ALBUM DER WOCHE – Superpop, Supereleganz und Super-Selbstbewusstsein: Auf ihrem neuen Album „Superbloom“ blüht die britische Sängerin Jessie Ware zur Dancefloor-Diva auf.

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Mit schmeichelndem Pop-Jazz, theatralischen Dance-Pop oder elegantem Retro-Sound ist „Superbloom“ ein Album für die große Bühne und ja, we could get used to this sound.
Im Grunde ist es der dritte Akt der Disco-Ära von Jessie Ware, diesmal noch smoother und stilgetriebener als die Vorgänger “That! Feels Good!” oder “What’s Your Pleasure?”.
Songs wie „Automatic„ oder „Mr. Valentine“ sind in ihrer catchy Coolness Instant-Hits, denen man kaum widerstehen kann. Dazu sind die Songs beseelt von charmantem Storytelling, die eine geradezu cinematische Kraft entfalten.
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Beispielsweise im Track „Ride“, der mit einem Ennio-Morricone-Sample aus „Zwei glorreiche Halunken“ daherkommt und zudem ein wenig an die laszive Lässigkeit einer anderen Diva erinnert: Donna Summer, sowie an das verführerische Spiel einer weiteren: Madonna in „Justify My Love“.
Immer wieder denkt bei den Songs an glitzernde große Bühnenauftritte, emotionsgeladene energetische Musical-Shows oder an die überbordernde überstrahlende Studio 54-Zeit.
Dabei kreist wie in „Don’t You Know Who I Am“ die Diskokugel über Jessie Ware und im Song selbst der Geist von Gloria Gaynors „I Am What I Am“ umher. Und steht nicht bei der Ballade „Summers“ Whitney Houston am Bühnenrand wie im dazugehörigen Clip zu „Greatest Love Of All“ die kleine Whitney?
Die große Ware scheint jedenfalls jedem Track dieses Albums eine schimmernde Referenz an eine andere strahlende Diva-Ästhetik eingepflanzt zu haben, ein Konzept das dieses Album regelrecht atmet und mit Stimmgewalt, Performance und Storytelling belebt.
Biografie Jessie Ware
Als Jessica Lois „Jessie“ Ware in London geboren, macht die britische Singer-Songwriterin seit 2011 Musik: Ihr Genre dabei ist Pop, der mit Disco, Funk und Retro-Dance angereichert wird. Ihr erstes Album „Devotion“ erschien im Jahr 2012. Das Clash-Magazin nannte Ware “den missing link zwischen Adele, SBTRKT und Sade” und ihre Alben landen regelmäßig nicht nur in den Charts, sondern auch in den Jahresendlisten sämtlicher Musikplattformen. 2026 erscheint mit „Superbloom“ ihr mittlerweile sechstes Album.
Diskografie Jessie Ware
2012: Devotion
2014: Tough Love
2017: Glasshouse
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2020: What’s Your Pleasure?
2023: That! Feels Good!
2026: Superbloom
