie Rock)

Hinter LPX steckt Lizzy Plapinger von MS MR, die Indie-Fans bereits bekannt sein dürften: Mit dem Projekt LPX wird sie im Sommer 2020 ihre erste EP veröffentlichen und die Single "Delayed Gratification" ist ein wunderbares Stück Indie-Rock zwischen Yeah Yeah Yeahs und Breeders.


Cat Princess – The Boots Are Made For Walking (Cover)

Dieser Klassiker von Nancy Sinatra wurde schon zigmal gecovert, doch dieses Quintett aus Uppsala bringt neuen Schwung mit Rockabilly-Vibes, Surf-Anleihen, Country-Stimmung sowie Tempo-Wechsel und charmant lässigem Gesang.


Magnus Black – Eine Geschichte (Indierock)

Aus der Welterbe-Stadt Regensburg stammt Magnus Black, der in seinem Song "Eine Geschichte" musikalisches Welterbe zu vermengen versteht: Ein wenig Manchester und Oasis, ein bisschen Wiener Schmäh mit Wanda, Hamburger Schule trifft auf Punkiges und deutsche Sprache auf Indierock. Der DIY-Sound hat jedenfalls Ohrwurmpotential.


Dischaaageee – I Want Her To Hate Me (Postpunk)

Diese japanische Band mit dem ungewöhnlichen Namen wandelt auf den Spuren von John Maus und Joy Division: Düsterer DIY-Postpunk mit Korg-Synthie komponiert und voller Herzschmerz. Für Fans von Molly Nilsson, The Fall oder Iggy Pop.


Deer Park Ranger – Shapeshifter (Post Rock)

Fließender flirrender Post Rock aus den USA: Deer Park Ranger haben in dieser achtminütigen Hymne mit dem passenden Namen "Shapeshifter" (Formwandler) Ambient und Atmosphäre zu einen verträumten Stück verschmolzen, das sich irgendwo zwischen Mogwai, Godspeed You! Black Emperor und Explosions In The Sky bewegt.


Nova Cult – Head (Stoner Rock)

Mit viel Vintage Flair zwischen Stoner und Psychedelic Rock kommt dieser Track der US-Alternative-Band Nova Cult daher: "Head" flirrt zwischen den Jahrzehnten mit 70er Jahre Flair, der 90er Jahre Attitüde des Grunge und flirtet mit Indie-Acts und deren Distortions wie Sonic Youth oder My Bloody Valentine. Für Fans von Queens of the Stone Age, DIIV oder Dinosaur Jr.

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