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Jungle – „Sunshine“ (Album 2026)

Jungle melden sich mit neuer Musik und großen Live-Plänen zurück. Das britische Trio veröffentlicht sein fünftes Studioalbum „Sunshine“ und geht anschließend auf weltweite Arena-Tour.

Seit ihrem Debüt im Jahr 2013 haben sich Josh Lloyd-Watson und Tom McFarland vom anonymen Projekt zur festen Größe zwischen Neo-Funk, Soul und elektronischem Pop entwickelt. Spätestens mit dem Album „Volcano“ und der erfolgreichen Single „Back on 74“, die mehrfach Platin erhielt und der Band einen Brit Award einbrachte, erreichten Jungle ein neues Level an internationaler Aufmerksamkeit.

Drei Jahre später folgt nun mit „Sunshine“ ein Album, das den eingeschlagenen Weg konsequent weitergeht: warmer Soul, geschmeidiger Disco-Funk und R&B treffen auf große Hooks und die gewohnt detailverliebte Produktion. Allerdings auch kaum Reibungsfläche. Die Songs sind eingängig und tanzbar, die Arrangements fließen ineinander und nach etwas mehr als einer halben Stunde ist „Sunshine“ bereits wieder vorbei.

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Der Titelsong lebt von einer unmittelbar positiven Stimmung, ohne den charakteristischen Jungle-Sound neu zu definieren. „Move Like You Do“ wird von einer elastischen Basslinie getragen und zeigt einmal mehr, wie sicher die Band Rhythmus und Melodie miteinander verzahnt. Jungle schreiben Musik, in der der Groove nicht bloß Begleitung ist, sondern das eigentliche Zentrum. Frei nach dem Motto „Keep Moving“, ihrem Sommerhit des Jahres 2021.

Eine immer wichtigere Rolle übernimmt dabei Sängerin Lydia Kitto, die inzwischen festes Bandmitglied ist. Ihre Stimme fügt sich wie ein Instrument in die mehrschichtigen Harmonien ein, ohne sich nach vorne zu drängeln.

Jungle behandeln Gesang ohnehin häufig wie einen weiteren Bestandteil des Arrangements. Stimmen werden geschichtet, wiederholt und eng mit den Instrumenten verbunden. Das passt auch zu den Texten, die weniger auf komplizierte Texte setzen als auf Stimmungen und wiederkehrende Motive rund um Liebe, Bewegung und Verbundenheit.

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„Someday, Somewhere“ öffnet den ansonsten sehr geschlossenen Sound mit luftigeren Texturen ein wenig. Bei „Romeo II“ ist erneut der US-Rapper Bas zu hören, der bereits beim Vorgänger „Romeo“ mit Jungle zusammenarbeitete. Seine Präsenz bringt eine etwas eigenwilligere Note in ein Album, das sich ansonsten sehr bewusst innerhalb der mittlerweile etablierten Klangwelt der Band bewegt.

Nachdem „Volcano“ gezeigt hatte, wie weit Jungle ihren Sound ausdehnen können, geht es diesmal stärker um Verfeinerung der bekannten und bewährten Rezeptur. Die Produktion ist makellos aufeinander abgestimmt, die Übergänge wirken natürlich und nichts stört den Flow. Große Überraschungen bleiben entsprechend aus. „Sunshine“ ist ein perfektes Album für eine lange Fahrt in den Urlaub oder eine laue Sommernacht und natürlich fürs Live-Konzert.

Die Band versteht ihre Songs nur als Teil einer umfassenden Ästhetik, zu der gleichberechtigt auch ihre auf Bewegung und Choreografie ausgerichteten Videos und Konzerte gehören. Jungle ist nicht nur eine Band, sondern ein Gesamtkunstwerk. Musik und visuelle Ebene folgen derselben Idee: Rhythmus wird zum verbindenden Element. „Sunshine“ passt genau in dieses Konzept und liefert dafür neues Material, das vor allem live jedes Publikum in Bewegung versetzen wird.

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Im November kommt die neue Liveshow für drei exklusive Termine nach Deutschland, begleitet von Support Rio Kosta.

05.11.2026 Hamburg, Barclays Arena Tickets
08.11.2026 Berlin, Uber Arena Tickets
12.11.2026 München, Olympiahalle Tickets

Der Vorverkauf startet am 26. März um 10 Uhr exklusiv bei Eventim, der allgemeine Verkauf beginnt am 27. März. Tickets sind ab 43 Euro erhältlich.

Biografie Jungle

Als Jungle 2013 gegründet wurden, stand zunächst nicht die Inszenierung einzelner Persönlichkeiten im Vordergrund, sondern die Idee eines kollektiven Sounds. Hinter dem Namen verbargen sich die Schulfreunde Josh Lloyd-Watson und Tom McFarland aus London, die ihre Musik bewusst ohne klare Identität veröffentlichten. Statt Bandfotos oder Interviews dominierten minimalistische Informationen, die beiden traten lediglich unter den Initialen „J“ und „T“ auf. Diese Reduktion erzeugte früh Aufmerksamkeit und lenkte den Fokus konsequent auf die Musik selbst.

Parallel dazu entwickelten Jungle von Beginn an eine visuelle Sprache, die eng mit Bewegung verknüpft ist. Ihre Videos setzten auf choreografierte Performances, oft getragen von einem erweiterten Kreis aus Tänzerinnen und Tänzern. Diese Herangehensweise wurde schnell zum Markenzeichen und prägt die Band bis heute. Jungle verstanden sich nie als klassisches Duo, sondern als offenes Projekt, das von Kollaboration lebt.

