Zum Inhalt springen

PVA – No More Like This: Elektro-Post-Punk wie kein anderer

ALBUM DER WOCHE: Mit seinem zweiten AlbumNo More Like This” zieht uns das Londoner Trio PVA in die schummrigen Club-Ecken, durchzuckt von Strobo und durchlebt mit Synthpop zwischen Minimal Electro und maximalem Post-Punk-Grummeln.

2022 erschien mit dem aufregend energetischen Club-Album „Blush“ das Debüt von PVA, das genresprengend knarzende Clubtracks, knallende Synthbanger und kathartischen Spoken Word-Post-Punk miteinander verwirbelte. Nun erscheint No More Like This”, das sich experimenteller und zerklüfteter in die dunklen Ecken eines Clubs wagt und sozusagen das Unterbewusste auf die schummrig beleuchtete Tanzfläche lockt.

Wie von Strobos durchzuckt, erhellen die Tracks das komplexe und kompromisslose Klanggebilde von PVA, genährt von Electroclash, Glitch, Trip-Hop, Dubstep, Industrial oder Ambient-Electro.

Inspiriert von Acts wie The Knife, Sophie, Arca, PJ Harvey oder Massive Attack sind die Songs sowohl verletzlich als auch kühl, spielen mit Themen wie Sehnsucht und Unterwerfung und lassen so atmosphärisch oft an die Chicks On Speed Coverversion von „Warm Leatherette“ denken – ein Track, der eine einzigartige Push-and-Pull-Dynamik entwickelt, die auch überall auf No More Like This” regelrecht körperlich spürbar ist.

Alle Anzeigen dauerhaft ausblenden

Ein weiterer Grundgedanke des Albums ist die Idee der Prägung, welcher bleibende Eindruck wird von Menschen, die uns umgeben, hinterlassen. Schon das Artwork spielt mit diesem Gedanken, man sieht den Albumtitel ins ungeschönte Fleisch einer Person geprägt – und hier ist sie wieder: die Verletzlichkeit und Kühle, die das ganze Werk durchziehen, das mit seinem geheimnisvollen wie verwinkelten Sound den grummelnden Post-Punk in die coole Electro-Welt bringt.

PVA funktioniert so im Club, aber auch im Konzert – das kann man an folgenden Deutschland-Terminen selbst erleben:

PVA Live


12.03.2026 Berlin, Mikropol
13.03.2026 Hamburg, Molotow Bar

Biografie PVA

Das Trio PVA macht Musik aus einem eigenwilligen energetischen Mix aus (Post-)Punk, Wave, Disco, House und Techno. Sie etablierten sich neben Squid, Black Midi und Black Country, New Road als wichtige Akteur*innen in der glühenden Indie- Szene Südlondons. Dies führte dann zu Auftritten bei SXSW, Pitchfork Music Festival und Green Man sowie zu nationalen Touren mit Shame, Dry Cleaning und Goat Girl. Die Gruppe veröffentlichte ihre Debütsingle „Divine Intervention“ Ende 2019, die Debüt-EP „Toner“ erschien ein Jahr später und 2022 kommt schließlich das Debüt-Album „Blush“ heraus. 2022 erhält das Trio auch eine Grammy-Nominierung in der Kategorie „Best Remixed Recording“.

Diskografie PVA

2022: Blush
2026: No More Like This