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Indie-Pop: Neuheiten auf Soundcloud, Spotify, YouTube und Co.

Die besten Neuentdeckungen in einer Playlist: Die Bandbreite reicht von Indiepop über Elektropop bis hin zu Singer-Songwriter-Klängen.

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Indie Pop: Das Genre zwischen allen Stühlen

Indie Pop kam in den 80er Jahren auf, als britische Bands wie The Smiths, New Order oder Primal Scream eine alternative Form der Popmusik entwickelte, in der Gitarren und der Einfluss von Punk zwar auch eine gewisse Rolle spielten, die aber vergleichsweise soft und melodiös daherkamen.

Heute ist Indie Pop vor allem durch elektronische Instrumente geprägt und teilweise auch von der Dance Music. In dieser Playlist stellen wir regelmäßig die besten Neuentdeckungen aus dem Genre Indie Pop vor. Diese Playlist wird regelmäßig aktualisiert.


R. Missing – Anomie By The Lake (Indietronica)

Flirrend filigraner Track des US-Acts R. Missing: „Anomie By The Lake“ ist ein cooler minimaler Indietronica-Track gepaart mit warmen Vocals, der Fans von Lali Puna, Goldfrapp oder Ms. John Soda gefallen düfte.


The Album Leaf x Bat For Lashes – Near (Dreampop)

Für dieses Jahr ist (vage) auch ein neues Bat For Lashes Album angekündigt, jetzt hören wir aber die Ausnahmekünstlerin erstmals wieder hier bei dieser zärtlichen Kooperation mit dem Electronica-Act The Album Leaf. Der Track „Near“ ist ein traumgleicher Song, schwebend und geheimnisvoll.

The Album Leaf & Bat For Lashes - Near (Official Visualizer)

The Legends – Loser (Lo-Fi-Pop)

Die Indie-Legenden von The Legends haben wieder einen schwerelos schwebenden Song veröffentlicht: „Loser“ ist ein Bedroom-, Jangle und Lo-Fi-Pop Träumchen, das wunderschön harmonisch vor sich hintreibt.


Olivesque – Alice (Dreampop)

Schwebend, verträumt und zart: Mit diesen Gefühlen kann man das Debüt der britischen Künstlerin mit dem geheimnisvollen Namen Olivesque vielleicht fassen. Aber der Dreampop-Track schillert in vielen Nuancen und erinnert im Soundklang reduzierten angenehm an Daughter, Mazzy Star oder The XX.

Olivesque - Alice (Lyric video)

Miya Folick – Get Out Of My House (Indiepop)

Mit einnehmender Stimme und energetischem Vibe stürmt dieser Song der US-Singer-Songwriterin Miya Folick voran: Unwiderstehlich catchy und kraftvoll erinnert der Track dabei angenehm an Kolleginnen wie Heather Nova, Lucy Dacus oder Phoebe Bridgers.

Miya Folick - Get Out of My House

Lullanas – Cheap Silver Lining (Feat. Luke Sital-Singh) (Indiepop)


Zart verträumtes Indiepop-Stück des US-Acts Lullanas, das mit schöner Stimme und harmonischer Melodie einlullt. Hinter der Band stecken die Zwillingsschwestern Atisha und Nishita Lulla, die ihre musikalische nostalgische Atmosphäre von Inspirationen wie The Beatles, The Eagels und Johnny Cash nähren.

LULLANAS feat. Luke Sital-Singh - Cheap Silver Lining (Official Lyric Video)

The Day – Hide (Indiepop)

Hübsch verträumter Indiepop aus den Niederlanden: Das Duo The Day verzaubert in ihrem Track „Hide“ mit samtener Stimme, romantischen Vibes und dreampoppigen Harmonien irgendwo zwischen Memoryhouse, Beach House und Frankie Rose.


Ritual Forms – (Down) (Indietronica)

Der atmosphärische Song „Down“ des Trios Ritual Forms schwebt irgendwo zwischen lässigen 90er Trip-Hop Beats und einer hypnotischen, vielschichtigen elektronischen Klangwelt. Leadsängerin Annas verträumte und düstere Stimme rundet den eindringlichen und grüblerischen Song mit ihrer lyrischen Intensität rund ab.