Jungle (2014)

Mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum gelang Jungle 2014 ein bemerkenswerter Einstieg. Der Sound war geprägt von warmen Funk-Grooves, souligen Vocals und einer klaren Pop-Struktur, die dennoch genügend Raum für Reduktion ließ. Tracks wie „Busy Earnin’“ oder „Time“ verbanden Retro-Ästhetik mit zeitgenössischer Produktion und trafen damit einen Nerv.

Das Album wurde international positiv aufgenommen und verschaffte der Band schnell eine breite Hörerschaft. Auffällig war dabei, wie geschlossen das Gesamtbild wirkte. Musik, Artwork und Videos griffen ineinander und vermittelten eine klare künstlerische Haltung. Jungle positionierten sich als Gegenentwurf zu einer zunehmend personalisierten Popkultur, in der individuelle Inszenierung oft wichtiger ist als das Kollektiv.

Auch live begann sich diese Idee zu konkretisieren. Statt als Duo aufzutreten, erweiterten Jungle ihre Besetzung früh um weitere Musikerinnen und Musiker. Die Konzerte entwickelten sich zu dynamischen, stark rhythmusorientierten Shows, bei denen der Groove im Zentrum stand.

For Ever (2018)

Vier Jahre nach dem Debüt erschien mit „For Ever“ das zweite Album. In dieser Phase öffneten Jungle ihren Sound stärker in Richtung elektronischer Produktion, ohne die organische Basis zu verlieren. Die Songs wirkten dichter, teilweise auch introspektiver, behielten aber ihre tanzbare Grundstruktur.

Thematisch beschäftigte sich das Album mit Freundschaft, Veränderung und persönlichen Umbrüchen. Die Produktion war detailreicher, die Arrangements vielschichtiger. Jungle arbeiteten verstärkt mit Layern aus Synthesizern, Percussion und mehrstimmigem Gesang, wodurch ein komplexeres Klangbild entstand.

Auch visuell blieb die Band ihrem Ansatz treu. Die Videos zu „For Ever“ setzten erneut auf choreografierte Gruppenperformances und entwickelten die Bildsprache weiter. Die Verbindung von Musik und Bewegung wurde noch konsequenter umgesetzt, was Jungle endgültig als audiovisuelle Einheit etablierte.

Live zeigte sich diese Entwicklung in größeren Produktionen und einer weiter gewachsenen Bandbesetzung. Die Konzerte wurden intensiver, die Übergänge zwischen den Songs fließender. Jungle begannen, ihre Shows stärker als zusammenhängendes Erlebnis zu inszenieren.

Loving in Stereo (2021)

Mit „Loving in Stereo“ erreichten Jungle 2021 einen neuen Popularitätsschub. Das Album wirkte zugänglicher, direkter und stärker auf unmittelbare Wirkung ausgelegt. Die Songs waren kompakter, die Hooks prägnanter, ohne dabei an Tiefe zu verlieren.

Erstmals schaffte es die Band mit diesem Album in die Top 3 der britischen Charts. Gleichzeitig wurde deutlich, wie sicher Jungle inzwischen zwischen verschiedenen Einflüssen navigieren. Elemente aus Disco, Funk, Soul und moderner Popproduktion verschmolzen zu einem Sound, der sowohl radiotauglich als auch clubkompatibel ist.

Die visuelle Umsetzung wurde für „Loving in Stereo“ noch einmal ausgeweitet. Die einzelnen Videos waren Teil eines größeren Konzepts, das sich wie ein durchgehender Film lesen ließ. Tanz blieb dabei das zentrale Ausdrucksmittel, ergänzt durch eine klare Farb- und Formensprache.

Auch die Live-Umsetzung profitierte von dieser Phase. Jungle traten mittlerweile als eingespielte Formation mit mehreren Musikerinnen und Musikern auf. Die Shows gewannen an Selbstverständlichkeit, ohne an Energie zu verlieren. Das Publikum wurde stärker eingebunden, die Grenze zwischen Bühne und Raum begann zu verschwimmen.

Volcano (2023)

Mit „Volcano“ folgte 2023 der bislang größte Erfolg der Band. Das Album bündelte die Erfahrungen der vorherigen Jahre und führte sie zu einem besonders klaren, fokussierten Sound zusammen. Jungle wirkten hier selbstbewusster denn je, sowohl in der Produktion als auch im Songwriting.

Die Single „Back on 74“ entwickelte sich zu einem internationalen Hit und erreichte Platinstatus in Großbritannien und den USA. Der Song steht exemplarisch für die Stärke von Jungle, eingängige Melodien mit funky Grooves zu verbinden. Gleichzeitig blieb die visuelle Umsetzung ein entscheidender Faktor für den Erfolg. Das dazugehörige Video verbreitete sich schnell und unterstrich erneut die Bedeutung von Tanz innerhalb des Gesamtkonzepts.

Auch auf Branchenebene wurde dieser Erfolg sichtbar. Jungle erhielten ihren ersten Brit Award und etablierten sich endgültig als feste Größe im internationalen Popgeschehen.

In dieser Phase veränderte sich auch die interne Struktur der Band. Sängerin Lydia Kitto, die bereits seit Jahren Teil der Live-Besetzung war, wurde 2024 offizielles Mitglied. Damit wandelte sich Jungle vom Duo zum Trio. Diese Erweiterung brachte neue Impulse in den kreativen Prozess und eröffnete zusätzliche Möglichkeiten im Songwriting.

Sunshine (2026)

Mit „Sunshine“ schlagen Jungle das nächste Kapitel auf. Die Veröffentlichung des Albums ist eng mit einer groß angelegten Welttournee verknüpft, die Jungle in Arenen auf mehreren Kontinenten führt. Auch hier bleibt die zentrale Idee erhalten: Konzerte als gemeinschaftliches Erlebnis, getragen von Rhythmus, Bewegung und einer dichten Verbindung zwischen Band und Publikum.

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