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Ungemach präsentiert neue Single „Memento Mori“

  • Rubrik: News

Düsterer Mix zwischen Postpunk, Grime und Industrial besingt den Tod als größte Lebensbejahung.

Ungemach - Memento Mori
Ungemach – Memento Mori

Ewige Wachstumsphantasien, die jedwede Moral und Rücksichtnahme in den Hintergrund rücken lassen. Der übersatte Bürger in der permanenten Angst, seinen Wohlstand an jegliche Änderung seiner Lebensumstände zu verlieren, als symbolisches Eingeständnis zum Leben im Mittelmaß. Die Hybris der Menschheit, durch technischen Fortschritt die vollständige Kontrolle über ihre Existenz erlangen zu wollen. Und über alledem Gevatter Tod, der lächelnd und wartend auf dieses unbedeutende Treiben blickt.

Und so blickt auch Ungemach argwöhnisch auf den modernen Menschen und findet in der omnipräsenten Möglichkeit des Ablebens die größte Lebensbejahung.

„A priori fühle ich mich im Gedanken an den Tode           
Erst als wirklich frohes Menschenskind geboren“

Zum verstörend-beeindruckenden Video erklärt Regisseur Nassim L’Ghoul:

„Für das Musikvideo zu „Memento Mori“ kamen unterschiedliche digitale Techniken und Machine Learning Prozesse zum Einsatz. Die Grundlage des Videos basiert auf der Simulation von physischen Lichtberechnungen, welche Lichtquellen, Materialität und Form von Objekten berücksichtigt.

Hinzu kam unter Anderem der Einsatz einer Datenbank, welche Computertomografie-Scans unterschiedlicher Lebewesen enthält, die anschließend in 3D-Modelle umgewandelt und modifiziert wurden. Aus den entstandenen Modellen wurden anschließend digitale Räume und Skulpturen erstellt. Ein Teil der Charaktere des Musikvideos wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt, welche Menschen automatisiert 3D-digitalisiert. Die damit generierten Charaktere wurden anschließend animiert und in den 3D-Szenen platziert.

Inhaltlich sollte die Stimmung des Liedes passend eingefangen und visualisiert werden. Dazu wurden unter Anderem einzelne Textpassagen und Charaktere aus dem Liedtext aufgegriffen und in den digitalen Raum übersetzt. Zudem wurden zu Beginn des Arbeitsprozesses, gemeinsam mit Ungemach, passende Symboliken und Objektkompositionen zusammengetragen, welche für viele der Szenen als visuelle Grundlage dienten.“

Nils König

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