Ritual Forms - Down (Official Music Video)

Laveda – Clean (Dreampop)

In Laveda’s aktueller Single „Clean“ vereint das Duo flüsternde und intime Vocals mit sanft klimpernden Gitarren und düsteren Dream-Pop während stimmungsvolle Melodien in der Luft verweilen. Ein mit üppigen Harmonien und in Shoegaze-Texturen umhülltes harmonisches Stück, das den Blick nach innen richten und reflektieren lässt. Für Fans von Phoebe Bridgers, Big Thief oder Grouper.


Lou Monroe – Wicked Game (Dreampop)

Als allererste Single eine Coverversion des oft gecoverten Songs „Wicked Game“ von Chris Isaac zu veröffentlichen, ist mutig und wird im Fall von Lou Monroe voll belohnt: Die Interpretation ist zwar nah am Original, betört aber mit hypnotisch schöner Stimme und dreampoppiger Atmosphäre zwischen Daughter, Beach House und London Grammar.


Adi Oasis – Multiply (Indie Pop)

Das französisch-karibische Multitalent Adi Oasis überzeugt uns in „Multiply“ mit einer gelungenen Mischung aus Funk, R&B und Soul. Warme und gefühlvolle Vibes treffen auf starke Vokals und Themen, die von den sexuellen Wünschen und dem hormonellen Craving nach Mutterschaft einer Frau handeln. Aber auch um die Wahrnehmung von Müttern am Arbeitsplatz und wie Sie es schaffen den Job zu schaukeln.


Oceans – Pure (Dreampop)

Hübsch verträumter Indiepop-Song der australischen Band Oceans, der zwischen The Pains Of Being Pure At Heart, Airiel und Secret Shine perlt. Der Song „Pure“ ist dreampoppig mit leichten Shoegaze-Breaks und schimmert in strahlender Atmosphäre.

Oceans - Pure (Official Music Video)

Mortimer – Climbing Cranes (Audiodramapop)

Ein Track, der zwischen Melancholie und Hoffnung schimmert: Mit analogen Synths, treibenden Drums und warmem Bass schafft dieses Trio aus Regensburg eine einzigartige Hörspielatmosphäre und sie bezeichnen ihren Sound perfekterweise als Audiodramapop. „Climbing Cranes“ erfasst musikalisch eine Szene sowie ein Gefühl: Klettern wir Kräne mit Mortimer hoch und lassen wir uns fallen in diesen Instrumentalsog, dem man sich nicht entziehen kann.


Deltawelle – Normalitätsvermessung (Indiepop)

Mit verrückt zwinkerndem Blick auf die Neue Deutsche Welle, nimmt Deltawelle eine „Normalitätsvermessung“ in seinem coolen Track vor: Zwischen New Wave und Indiepop geht der Song des Berliners ziemlich ins Ohr und schillert irgendwo zwischen Edwin Rosen, Hubert Kah und Bilderbuch.

Normalitätsvermessung

Paper Lady – Five of Swords (Shoegaze)

Schneidend scharf wie ein Schwert ist die shoegazige Atmosphäre des Songs „Five Of Swords“, die zwischen My Bloody Valentine und Alvvays vor sich hin wabert, während die starken Vocals des US-Acts Paper Lady darüber schweben. Selbst bezeichnet die Band ihren Sound als „ethereal freak rock“ – ja, das passt in seiner energiegeladenen Eigenständigkeit auch sehr gut.


Sargeant X Comrade – Call You Back (Neo-Soul)

Verstaubte Vinyl-Samples und Yolandas seidenweicher Gesang beamen uns mit “Call You Back” zurück in die easy-going 90er. Ein gefühlvoller und entspannter Tune von der Königin des Lo-Fi Soul, mit einer entzückenden Stimme, die an Künstlerinnen wie Erykah Badu erinnert.

