Nach über sieben Jahren ohne neue Musik veröffentlicht Chaka Khan ihre neue Single „Chakzilla“ gemeinsam mit Sia.
Es ist die erste frische Veröffentlichung der US-amerikanischen Sängerin seit langer Zeit und zugleich ein selbstbewusstes Lebenszeichen einer Künstlerin, die seit Jahrzehnten Maßstäbe in Soul, Funk und R&B setzt. Der Song erscheint auf ihrem eigenen Label Earthsong Records und wird weltweit von BMG vertrieben.
„Chakzilla“ entstand in Zusammenarbeit mit Sia und dem Produzenten Greg Kurstin. Beide zeichnen gemeinsam mit Chaka Khan für das Songwriting verantwortlich, Sia ist zudem in den Backing Vocals zu hören. Kurstin, der in den vergangenen Jahren zahlreiche internationale Pop-Produktionen geprägt hat, sorgt für ein zeitgemäßes, manchen Fans vielleicht zu steriles Klangbild.
Dennoch bleibt sich Chaka Khan treu und knüpft an jene Qualitäten an, die sie seit den 1970er Jahren auszeichnen: Präsenz, Rhythmusgefühl und eine Stimme, die zwischen Soul, Disco und R&B mühelos vermittelt. „Chakzilla“ wirkt dabei weniger nostalgisch als vielmehr entschlossen, den eigenen Platz im Hier und Jetzt zu behaupten und neue Fans zu gewinnen.
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In einem Statement zur Veröffentlichung beschreibt Chaka Khan die inhaltliche Ausrichtung des Songs so: „In diesem Song geht es um Liebe und darum, das Leben zu feiern. Mensch sein, sich gut fühlen und in die eigene Kraft kommen. Es ist Zeit zu boogien, innerlich wie äußerlich. Tanzen. Lieben. Leben.“ Diese Haltung durchzieht „Chakzilla“ deutlich hörbar. Der Song setzt auf positive Energie und einen offenen, gemeinschaftlichen Impuls, der sich auf Tanzflächen ebenso entfalten soll wie im Radio.
Chaka Khan Biografie
Chaka Khan zählt zu den prägenden Figuren der internationalen Soul- und R&B-Geschichte. Seit den frühen 1970er Jahren steht sie für eine Verbindung aus Funk, Soul, Pop und Disco, getragen von einer Stimme, die gleichermaßen kraftvoll wie beweglich ist. Mit zehn Grammy-Auszeichnungen, einem umfangreichen Solokatalog und ihrer Arbeit mit der Band Rufus hat sie Generationen von Musikerinnen und Musikern beeinflusst.
Geboren wurde Chaka Khan am 23. März 1953 als Yvette Marie Stevens in Chicago. Sie wuchs in einem musikalischen Umfeld auf und kam früh mit Jazz, Rhythm and Blues und Gospel in Berührung. Bereits als Jugendliche engagierte sie sich politisch, unter anderem im Umfeld der Black Panther Party. Ihren Künstlernamen erhielt sie in dieser Zeit, „Chaka“ und „Khan“ stammen aus dem afrikanisch geprägten Kulturkontext, mit dem sie sich identifizierte.
Anfang der 1970er Jahre wurde sie Sängerin der Funkband Rufus. Der Durchbruch gelang 1974 mit dem Stevie-Wonder-Song „Tell Me Something Good“. Der Titel erreichte hohe Chartplatzierungen und brachte der Band ihren ersten Grammy ein. Es folgten weitere Erfolge wie „Sweet Thing“ und „Ain’t Nobody“, letzterer entwickelte sich in den 1980er Jahren zu einem internationalen Hit und ist bis heute eng mit ihrem Namen verbunden.
Parallel zu ihrer Arbeit mit Rufus startete sie 1978 ihre Solokarriere. Ihr Debütalbum „Chaka“ enthielt mit „I’m Every Woman“ einen Song, der schnell zu einer Hymne wurde. Der Titel, später unter anderem von Whitney Houston neu interpretiert, steht exemplarisch für Chaka Khans Selbstverständnis als selbstbewusste, unabhängige Künstlerin. In den folgenden Jahren veröffentlichte sie regelmäßig Alben, die Soul, Funk und zeitgenössischen Pop verbanden.
Einen weiteren Höhepunkt markierte 1984 das Album „I Feel for You“. Der Titelsong, im Original von Prince geschrieben, wurde in ihrer Version zu einem weltweiten Erfolg. Die Mischung aus Funk, Rap-Elementen und elektronischer Produktion traf den Nerv der Zeit und brachte ihr einen weiteren Grammy ein. In den 1980er Jahren etablierte sich Chaka Khan endgültig als Solokünstlerin mit internationaler Strahlkraft.
Auch in den 1990er und 2000er Jahren blieb sie zwar musikalisch aktiv, verschwand aber weitgehend aus der öffentlichen Wahrnehmung. Sie lebte zwischenzeitlich für einige Jahre in Deutschland, experimentierte mit Jazz und arbeitete mit unterschiedlichen Produzenten und Künstlern zusammen.
Die Bedeutung ihres Werks wurde im Laufe der Jahre vielfach gewürdigt. Neben ihren zehn Grammy-Auszeichnungen erhielt sie zahlreiche weitere Preise. 2023 wurde sie in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen. Zudem wurde sie mit einem Grammy Lifetime Achievement Award geehrt, eine Auszeichnung für ihr Lebenswerk und ihren nachhaltigen Einfluss auf die Musikgeschichte.
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