Call You Back - Sargeant X Comrade

Elskavon – Blossom and the Void (Indie Electro)

Elskavon liefert uns mit „Blossom and the Void“ sanfte und verträumte elektronische Klänge. Mit einem Hauch Ambience, wirft der flirrende Track, der irgendwo zwischen Sigur Rós und Christian Löffler oszilliert, ein eindrucksvolles Licht auf Elskavons stilistischen Wandel von Post-Rock hin zu intelligent kuratiertem Electro-Pop.

Elskavon - "Blossom and the Void"

Moby X Jose James – Ache For (Neo-Soulpop)

Klassisch angehaucht und mit souligem Teppich: So klingt der DJ und Produzent Moby zusammen mit Jose James im elegisch emotionalen Track „Ache For“, der perfekt in eine nachdenkliche Vorweihnachtszeit passt. Der Song ist einer der ersten, die auf Mobys neuem Label „Always Centered at Night“ vertreten sind.

always centered at night feat. moby & José James - 'ache for' (Official Video)

AFAR – Tell Me More (Indie Electro)

Cool hypnotischer Track des deutschen Acts AFAR auf den Spuren von Boy Harsher, The Knife oder Fever Ray: „Tell Me More“ pulsiert leise und doch drängend und ist der Vorbote der neuen gleichlautenden EP, die am 9. Dezember 22 erscheint.


Caroline Polachek – Welcome To My Island (Indiepop)

Catchy, charmant und cool: Caroline Polacheks neuer Song „Welcome To My Island“ ist ein schillernder Ohrwurm zwischen Yeah Yeah Yeahs und FKA twigs. Das vierte Album der New Yorkerin ist für den Valentinstag 2023 angekündigt und heißt verlockend „Desire, I Want To Turn Into You“.

et.nu – Heart Beat Big Beat (Indietronica)

Experimentell und minimal aber maximal catchy: So klingt bzw. pulsiert der Track „Heart Beat Big Beat“ des französischen Acts et.nu. Mit einer eigenwilligen Mischung aus Indietronica und Spoken Words ist ihr Sound eine Art Future-Retro-Melange, die ziemlichen Spaß macht.


Frank Popp Ensemble X Lucy Kruger – Drifting (Psychedelic Pop)

Das Frank Popp Ensemble aus Düsseldorf ist wieder da und mit ihm sein Retro-Sound: Unterstützt von der starken Stimme Lucy Krugers schwingt der neue Song „Drifting“ zwischen Vintage-Soul und Psychedelic Pop hin und her – und erinnerst dabei an Acts wie Broadcast, Stereolab oder Lana Del Rey.

FRANK POPP ENSEMBLE - DRIFTING (Official Video) feat. Lucy Kruger

Goldmyth – Video (Indiepop)

Mit flirrender Leichtigkeit und zuckersüßen Synthpop kommt die neue catchy coole Single der US-Künstlerin Gold Myth daher: Der Track „Video“ hat jede Menge Eighties-Flair und erinnert an Acts wie Bananarama, Chromatics, Beabadoobee oder Men I Trust.

Goldmyth - Video (Official Video)

Uèle Lamore – Two Equals Three (Dreampop)

Spooky und strange klingt dieser dreampoppige Track der französischen Künstlerin Uèle Lamore, die mit dem psychedelisch fließenden Song „Two Equals Three“ die Lücken zwischen Stereolab, Cocteau Twins und Slowdive charmant füllt. Das Vintage angehauchte Video flimmert atmosphärisch passend dazu.

Uèle Lamore - Two equals three

Clara Luzia – Clouds (Singer-Songwriter)

Mit zerbrechlicher und doch starker Stimme tobt sich die österreichische Sängerin Clara Luzia geradezu durch diesen Song. „Clouds“ ist mitreißender Indie-Pop mit charmanter Hintergrundgeschichte: Catharina Priemer, Ehefrau und Schlagzeugerin von Clara Luzia, beschwerte sich einmal über deren traurige Lieder. Claras kurze Antwort: „Dann schreib mir doch ein lustiges Lied!“ Ein paar Tage später fand sie das Instrumental von „Clouds“ in ihrem Posteingang. Sie nahm ihre süße Rache an Catharina, weil sie sich über ihr Songwriting beschwert hatte und der Song dreht sich nun völlig um Catharina, die ungern im Rampenlicht steht – aber immerhin ist er nun da: Ein fröhlicher Clara-Luzia-Song!


Paul Spring – Bettle On A Blade (Indiefolk)

Zwischen Vintage, Indiefolk und Celticpop pendelt dieser Song des US-Künstlers Paul Spring verlockend zwischen den Genres: Subtile Harmonien und schöner Melodiefluss lassen den Track aus der Zeit fallen und verorten ihn irgendwo zwischen Clannad, Paul Simon und Grizzly Bear.

Beetle on a Blade (Single)

Mortimer – Fairy Ride (Hörspielpop)

Sie haben sich ihr eigenes Genre erschaffen: Mortimer aus Regensburg spielen nämlich Hörspielpop, auf englisch elegant Audiodramapop genannt. Ihr Sound aus Synthie, Bass und Drums – alles analog und live gespielt – ist nämlich eine Art instrumentale Erzählung, die retrofuturistisch an alte Hörspielserien wie die Drei Fragezeichen erinnert: Der neue Track „Fairy Ride“ vom kommenden Album „Grey To White“ (01.04.22) versetzt den Hörer dabei in die seltsam schwingende Schaukel einer geheimnisumwitterten Achterbahn auf Coney Island. Der Song wechselt mehrfach die Richtung, ist zugleich synthiegetriebener Pop und ein ins Ohr gehendes Spiel mit leichten Bossa-Nova-Elementen sowie vibrierenden Krautrock- und Fusiontraditionen.


Nick & June – Lip Sync To Love Songs (Indiepop)

Hübscher Track des deutschen Duos Nick & June, der sich mit dem innerlichen Mitsingen von Liebesliedern befasst – und so zart emotional sind auch die Songs dieses Acts, die zwischen Bedroom- und Indiepop schweben und dabei ein bisschen an Beach House erinnern.

Lip Sync to Love Songs

HeartBlanch- Silent Treasures (Indiepop)

Mit treibender drängender Melodie und dunklem melancholischem Gesang verbindet der ukrainische Act HeartBlanch in seinem Song „Silent Treasures“ verträumten Indiepop mit coolem Post-Punk und erinnert damit ein wenig an Human Tetris, Editors oder The Mary Onettes.


Glosser – Movies (Dreampop)

Mit hypnotischem Vibe und lasziver Stimme lullt uns dieser hübsche Song „Movies“ der US-Künstlerin Glosser ein: Der flirrende Track erinnert dabei ein wenig an Chromatics, Beach House und Lana Del Rey.

GLOSSER - Movies (Official Audio)

 Daisy Dreams – Poolday (Indiepop)

Mit psychedelischen und poppigen Vibes kommt dieser coole charmante Song der Münchner Band Daisy Dreams daher: Ihr Track „Poolday“ klingt wie ein verkaterter verschmitzter Brunch mit Blondie, Wet Leg und Dry Cleaning.

Daisy Dreams – Poolday (Official Video)

Das bisschen Totschlag X Drangsal – LG Unlimited (Indiepop)

Mit prominenter Unterstützung von Drangsal swingt sich der Act mit dem ungewöhnlichen Namen Das bisschen Totschlag durch seinen genresprengenden Track „LG Unlimited“. Das Trio von Hamburg und Berlin hat sich dem Artpop verschrieben und der Song zwischen Bedroom- und Dream Pop, Indie und Electronica klingt zugleich lässig wie rätselhaft.

das bisschen Totschlag ft. Drangsal - LG Unlimited (Official Video)

Lucid Express – Lime (Elliott Frazier Remix) (Shoegaze)

Lucid Express aus Hong-Kong liefern mit Elliott Fraziers „Lime“ Remix einen verträumten Shoegaze meets Post-Punk Song. Flirrende Gitarren treffen auf psychedelische Synthies abgerundet mit krachenden Instrumenten, die in einer schillernden Melodie kulminieren.

Lucid Express "Lime (Elliott Frazier remix)" Audio